Technische Daten
| Modell | ECAM290.61.SB (Baureihe Magnifica Evo), Silber mit schwarzer Front |
|---|---|
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk und automatischem Milchsystem |
| Getränke auf einen Tastendruck | 5: MyLatte, Cappuccino, Espresso, Kaffee, Heißwasser; über die Mengeneinstellung zusätzlich Lungo |
| Bedienung | Soft-Touch-Bedienfeld mit farbigen Getränkesymbolen und LED-Anzeige; ein Display führt De'Longhi nicht |
| Kaffeestärke | 3 Stufen einstellbar |
| Kaffeemenge | je Getränk anpassbar und speicherbar |
| Mahlwerk | Kegelmahlwerk, Mahlscheiben aus Edelstahl |
| Mahlgrad-Einstellung | Drehregler im Bohnenbehälter; eine Stufenzahl weist De'Longhi im Datenblatt nicht aus |
| Brühgruppe | herausnehmbar, von Hand spülbar |
| Pumpendruck | 15 bar |
| Heizsystem | Thermoblock |
| Milchsystem | LatteCrema Hot, angesteckte Karaffe mit automatischer Reinigung auf Knopfdruck |
| Milchkaraffe | 0,22 Liter, spülmaschinenfest, im Lieferumfang |
| MyLatte | erkennt die eingefüllte Milchmenge und verarbeitet sie vollständig |
| Doppelbezug | zwei Tassen pro Brühvorgang (Twin Shot) |
| Wassertank | 1,8 Liter, nach vorn herausziehbar |
| Bohnenbehälter | 250 g |
| Kaffeesatzbehälter | 14 Portionen |
| Pulverschacht | vorhanden, für vorgemahlenen Kaffee |
| Maximale Tassenhöhe | 14 cm |
| Wasserfilter | einsetzbar (Zubehör) |
| Wasserhärte | programmierbar |
| Reinigung | automatische Milchsystem-Reinigung auf Knopfdruck, Spülung beim Ein- und Ausschalten, Entkalkungsmeldung; Entkalken dauert laut Händlerangabe rund 45 Minuten |
| Spülmaschinenfeste Teile | Milchkaraffe, Kaffeesatzbehälter, Wassertank, Aufnahmerost, Wasserauffangwanne, Deckel des Bohnenbehälters |
| Vernetzung | keine; die Baureihe führt für dieses Modell keine App |
| Anschlusswert | 1.450 W, 220–240 V, 50–60 Hz |
| Maße (H × B × T) | 44 × 24 × 36 cm |
| Gewicht | 9,6 kg |
| Gehäuse | Kunststoff mit lackierter Front, Silber und Schwarz |
| Auszeichnung | Red Dot Design Award |
| EAN | 8004399021402 |
Einordnung
Die Magnifica Evo ist De’Longhis Antwort auf die Frage, wie günstig ein Vollautomat mit automatischem Milchsystem sein kann. Sie bringt die LatteCrema-Karaffe mit, die den Milchschaum selbst erzeugt und direkt ins Glas gibt, und verzichtet dafür auf Display und große Getränkekarte. Mit 24 cm Stellbreite gehört sie zu den schmalsten Geräten ihrer Art.
Grundlage dieser Einordnung sind das De’Longhi-Datenblatt zur ECAM290.61.SB, die Herstellerangaben zu LatteCrema Hot und MyLatte sowie die Händlerlistungen mit technischen Daten, Preis und Verfügbarkeit. Wo De’Longhi einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
LatteCrema Hot: der Grund, dieses Gerät zu kaufen
Das Milchsystem entscheidet bei Vollautomaten dieser Preisklasse über alles Weitere, und genau hier setzt die Magnifica Evo ihren Schwerpunkt. Sie bekommt die LatteCrema-Hot-Karaffe, die seitlich angesteckt wird und den Milchschaum vollautomatisch erzeugt.
Der Unterschied zum Einstiegsmodell derselben Marke ist groß. Die Magnifica S arbeitet mit einer Dampfdüse, der Schaum entsteht also von Hand im Kännchen, mit allem, was dazu gehört: richtige Kannenhaltung, richtiger Winkel, richtiges Timing. Bei der Evo drückt man eine Taste, und der Cappuccino steht fertig im Glas.
