Technische Daten
| Modell | EQ600 iAroma TP601E09, Klavierlack schwarz |
|---|---|
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk |
| Getränke | bis zu 41 im Gerät und in der Home Connect App zusammen |
| Getränke direkt am Gerät | 22, darunter Espresso, Ristretto, Espresso doppio, Caffè Crema, Caffè Grande, Cappuccino, Latte macchiato, Flat White, Milchkaffee, Café au lait, Americano, Babyccino, Kaffeekanne |
| Getränke über die App | 19 weitere, darunter Cold Brew, Cold Brew Macchiato, Slow Brew, Cortado, Café con leche, Wiener Melange, Kleiner und Großer Brauner, Galão |
| XL-Getränke | Americano XL, Cappuccino XL, Latte macchiato XL, XL Kaffee, Heißwasser XL, bis 480 ml |
| Anzeige | TFT-Display mit Direktwahltasten und Touch-Bedienung |
| Favoriten | bis zu 5 gespeicherte Kaffeekreationen |
| Individuell einstellbar | Stärke, Größe, Milchmischverhältnis, aromaSelect |
| Aromafunktionen | aromaSelect mit drei Profilen (mild, ausgewogen, markant), aromaDouble Shot |
| Mahlwerk | ceramDrive, Keramik-Scheibenmahlwerk |
| Mahlgrad-Einstellung | 6 Stufen |
| Brüheinheit | herausnehmbar |
| Pumpendruck | 15 bar |
| Milchsystem | flexibler Cappuccinatore, Milchschlauch in ein beliebiges Gefäß |
| Doppelbezug | oneTouch DoubleCup, auch für Milchgetränke |
| Kannenfunktion | ja, bis zu 6 Tassen Caffè Crema auf Tastendruck |
| Schnellstart | quickCup: rund 2 Sekunden vom Standby bis zum Brühvorgang |
| Wassertank | 1,8 Liter, entnehmbar |
| Bohnenbehälter | 300 g, ein Behälter |
| Pulverschacht | nicht vorhanden |
| Kaffeeauslauf | höhenverstellbar von 8,5 bis 16,3 cm, dazu höhenverstellbare Tropfschale |
| Reinigungsprogramme | calc’nClean (Reinigen und Entkalken kombiniert), Entkalkerprogramm, Milchsystemreinigung, autoMilk Clean nach jedem Milchgetränk, Reinigung mit Tablette |
| Spülmaschinenfeste Teile | Abtropfplatte, XL-Klappe, Getränke-Auslass, Milchdüse, Milchschlauch, Kaffeesatzbehälter, Abtropfschale |
| Vernetzung | Home Connect mit Fernzugriff, Fernüberwachung, Ferndiagnose und Alexa-Sprachsteuerung |
| Zusatzfunktionen der App | coffeeWorld und coffeeWorld+ mit internationalen Rezepten |
| Anschlusswert | 1.500 W, 220–240 V |
| Maße (H × B × T) | 37,8 × 28,4 × 47,2 cm |
| Gewicht | 8,5 kg |
| Länge Anschlusskabel | 100 cm |
| EAN | 4242003969830 |
Einordnung
Der EQ600 ist die mittlere Baureihe der neuen Siemens-Generation und tritt an die Stelle der ausgelaufenen EQ.6 plus. Er bringt fast alles mit, was auch die teurere EQ700 hat: TFT-Display mit Touch, Home Connect, oneTouch DoubleCup, Kannenfunktion, XL-Getränke und das ceramDrive-Keramikmahlwerk. Gespart wird an Displaygröße, Vorratsmengen und Favoritenplätzen.
Grundlage dieser Einordnung sind das Siemens-Datenblatt zur TP601E09, die Technologiebeschreibungen des Herstellers zu iAroma, aromaSelect, quickCup und autoMilk Clean sowie die Händlerlistung mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Siemens einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
Die 41 Getränke, auseinandergenommen
Vollautomaten werden gern über Getränkezahlen verkauft, und diese hier lohnt den genauen Blick. Siemens nennt bis zu 41 Getränke “im Gerät und in der Home Connect App”, und genau so setzt sich die Zahl zusammen.
