Technische Daten
| Modell | TE653501DE (Baureihe EQ.6 plus s300), Silber mit schwarzen Elementen |
|---|---|
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk |
| Getränke | 11: Espresso, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Cappuccino, Latte macchiato, Milchkaffee, Americano, Flat White, geschäumte Milch, warme Milch, Heißwasser |
| Anzeige | coffeeSelect Display mit Direktwahltasten; Siemens führt das Displaykonzept als LCD |
| Favoriten | individualCoffee System: Stärke, Menge und Temperatur je Getränk anpassbar und speicherbar |
| Mahlwerk | ceramDrive, Keramik-Scheibenmahlwerk |
| Mahlgrad-Einstellung | mehrstufig über Drehregler; eine Stufenzahl weist Siemens nicht aus |
| Brüheinheit | herausnehmbar |
| Pumpendruck | 15 bar |
| Brühsystem | iAroma System aus Keramikmahlwerk, Durchlauferhitzer, Pumpe und Brüheinheit |
| Aromafunktion | aromaDouble Shot: zweimal mahlen und brühen für starken Kaffee mit kürzerer Extraktionszeit |
| Milchsystem | flexibler Cappuccinatore, Milchschlauch in ein beliebiges Gefäß |
| Milchbehälter | nicht im Lieferumfang |
| Doppelbezug | zwei Tassen gleichzeitig; oneTouch DoubleCup für Milchgetränke weist Siemens für dieses Modell nicht aus |
| Kannenfunktion | nein |
| Wassertank | 1,7 Liter, entnehmbar |
| Bohnenbehälter | 300 g, ein Behälter |
| Pulverschacht | vorhanden, Trichter für Kaffeemehl |
| Kaffeeauslauf | höhenverstellbar von 8,6 bis 14,1 cm |
| Reinigungsprogramme | automatische Reinigung mit Tablette, Entkalkerprogramm, Milchsystemreinigung, autoMilk Clean nach jedem Milchgetränk |
| Spülmaschinenfeste Teile | Abtropfplatte, Getränke-Auslass, Milchdüse, Milchschlauch, Kaffeesatzbehälter, Abtropfschale |
| Vernetzung | keine; Home Connect führt Siemens erst ab der EQ600 |
| Anschlusswert | 1.500 W, 220–240 V |
| Maße (H × B × T) | 38,5 × 28 × 46,5 cm |
| Gewicht | 9,4 kg |
| Länge Anschlusskabel | 100 cm |
| EAN | 4242003803516 |
Einordnung
Die EQ.6 plus s300 ist der Einstieg in die Baureihe, die Siemens jahrelang zwischen der einfachen EQ.3 und der teuren EQ.9 positioniert hat. Sie bringt das ceramDrive-Keramikmahlwerk, das iAroma-System und die herausnehmbare Brüheinheit der großen Geräte mit, spart dafür beim Milchsystem und bei der Anzeige. Inzwischen hat Siemens die Serie durch EQ600 und EQ700 abgelöst, was den Preis in Bewegung gebracht hat.
Grundlage dieser Einordnung sind das Siemens-Datenblatt zur TE653501DE, die Technologiebeschreibungen des Herstellers zu iAroma, ceramDrive und autoMilk Clean sowie die Händlerlistung mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Siemens einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
Der flexible Cappuccinatore: Milch ohne Behälter
Das Milchsystem ist der Punkt, an dem sich die s300 von ihren größeren Schwestern unterscheidet. Sie arbeitet mit einem flexiblen Cappuccinatore, also einem Steigrohr mit Schlauch, das in ein beliebiges Gefäß gehängt wird. Ein Milchbehälter liegt nicht bei.
Das hat einen unterschätzten Vorteil: Die Milchmenge ist nach oben offen. Wer für vier Personen Cappuccino macht, hängt den Schlauch in eine Ein-Liter-Packung und ist fertig, während ein 0,5-Liter-Behälter nach fünf Getränken nachgefüllt werden will. Auch das Umfüllen entfällt, die Packung kommt aus dem Kühlschrank und geht direkt zurück.
Der Preis dafür ist Optik und Handhabung. Während des Bezugs steht die offene Packung auf der Arbeitsplatte, und wer sie stehen lässt, hat lauwarme Milch. Die s700 löst das mit einem isolierten Edelstahlbehälter, der die Milch über eine Frühstücksrunde kühl hält. Beide Bauarten teilen sich dieselbe Schwachstelle, nämlich Milchreste im Schlauchsystem. Was daraus folgen kann, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.
autoMilk Clean: was die Automatik übernimmt
Genau an dieser Stelle setzt Siemens an. Nach jedem Milchgetränk leitet das Gerät selbstständig Dampf durch Steigrohr, Schlauch und Milchdüse. Die Funktion heißt autoMilk Clean und läuft ohne Zutun.