Für die Pflege ist die Karaffe der eigentliche Gewinn. An ihr sitzt eine Reinigungstaste, nach dem Getränk wird sie gedrückt, und das Gerät spült den Milchweg mit Dampf durch. Für die gründliche Reinigung kommt die komplette Karaffe ab und darf in die Spülmaschine. Bei Schlauchsystemen, wie sie Siemens in der ganzen EQ-Reihe verwendet, ist genau das der aufwendige Teil. Was passiert, wenn Milchreste im System bleiben, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.
Ein Punkt gehört zur Ehrlichkeit dazu: Die Reinigung braucht diesen einen Knopfdruck. Siemens macht das mit autoMilk Clean vollautomatisch nach jedem Bezug, ganz ohne Zutun.
MyLatte: das gelöste Restmilch-Problem
Die zweite Besonderheit klingt nach Marketing und ist im Alltag handfest. MyLatte erkennt, wie viel Milch in der Karaffe steht, und verarbeitet genau diese Menge.
Der Sinn dahinter erschließt sich beim zweiten Nachdenken. Bei einem Gerät mit fester Rezeptmenge füllt man die Karaffe großzügig, weil zu wenig Milch das Getränk abbricht. Was übrig bleibt, ist angewärmt, und angewärmte Milch verdirbt schneller. In der Praxis landet sie im Ausguss oder als Risiko zurück im Kühlschrank.
Mit MyLatte füllt man genau so viel ein, wie ins Glas soll, und bekommt daraus ein Getränk. Bei täglich einem Cappuccino spart das über ein Jahr gerechnet mehrere Liter Milch, die sonst weggeschüttet würden. Der praktische Effekt ist größer als die meisten Datenblattzeilen, über die in dieser Preisklasse gesprochen wird.
Die 0,22 Liter, ausgerechnet
Der Preis dafür steht in derselben Zeile. Die Karaffe fasst 0,22 Liter, und das ist wenig.
Gerechnet heißt das: Ein Cappuccino braucht rund 100 ml Milch, ein Latte macchiato eher 150 ml. Eine Füllung reicht damit für gut zwei Cappuccino oder einen Latte macchiato mit Rest. Zum Vergleich: Die Siemens EQ.6 plus s700 legt einen isolierten Edelstahlbehälter mit 0,5 Litern bei, das Doppelte.
Für einen Zwei-Personen-Haushalt ist das kein Problem, weil zwei Cappuccino genau in eine Füllung passen. Für eine Frühstücksrunde zu viert bedeutet es einmal Nachfüllen mitten in der Runde. Die kleine Karaffe hat allerdings auch einen Vorteil: Sie ist in Sekunden gespült und nimmt in der Spülmaschine kaum Platz weg.
24 cm Breite und der Wassertank nach vorn
Bei der Aufstellung spielt die Magnifica Evo ihre zweite Stärke aus. Mit 24 cm Breite gehört sie zu den schmalsten Vollautomaten mit automatischem Milchsystem überhaupt. Die Siemens-Geräte stehen mit 28 cm daneben, und diese vier Zentimeter entscheiden auf einer vollen Arbeitsplatte öfter, als man denkt.
Noch wichtiger ist ein Detail, das auf keinem Werbeplakat steht: Der Wassertank wird nach vorn herausgezogen. Bei Geräten mit Tank an der Seite oder hinten muss die Maschine zum Nachfüllen jedes Mal unter dem Hängeschrank hervorgezogen werden, mit vollem Bohnenbehälter und angeschlossenem Kabel. Wer seinen Vollautomaten in eine Küchenzeile mit Oberschränken stellt, sollte auf genau diese Zeile im Datenblatt achten.
Die Höhe von 44 cm ist dagegen der Preis für die schmale Bauform: Das Gerät baut nach oben, was es unter niedrigen Hängeschränken eng macht. Der Bohnenbehälter wird von oben befüllt, dafür braucht es Luft.