22 Getränke stehen direkt am Display: Espresso, Espresso doppio, Ristretto, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Caffè Grande, XL Kaffee, Americano, Americano XL, Cappuccino, Cappuccino XL, Latte macchiato, Latte macchiato XL, Flat White, Milchkaffee, Café au lait, Babyccino, geschäumte Milch, warme Milch, Heißwasser, Heißwasser XL und die Kaffeekanne.
19 weitere kommen über die App: darunter Cold Brew, Cold Brew Macchiato, Slow Brew, Cortado, Café cortado, Café con leche, Wiener Melange, Kleiner und Großer Brauner, Galão, Kaapi und koffie verkeerd. Wer das Gerät ohne WLAN betreibt, hat also 22 Getränke, was für die allermeisten Haushalte reicht. Wer Cold Brew im Gerät will, braucht die App-Anbindung. Der Weg ohne Maschine steht unter Cold Brew selbst machen.
XL-Getränke und die höhenverstellbare Tropfschale
Der wohl praktischste Unterschied zur alten Baureihe steckt im unteren Teil des Geräts. Der Auslauf fährt von 8,5 bis 16,3 cm hoch, dazu lässt sich die Tropfschale in der Höhe verstellen, und die XL-Getränke gehen bis 480 ml.
Gerechnet heißt das: Ein normaler To-Go-Becher misst 15 bis 16 cm und fasst etwa 400 ml. Bei der älteren EQ.6 plus mit ihren 14,1 cm Auslaufhöhe passt er nicht darunter, hier schon. Für alle, die den Kaffee morgens mit zur Arbeit nehmen, ist das der Unterschied zwischen Umfüllen und direkt Befüllen.
Die höhenverstellbare Tropfschale hat einen zweiten Effekt: Bei kleinen Espressotassen fährt sie nach oben, der Weg vom Auslauf in die Tasse wird kürzer, und die Crema bleibt stabiler.
Die Kannenfunktion: sechs Tassen ohne Danebenstehen
Die Kannenfunktion wird auf Datenblättern gern übersehen und ist eine der nützlichsten Funktionen im Alltag. Auf Tastendruck laufen bis zu sechs Tassen Caffè Crema hintereinander in ein Gefäß, ohne dass jemand nachstarten muss.
Wer schon einmal für sechs Personen einzeln Kaffee gezogen hat, kennt den Grund: Zwischen jeder Tasse steht ein Mahlvorgang, ein Brühvorgang und ein Tassenwechsel. Sechs Mal nacheinander bindet gut fünf Minuten am Gerät. Die Kannenfunktion nimmt das ab.
Für Milchgetränke gilt sie nicht, dort greift oneTouch DoubleCup. Der zieht zwei Getränke gleichzeitig, ausdrücklich auch Cappuccino und Latte macchiato. Das Gerät mahlt und brüht dafür zweimal vollständig, statt einen Bezug auf zwei Tassen zu verteilen. Der Unterschied ist geschmacklich relevant: Ein geteilter Bezug füllt die zweite Tasse mit stärker ausgelaugtem Kaffeemehl.
ceramDrive und sechs ausgewiesene Mahlgradstufen
Beim Mahlwerk setzt Siemens auf ceramDrive, ein Scheibenmahlwerk aus Keramik. Das Material leitet Wärme schlechter als Stahl, das Mahlgut erhitzt sich weniger, und weniger Wärme bedeutet weniger flüchtige Aromen, die schon vor dem Brühen entweichen. Die Bauarten im Vergleich stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk.
Bemerkenswert ist die Zahl daneben: Siemens weist für den EQ600 sechs Mahlgradstufen aus. In der älteren EQ.6-Baureihe beschreibt der Hersteller denselben Regler nur als mehrstufig, ohne Zahl. Für den Alltag ändert das wenig, weil der Mahlgrad einmal nach Bohne und Geschmack eingestellt und danach selten angefasst wird. Für den Datenvergleich beim Kauf ist es trotzdem ein Gewinn. Wichtig bleibt in beiden Fällen: Verstellt wird nur bei laufendem Mahlwerk, sonst drückt man die Scheiben gegeneinander.
Die 15 bar Pumpendruck liegen unter den 19 bar der EQ700 und sind trotzdem kein Nachteil in der Tasse. Extrahiert wird bei rund 9 bar, die höhere Zahl beschreibt die Reserve der Pumpe.
aromaSelect: drei Profile statt einer Stärkeskala
Neben der klassischen Stärkeeinstellung führt der EQ600 aromaSelect mit drei Profilen: mild, ausgewogen und markant. Die reine Stärkeeinstellung ändert die Kaffeemenge, aromaSelect greift zusätzlich in die Art der Extraktion ein.