Kegelmahlwerk aus Edelstahl und Thermoblock
Beim Innenleben setzt De’Longhi auf ein Kegelmahlwerk mit Mahlscheiben aus Edelstahl. Die Bauform mahlt langsamer als ein Scheibenmahlwerk und arbeitet deshalb leiser, das Material leitet Wärme allerdings besser als Keramik, wie Siemens sie verbaut. Was das für die Tasse bedeutet, steht unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk.
Eine Zahl bleibt De’Longhi hier schuldig: Wie viele Mahlgradstufen der Regler im Bohnenbehälter hat, weist das Datenblatt nicht aus. Der Siemens EQ600 nennt an derselben Stelle sechs Stufen. Wichtig bleibt in beiden Fällen: Verstellt wird nur bei laufendem Mahlwerk.
Geheizt wird über einen Thermoblock, also einen Durchlauferhitzer, der das Wasser auf dem Weg zur Brühgruppe erwärmt. Der Vorteil gegenüber einem Boiler liegt in der kurzen Aufheizzeit und darin, dass immer frisches Wasser gebrüht wird. Welche Temperaturen bei welcher Zubereitung sinnvoll sind, steht unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.
Die 15 bar Pumpendruck sind der Standardwert dieser Klasse. Extrahiert wird bei rund 9 bar, die höhere Zahl beschreibt die Reserve der Pumpe und sagt über den Geschmack wenig aus.
Fünf Getränke: was das in der Praxis heißt
Die Getränkekarte ist der Punkt, an dem sich der Preis erklärt. Fünf Getränke liegen auf einer eigenen Taste: MyLatte, Cappuccino, Espresso, Kaffee und Heißwasser. Über die Mengeneinstellung kommt ein Lungo dazu, mit der Karaffe allein lässt sich Milchschaum ziehen.
Die Zahl klingt karg im Vergleich zu den 41 Getränken eines Siemens EQ600. Zwei Dinge relativieren sie. Erstens sind viele Rezepte großer Getränkekarten Varianten desselben Prinzips: Café con leche, Milchkaffee und Café au lait unterscheiden sich vor allem im Mischungsverhältnis. Zweitens lässt sich jedes der fünf Getränke in Stärke und Menge anpassen und speichern.
Was tatsächlich fehlt, sind die Sonderfälle: Flat White mit seinem festeren Mikroschaum, ein Ristretto als eigener Punkt, kalte Zubereitungen wie Cold Brew. Wer diese Vielfalt sucht, ist in einer anderen Preisklasse unterwegs. Der Unterschied zwischen den Grundtypen steht unter Espresso und Americano im Vergleich.
Bedienung ohne Display
De’Longhi führt das Bedienkonzept als Symbole mit LED, ein Display gibt es nicht. Auf dem Soft-Touch-Feld liegen die fünf Getränke als farbige Symbole, daneben Tasten für Stärke, Menge und die Milchreinigung.
Für den täglichen Bezug ist das die schnellste Lösung, die es gibt: ein Blick, ein Tastendruck, fertig. Umständlich wird es bei den Einstellungen dahinter. Wasserhärte, Abschaltzeit oder Mahlgradanpassung laufen über Tastenkombinationen, die man in der Bedienungsanleitung nachschlägt. Ein Gerät mit Display führt an dieser Stelle durch ein Menü.
Wie oft man die Einstellungen wirklich anfasst, entscheidet, ob das stört. Nach dem Einrichten sind es meist Monate bis zum nächsten Mal.
Pflege: Brühgruppe, Entkalken und was in die Spülmaschine darf
Bei der Pflege gehört die Magnifica Evo zu den unkomplizierten Geräten. Die Brühgruppe lässt sich hinter der seitlichen Serviceklappe entnehmen und unter fließendem warmem Wasser ausspülen. Das ist der Vorteil gegenüber fest verbauten Einheiten, etwa bei JURA: Kaffeeöle im Brühweg werden mit der Zeit ranzig, und ein Automatikprogramm erreicht sie nur zum Teil. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Abwägung der Bauarten unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.
In die Spülmaschine dürfen Milchkaraffe, Kaffeesatzbehälter, Wassertank, Aufnahmerost, Wasserauffangwanne und der Deckel des Bohnenbehälters. Damit ist praktisch alles abgedeckt, was regelmäßig mit Milch oder Kaffeesatz in Kontakt kommt.
Für Kalk meldet sich das Gerät selbst, der Lauf dauert laut Händlerangabe rund 45 Minuten. Ein Wasserfilter lässt sich einsetzen und verlängert die Abstände, die Wasserhärte ist programmierbar. Diese Einstellung beim Einrichten ist wichtiger, als sie wirkt, weil das Gerät daraus berechnet, wann entkalkt werden muss. Wie sich die Härte des Leitungswassers bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, die Routine unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.
Vorräte im Alltag und die Preisspanne der Händler
Bei den Vorräten heißt das gerechnet: Der 1,8-Liter-Tank reicht bei 120 ml je Tasse für rund 15 Bezüge, die 250 Gramm Bohnen bei etwa 9 Gramm je Bezug für knapp 28 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird der Bohnenbehälter also alle sieben Tage nachgefüllt, der Tank alle drei bis vier Tage. Der Kaffeesatzbehälter fasst 14 Portionen und will damit etwa alle drei Tage geleert werden. Wie viel Kaffeemehl je Tasse sinnvoll ist, steht unter wie viel Kaffee pro Tasse.
Beim Preis lohnt sich ein genauer Blick, und zwar mehr als bei den meisten anderen Geräten. Dieselbe ECAM290.61.SB mit derselben EAN steht bei Alternate bei 369,00 € und bei Coolblue bei 389,90 €. Zwischen beiden liegen rund 160 Euro für identische Ware. Die Baureihe läuft seit 2023 und wird von vielen Händlern geführt, entsprechend weit gehen die Kalkulationen auseinander. Alle Kaufwege stehen oben als eigene Schaltfläche.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Milchsystem | Milchvolumen | Breite | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| De’Longhi Magnifica Evo ECAM290.61.SB (dieses Modell) | LatteCrema-Karaffe, Reinigung auf Knopfdruck | 0,22 l | 24 cm | ab 369 € |
| De’Longhi Magnifica S ECAM21.118.B | manuelle Dampfdüse | Kännchen nach Wahl | 23,8 cm | um 299 € |
| Philips 3300 EP3341/50 | LatteGo, zweiteilig ohne Schlauch | 0,26 l | 24,6 cm | um 399 € |
| Melitta Solo E950-222 | keines, nur schwarzer Kaffee | entfällt | 20 cm | um 279 € |
Die Tabelle zeigt, wo die Magnifica Evo steht. Nach unten trennt sie das automatische Milchsystem von der Magnifica S, die denselben Schaum von Hand verlangt, und dieser Unterschied kostet rund 70 Euro. Quer dazu liegt die Philips 3300 mit dem LatteGo-System: ebenfalls automatisch, etwas mehr Volumen, zweiteilig und ohne Schlauch, dafür rund 30 Euro teurer und mit größerer Getränkeauswahl. Ganz unten steht die Melitta Solo für alle, die auf Milch komplett verzichten.
Für wen sich die Maschine lohnt
Die Magnifica Evo passt zu Ein- und Zwei-Personen-Haushalten, in denen täglich ein bis zwei Milchgetränke gefragt sind. Genau dafür ist die 0,22-Liter-Karaffe gebaut, und MyLatte löst dabei die Restmilch-Frage besser als jedes andere Gerät dieser Preisklasse. Sie passt außerdem in schmale Küchen: 24 cm Breite und ein Wassertank, der nach vorn herauskommt, sind unter Hängeschränken Gold wert.
Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer regelmäßig für vier Personen Cappuccino macht, füllt die kleine Karaffe zu oft nach und fährt mit einem Gerät wie der Siemens EQ.6 plus s700 und ihrem halben Liter besser. Und wer eine große Getränkekarte samt Menüführung auf einem Display möchte, findet fünf Tasten schnell zu wenig.