Dazu kommt aromaDouble Shot: Für kräftigen Kaffee mahlt und brüht das Gerät zweimal hintereinander in dieselbe Tasse. Der Grund ist wieder die Extraktionszeit. Läuft viel Wasser durch eine einzige Portion Kaffeemehl, kommt in der zweiten Hälfte überwiegend Bitteres heraus. Zwei kürzere Durchläufe liefern dieselbe Stärke mit weniger davon. Was sonst noch für bittere Tassen sorgt, steht unter Kaffee schmeckt bitter aus der Maschine.
Zusammen mit Größe und Milchmischverhältnis ergeben sich daraus die Einstellungen, die sich auf fünf Favoritenplätzen speichern lassen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt reicht das bequem, ab vier Personen mit eigenen Vorlieben wird es knapp. Die EQ700 speichert an dieser Stelle bis zu 20.
Das Milchsystem ohne Behälter
Wie die ganze Baureihe arbeitet der EQ600 mit einem flexiblen Cappuccinatore: einem Steigrohr mit Schlauch, das in ein beliebiges Gefäß gehängt wird. Ein Milchbehälter liegt nicht bei.
Die Milchmenge ist damit nach oben offen, was bei mehreren Milchgetränken hintereinander praktisch ist. Die Kehrseite steht während des Bezugs sichtbar daneben: eine offene Packung auf der Arbeitsplatte, die danach zurück in den Kühlschrank gehört.
Für die Pflege übernimmt autoMilk Clean den entscheidenden Teil. Nach jedem Milchgetränk leitet das Gerät selbstständig Dampf durch Steigrohr, Schlauch und Düse. Das automatisiert genau den Handgriff, den man im Alltag am ehesten vergisst, und beugt der häufigsten Ursache für nachlassenden Milchschaum vor. Was sonst dahinterstecken kann, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum. In größeren Abständen bleibt eine gründliche Reinigung nötig, dafür dürfen Milchschlauch, Milchdüse und Getränke-Auslass in die Spülmaschine.
Wo Siemens spart: der fehlende Pulverschacht
Ein Detail im Datenblatt verdient mehr Aufmerksamkeit, als es üblicherweise bekommt. Der EQ600 hat keinen Trichter für Kaffeemehl, und das gilt genauso für die EQ700.
Im Alltag kostet das Flexibilität. Eine einzelne Tasse entkoffeinierter Kaffee am Abend, eine andere Sorte für Besuch oder ein Espresso aus vorgemahlener Ware: All das läuft über den Pulverschacht, wenn es einen gibt. Ohne ihn bleibt nur der Wechsel des kompletten Bohnenbehälters, und die Restbohnen im Mahlwerk kommen trotzdem in die nächste Tasse.
Die ausgelaufene EQ.6 plus s300 führt diesen Schacht noch. Wer regelmäßig zwischen zwei Kaffeesorten wechselt, sollte das vor dem Kauf abwägen.
Home Connect: was die App wirklich leistet
Die Vernetzung ist der eigentliche Sprung gegenüber der alten Baureihe, in der sie komplett fehlte. Über Home Connect laufen Fernzugriff, Fernüberwachung und Ferndiagnose, dazu die Sprachsteuerung über Amazon Alexa.
Drei Dinge daran sind handfest. Erstens die 19 zusätzlichen Rezepte samt coffeeWorld und coffeeWorld+, die den Getränkeumfang praktisch verdoppeln. Zweitens die Software-Updates: Ein vernetztes Gerät bekommt über Jahre neue Funktionen, ein Gerät ohne Anbindung bleibt auf dem Stand des Kauftags. Drittens die Ferndiagnose, mit der der Kundendienst Fehlerbilder auslesen kann, statt sie sich am Telefon beschreiben zu lassen.
Was die App nicht abnimmt: Bohnen nachfüllen, Wasser auffüllen, Satzbehälter leeren. Der Bezug per Handy vom Sofa aus setzt voraus, dass jemand vorher eine Tasse untergestellt hat.
Der Abstand zur EQ700 und was er kauft
Diese Frage entscheidet die Kaufentscheidung. Der EQ600 steht aktuell bei 779,00 €, die EQ700 bei 949,00 €.