Fazit
Die ECAM290.61.SB ist der günstigste vernünftige Weg zu automatischem Milchschaum. Die LatteCrema-Karaffe erzeugt ihn auf Knopfdruck, reinigt sich mit einem zweiten Druck und darf danach in die Spülmaschine. MyLatte sorgt dafür, dass keine angewärmte Restmilch übrig bleibt. Dazu kommen eine herausnehmbare Brühgruppe, ein Pulverschacht und mit 24 cm eine Stellbreite, die in fast jede Küchenzeile passt.
Die Vorbehalte sind klar umrissen: 0,22 Liter Milch pro Füllung, fünf Getränke und kein Display. Wer in einem Haushalt bis zwei Personen lebt und seinen Cappuccino ohne Menüwege will, bekommt ab 369,00 € ein Gerät, das genau diese Aufgabe sauber erledigt. Wichtig dabei: Der Preisabstand zwischen den Händlern liegt bei diesem Modell bei rund 160 Euro, ein Vergleich vor dem Klick zahlt sich hier besonders aus.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Automatisches Milchsystem für rund 369 Euro: In dieser Preisklasse arbeiten viele Geräte noch mit einer Dampfdüse von Hand
- Die LatteCrema-Karaffe reinigt sich auf Knopfdruck selbst und darf danach komplett in die Spülmaschine
- MyLatte verarbeitet die eingefüllte Milchmenge vollständig, damit landet keine angewärmte Restmilch zurück im Kühlschrank
- 24 cm Stellbreite: eines der schmalsten Geräte mit automatischem Milchsystem
- Der Wassertank wird nach vorn herausgezogen, das Gerät muss also nicht unter dem Hängeschrank hervor
- Herausnehmbare Brühgruppe: Der Brühweg lässt sich regelmäßig unter fließendem Wasser ausspülen
- Pulverschacht für vorgemahlenen Kaffee, etwa für entkoffeinierten am Abend
Das spricht dagegen
- Die Milchkaraffe fasst 0,22 Liter: Nach zwei Cappuccino ist sie leer, für eine Frühstücksrunde zu viert reicht sie nicht
- Kein Display: Die Bedienung läuft über beleuchtete Symbole, was die Menüführung auf das Nötigste begrenzt
- Fünf Getränke auf einen Tastendruck, während Geräte ab 500 Euro heute 15 bis 40 Rezepte führen
- Der Bohnenbehälter fasst 250 Gramm und will damit häufiger nachgefüllt werden als die 300 bis 320 Gramm der Siemens-Geräte
- Die Preisspanne zwischen den Händlern ist ungewöhnlich groß, ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich hier besonders
- De'Longhi weist im Datenblatt keine Zahl der Mahlgradstufen aus, der Regler wird nur als einstellbar beschrieben
Häufige Fragen
Welche Getränke kann die De'Longhi Magnifica Evo ECAM290.61.SB zubereiten?
De'Longhi nennt fünf Getränke auf einen Tastendruck: MyLatte, Cappuccino, Espresso, Kaffee und Heißwasser. Über die Mengeneinstellung kommt ein Lungo dazu, und mit der Milchkaraffe lässt sich auch reiner Milchschaum ziehen. Die Auswahl läuft über beleuchtete Symbole auf dem Soft-Touch-Bedienfeld. Wer eine Getränkekarte mit 20 oder mehr Rezepten sucht, findet sie in dieser Preisklasse eher bei Philips oder Siemens.
Wie groß ist die Milchkaraffe der Magnifica Evo?
Die LatteCrema-Karaffe fasst 0,22 Liter. Bei rund 100 ml Milch je Cappuccino reicht eine Füllung damit für gut zwei Getränke, bei Latte macchiato mit 150 ml für eines. Für einen Zwei-Personen-Haushalt passt das, für eine Frühstücksrunde zu viert bedeutet es Nachfüllen. Der Vorteil der kleinen Karaffe: Sie ist schnell gespült und passt problemlos in die Spülmaschine.
Was macht die MyLatte-Funktion?