Für die rund 170 Euro Aufpreis bekommt man bei der EQ700 das 5-Zoll-Full-Touch-Display, 2,4 statt 1,8 Liter Wassertank, 320 statt 300 Gramm Bohnenbehälter, bis zu 20 statt 5 Favoritenplätze, 19 statt 15 bar Pumpendruck und die Geräuschreduzierung superSilent. An Mahlwerk, Brüheinheit, Milchsystem, Kannenfunktion, oneTouch DoubleCup und Home Connect sind sich beide gleich.
Wie sich das rechnet, hängt am Haushalt. Der größere Wassertank spart bei vier Kaffeetrinkern pro Tag etwa eine Füllung, die 20 Favoriten lohnen sich ab drei Personen mit eigenen Vorlieben, und superSilent zahlt sich in offenen Küchen aus, in denen morgens noch jemand schläft. In einem Zwei-Personen-Haushalt ist der EQ600 dagegen der klar vernünftigere Kauf.
Stellfläche, Vorräte und Pflege
Der EQ600 misst 37,8 × 28,4 × 47,2 cm und wiegt 8,5 kg, was ihn zum leichtesten Gerät im Siemens-Feld macht. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben rund 13 cm für Steckdose und Kabel, beim Befüllen des Bohnenbehälters braucht es Luft nach oben.
Bei den Vorräten heißt das gerechnet: Der 1,8-Liter-Tank reicht bei 120 ml je Tasse für rund 15 Bezüge, die 300 Gramm Bohnen bei etwa 9 Gramm je Bezug für gut 33 Tassen. Bei vier Tassen täglich wird der Bohnenbehälter also etwa alle acht Tage nachgefüllt, der Tank alle drei bis vier Tage. Wie viel Kaffeemehl je Tasse sinnvoll ist, steht unter wie viel Kaffee pro Tasse.
Für Kalk führt Siemens calc’nClean, ein kombiniertes Programm aus Reinigen und Entkalken. Wann es fällig wird, berechnet das Gerät aus der eingestellten Wasserhärte, weshalb diese Einstellung beim Einrichten wichtiger ist, als sie wirkt. Wie sich die Härte des Leitungswassers bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, die Routine unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken. Die Brüheinheit selbst bleibt herausnehmbar und gehört unter fließendes warmes Wasser, der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Display | Wassertank | Favoriten | Besonderheit | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Siemens EQ600 TP601E09 (dieses Modell) | TFT mit Direktwahltasten | 1,8 l | 5 | Kannenfunktion, XL bis 480 ml | um 779 € |
| Siemens EQ700 TP725ET7 | 5 Zoll Full-Touch | 2,4 l | 20 | superSilent, 19 bar | um 949 € |
| Siemens EQ.6 plus s700 | coffeeSelect Farbdisplay | 1,7 l | 4 | isolierter Milchbehälter, Pulverschacht | um 599 € |
| Siemens EQ900 TQ903D43 | Full-Touch, beleuchtete Tassenablage | 2,4 l | 30 | zwei Bohnenbehälter, eGrinder | um 1.349 € |
Die Tabelle zeigt, wo der EQ600 steht. Nach oben trennen ihn Displaygröße, Vorratsmengen und Favoritenplätze von der EQ700, zu einem Aufpreis von rund 170 Euro. Nach unten liegt die auslaufende EQ.6 plus s700 rund 180 Euro günstiger, bringt dafür einen isolierten Milchbehälter und den Pulverschacht mit, verzichtet aber auf Vernetzung, Kannenfunktion und XL-Getränke.
Für wen sich die Maschine lohnt
Der EQ600 passt zu Haushalten, die Vielfalt wollen und das Gerät vernetzt betreiben: 41 Getränke, Cold Brew über die App, Software-Updates und Sprachsteuerung sind an dieser Stelle ein echter Sprung gegenüber der alten Serie. Er passt außerdem zu allen, die regelmäßig für mehrere Personen Kaffee machen, weil Kannenfunktion und oneTouch DoubleCup zusammen viel Zeit am Gerät sparen. Und er passt zu To-Go-Trinkern, denn 16,3 cm Auslaufhöhe und 480 ml Getränkegröße gibt es in dieser Preisklasse selten.
Weniger passend ist er in zwei Fällen. Wer täglich zwischen Bohnen und vorgemahlenem Kaffee wechseln möchte, vermisst den Pulverschacht spürbar. Und wer ein Gerät ohne WLAN betreiben will, bezahlt einen Teil des Preises für Funktionen, die dann ungenutzt bleiben; die EQ.6 plus s700 ist dafür die günstigere Wahl.
Fazit
Der TP601E09 ist der Vollautomat, den die meisten Haushalte in dieser Preisklasse suchen: TFT-Display mit Direktwahltasten, 22 Getränke am Gerät und 19 weitere über die App, Kannenfunktion für sechs Tassen, Doppelbezug auch für Milchgetränke, XL-Getränke bis 480 ml und ein Keramikmahlwerk mit sechs ausgewiesenen Mahlgradstufen. Die Pflege nimmt ihm autoMilk Clean weitgehend ab, die Brüheinheit bleibt trotzdem von Hand erreichbar.
Zwei Vorbehalte gehören dazu. Der fehlende Pulverschacht kostet Flexibilität beim Wechsel zwischen zwei Kaffeesorten, und ein Milchbehälter liegt nicht bei. Wer damit leben kann, bekommt für 779,00 € die aktuelle Siemens-Technik ohne den Aufpreis der EQ700, deren Mehrwert vor allem in Displaygröße, Vorratsmengen und Favoritenplätzen liegt.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Kannenfunktion für bis zu sechs Tassen Caffè Crema: In dieser Preisklasse führen längst nicht alle Geräte eine Kanne
- oneTouch DoubleCup zieht zwei Getränke gleichzeitig, ausdrücklich auch Cappuccino und Latte macchiato
- XL-Getränke bis 480 ml mit Auslauf bis 16,3 cm und höhenverstellbarer Tropfschale: To-Go-Becher passen darunter
- Sechs ausgewiesene Mahlgradstufen, während Siemens den Regler in der älteren EQ.6-Baureihe nur als mehrstufig beschreibt
- Home Connect mit Fernzugriff, Ferndiagnose und Alexa-Sprachsteuerung, dazu Software-Updates über die App
- Herausnehmbare Brüheinheit plus autoMilk Clean: Der Brühweg ist von Hand erreichbar, das Milchsystem wird automatisch gespült
- Mit 8,5 kg das leichteste Gerät im Siemens-Vergleichsfeld, was das Rücken zum Putzen erleichtert
Das spricht dagegen
- Kein Pulverschacht: Für eine einzelne Tasse entkoffeinierten Kaffee muss der Bohnenbehälter gewechselt werden. Die ältere EQ.6 plus hat den Trichter noch
- Kein Milchbehälter im Lieferumfang: Die Maschine zieht die Milch über ein Steigrohr aus einem Gefäß, das offen daneben steht
- Von den 41 Getränken sind 19 an die Home Connect App gebunden, darunter Cold Brew und Slow Brew
- Nur fünf Favoritenplätze, die EQ700 speichert bis zu 20 personalisierte Getränke
- Siemens führt superSilent für dieses Modell als "Nein"; die Geräuschreduzierung bleibt der EQ700 vorbehalten
- Der Wassertank fasst 1,8 Liter und damit deutlich weniger als die 2,4 Liter der EQ700
Häufige Fragen
Wie viele Getränke kann der Siemens EQ600 TP601E09 zubereiten?
Siemens nennt bis zu 41 Getränke, und diese Zahl setzt sich aus zwei Teilen zusammen. 22 Getränke stehen direkt am Gerät zur Auswahl, darunter Espresso, Ristretto, Caffè Crema, Cappuccino, Latte macchiato, Flat White, Americano und die Kannenfunktion. 19 weitere Rezepte kommen über die Home Connect App dazu, etwa Cold Brew, Slow Brew, Cortado und Wiener Melange. Ohne App bleibt es bei den 22 Getränken am Display.
Hat der Siemens EQ600 einen Milchbehälter?
Nein. Das Gerät arbeitet mit einem flexiblen Cappuccinatore: einem Steigrohr mit Schlauch, das in ein beliebiges Gefäß gehängt wird, etwa in die Milchpackung oder ein Glas. Ein Behälter liegt nicht bei. Die Milchmenge ist damit nach oben offen, die Packung steht während des Bezugs allerdings offen auf der Arbeitsplatte. Nach jedem Milchgetränk spült autoMilk Clean das System automatisch mit Dampf.