Die Maschine erkennt, wie viel Milch in der Karaffe steht, und verarbeitet genau diese Menge zu einem Getränk. Es bleibt also nichts übrig, das zurück in den Kühlschrank müsste. Das klingt nach einer Kleinigkeit und löst ein echtes Alltagsproblem: Angewärmte Restmilch verdirbt schneller und wird in der Praxis meist weggeschüttet. Wer die Menge selbst bestimmen will, füllt einfach so viel ein, wie ins Glas soll.
Reinigt sich das Milchsystem der Magnifica Evo selbst?
De'Longhi legt dafür eine Reinigungstaste an der Karaffe: Nach dem Milchgetränk wird sie gedrückt, und das Gerät spült den Milchweg mit Dampf durch. Anders als bei Siemens läuft das nicht vollautomatisch nach jedem Bezug, es braucht einen Knopfdruck. Dafür lässt sich die komplette Karaffe abnehmen und in die Spülmaschine stellen, was die gründliche Reinigung deutlich einfacher macht als bei Schlauchsystemen.
Lässt sich die Brühgruppe der Magnifica Evo herausnehmen?
Ja. Hinter der seitlichen Serviceklappe sitzt die Brühgruppe, die sich entriegeln, herausziehen und unter fließendem warmem Wasser ausspülen lässt. Das ist bei De'Longhi Standard und ein handfester Vorteil gegenüber Geräten mit fest verbauter Einheit, etwa denen von JURA. Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die ein Automatikprogramm nur teilweise erreicht.
Wie viel Platz braucht die Magnifica Evo?
Das Gerät misst 44 cm in der Höhe, 24 cm in der Breite und 36 cm in der Tiefe bei 9,6 kg. Damit gehört es zu den schmalsten Vollautomaten mit automatischem Milchsystem. Besonders praktisch ist der Wassertank, der nach vorn herausgezogen wird: Das Gerät muss zum Nachfüllen nicht unter dem Hängeschrank hervorgezogen werden, was bei Geräten mit Tank an der Seite oder hinten regelmäßig nötig ist.
Hat die Magnifica Evo ein Display?
Nein. Die Bedienung läuft über ein Soft-Touch-Bedienfeld mit farbigen Getränkesymbolen und LED-Anzeigen, De'Longhi führt das Konzept ausdrücklich als Symbole mit LED. Für die fünf Getränke reicht das aus, weil jedes einen eigenen Punkt hat. Einstellungen wie Wasserhärte oder Mahlgrad laufen über Tastenkombinationen und die Bedienungsanleitung, was gegenüber einer Menüführung auf einem Display umständlicher ist.
Kann man in der Magnifica Evo gemahlenen Kaffee verwenden?
Ja, das Gerät hat einen eigenen Schacht für vorgemahlenen Kaffee. Damit lässt sich eine einzelne Tasse ziehen, ohne den Bohnenbehälter zu leeren, etwa entkoffeinierter Kaffee am Abend oder eine andere Sorte für Besuch. Die neueren Siemens-Baureihen EQ600 und EQ700 verzichten an dieser Stelle auf den Schacht.
Was unterscheidet die Magnifica Evo von der Magnifica S?
Der entscheidende Unterschied liegt im Milchsystem. Die Magnifica S arbeitet mit einer manuellen Dampfdüse, der Milchschaum entsteht also von Hand im Kännchen. Die Magnifica Evo bringt die LatteCrema-Karaffe mit, die den Schaum automatisch erzeugt und ihn direkt ins Glas gibt. Dazu kommt bei der Evo das Soft-Touch-Bedienfeld statt der Drehknöpfe. Mahlwerk, herausnehmbare Brühgruppe, 15 bar und der 1,8-Liter-Tank sind bei beiden vergleichbar.
Warum unterscheiden sich die Preise für die ECAM290.61.SB so stark?
Die Magnifica Evo läuft seit 2023 und wird von vielen Händlern geführt, entsprechend unterschiedlich fallen die Kalkulationen aus. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot der beiden hier gelisteten Händler liegen aktuell rund 160 Euro für dasselbe Gerät mit derselben EAN. Ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich bei diesem Modell also mehr als bei den meisten anderen.