Was ist der Unterschied zwischen Siemens EQ600 und EQ700?
Beide teilen sich das ceramDrive-Keramikmahlwerk mit sechs Mahlgradstufen, die herausnehmbare Brüheinheit, autoMilk Clean, oneTouch DoubleCup, die Kannenfunktion und Home Connect. Die EQ700 bekommt zusätzlich das 5-Zoll-Full-Touch-Display, 19 statt 15 bar Pumpendruck, 2,4 statt 1,8 Liter Wassertank, 320 statt 300 Gramm Bohnenbehälter, bis zu 20 statt 5 Favoritenplätze und die Geräuschreduzierung superSilent. Der Preisabstand liegt bei rund 170 Euro.
Kann der EQ600 Cold Brew zubereiten?
Ja, allerdings über die Home Connect App. Cold Brew, Cold Brew Macchiato und Slow Brew stehen im App-Teil der Getränkeliste und werden von dort ans Gerät geschickt. Am Display allein sind sie nicht anwählbar. Wer die kalte Extraktion regelmäßig nutzen will, braucht also die App-Anbindung. Slow Brew arbeitet dabei mit langsamer Extraktion bei niedrigerer Temperatur, Cold Brew zieht das Getränk komplett kalt.
Hat der Siemens EQ600 einen Pulverschacht?
Nein, Siemens weist den Trichter für Kaffeemehl für dieses Modell nicht aus, und das gilt auch für die EQ700. Eine einzelne Tasse aus vorgemahlenem Kaffee, etwa entkoffeiniert am Abend, ist damit nicht vorgesehen. Wer zwischen zwei Sorten wechseln will, muss den Bohnenbehälter leeren oder findet den Schacht in der älteren Baureihe EQ.6 plus.
Wie funktioniert die Kannenfunktion des EQ600?
Auf Tastendruck bereitet das Gerät bis zu sechs Tassen Caffè Crema hintereinander in ein Gefäß zu, ohne dass jemand daneben stehen und einzeln nachstarten muss. Praktisch ist das bei Besuch oder am Sonntagmorgen, wenn mehrere Tassen gleichzeitig gebraucht werden. Die Kannenfunktion gilt für schwarzen Kaffee, Milchgetränke laufen weiterhin einzeln oder zu zweit über oneTouch DoubleCup.
Was bringt quickCup beim EQ600?
Die Funktion verkürzt den Weg vom Standby bis zum Brühstart auf rund zwei Sekunden. Bei älteren Vollautomaten vergehen zwischen Einschalten, Aufheizen und Spülgang gut und gern 40 Sekunden. Der Unterschied fällt vor allem morgens auf, wenn drei Personen nacheinander an die Maschine gehen und jede auf das Aufheizen wartet.
Wie viele Mahlgradstufen hat der Siemens EQ600?
Sechs Stufen, das weist Siemens im Datenblatt ausdrücklich aus. Das ist bemerkenswert, weil der Hersteller den Regler in der älteren EQ.6-Baureihe nur als mehrstufig beschreibt. Sechs Stufen reichen in der Praxis aus, weil der Mahlgrad einmal nach Bohne und Geschmack eingestellt und danach selten verändert wird. Wichtig bleibt: Verstellt wird nur bei laufendem Mahlwerk.
Wie viel Platz braucht der Siemens EQ600?
Das Gerät misst 37,8 cm in der Höhe, 28,4 cm in der Breite und 47,2 cm in der Tiefe bei 8,5 kg. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben rund 13 cm für Steckdose und Kabel. Der Bohnenbehälter wird von oben befüllt, unter einem Hängeschrank in 45 cm Höhe wird das eng. Das geringe Gewicht hilft beim Rücken zum Putzen.
Welche Teile des EQ600 dürfen in die Spülmaschine?
Siemens nennt Abtropfplatte, XL-Klappe, Getränke-Auslass, Milchdüse, Milchschlauch, Kaffeesatzbehälter und Abtropfschale. Damit sind alle Teile abgedeckt, die regelmäßig mit Milch oder Kaffeesatz in Kontakt kommen. Die Brüheinheit gehört ausdrücklich nicht dazu, sie wird von Hand unter fließendem warmem Wasser ausgespült.