Das ist mehr wert, als die Zeile im Datenblatt vermuten lässt, weil sie den unzuverlässigsten Teil der Pflege automatisiert: den täglichen Handgriff. Bei einem Gerät ohne diese Funktion reicht eine vergessene Woche, und die Milchreste sitzen im System.
Aufgehoben ist der Aufwand damit nicht. Dampf löst den Milchfilm an den Schlauchwänden nur zum Teil, deshalb gehören Schlauch und Düse in größeren Abständen gründlich gereinigt. Siemens macht das hier bequem: Milchschlauch, Milchdüse und Getränke-Auslass dürfen in die Spülmaschine, dazu Abtropfplatte, Abtropfschale und Kaffeesatzbehälter.
ceramDrive und iAroma: die Technik der großen Serien
Beim Innenleben spart Siemens an dieser Stelle wenig. Unter dem Begriff iAroma fasst der Hersteller das Zusammenspiel aus Keramikmahlwerk, Durchlauferhitzer, Pumpe und Brüheinheit zusammen, und diese Bauteilfamilie findet sich auch in der EQ700 und der EQ900 wieder.
ceramDrive ist ein Scheibenmahlwerk aus Keramik. Das Material leitet Wärme schlechter als Stahl, das Mahlgut erhitzt sich weniger, und weniger Wärme im Mahlgang bedeutet weniger flüchtige Aromen, die schon vor dem Brühen entweichen. Die Bauarten im Vergleich stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk. Eine Zahl bleibt Siemens hier schuldig: Wie viele Mahlgradstufen der Regler hat, weist das Datenblatt nicht aus, es beschreibt ihn nur als mehrstufig. Die neuere EQ600 nennt an derselben Stelle sechs Stufen.
Die 15 bar Pumpendruck liegen unter den 19 bar der s700 und sind trotzdem kein Nachteil in der Tasse. Extrahiert wird bei rund 9 bar, die höhere Zahl beschreibt die Reserve der Pumpe. Der Wert taugt zum Vergleich von Datenblättern und sagt über den Geschmack wenig aus.
aromaDouble Shot: stark ohne bitter
Für kräftigen Kaffee führt die s300 die Funktion aromaDouble Shot. Das Gerät mahlt und brüht dabei zweimal hintereinander in dieselbe Tasse, statt einen einzigen langen Durchlauf zu fahren.
Der Grund dafür ist die Extraktionszeit. Läuft viel Wasser durch dieselbe Portion Kaffeemehl, kommt in der zweiten Hälfte überwiegend Bitteres heraus. Zwei kürzere Durchläufe liefern dieselbe Stärke mit deutlich weniger davon. Wer seinen Kaffee kräftig mag, stellt hier also besser die Funktion ein als nur die Stärke hochzudrehen. Was sonst noch für bittere Tassen sorgt, steht unter Kaffee schmeckt bitter aus der Maschine.
Beim Doppelbezug zieht Siemens dagegen eine Grenze. Zwei Tassen gleichzeitig gibt es für schwarzen Kaffee, die Anzeige nennt das “2 Espressi”. Die Funktion oneTouch DoubleCup, mit der auch zwei Cappuccino parallel laufen, führt das Datenblatt für dieses Modell nicht.
Die Anzeige und was sie kostet
Siemens beschreibt die Bedienung als coffeeSelect Display mit Direktwahltasten und führt das Displaykonzept zugleich als LCD. In der Praxis heißt das: eine Reihe Getränkesymbole über einer schmalen Anzeige, die Stärke, Menge und Zubereitungsschritt zeigt.
Für den Alltag reicht das vollkommen aus, weil ein Getränk einen Tastendruck entfernt liegt und kein Menüweg dazwischen steht. Im Vergleich der Preisklasse fällt es trotzdem auf: Die s700 zeigt ein Farbdisplay, die EQ600 ein TFT-Display mit Touch. Wer den optischen Eindruck der Küche mitbewertet, sollte sich die drei Fronten nebeneinander ansehen.
Der Pulverschacht, den die neuen Serien nicht mehr haben
Ein Detail im Datenblatt verdient mehr Aufmerksamkeit, als es normalerweise bekommt: Die s300 hat einen Trichter für Kaffeemehl. Damit lässt sich eine einzelne Tasse aus vorgemahlenem Kaffee ziehen, ohne den Bohnenbehälter zu leeren.
Praktisch ist das vor allem für entkoffeinierten Kaffee am Abend oder für eine zweite Sorte, wenn Besuch da ist. Bemerkenswert daran: Bei EQ600 und EQ700 führt Siemens diesen Schacht laut Datenblatt nicht mehr. Wer regelmäßig zwischen zwei Kaffeesorten wechselt, bekommt an dieser Stelle im alten Gerät mehr als in den neuen.
Der Preisabstand zur s700 und was er bedeutet
Dieser Punkt entscheidet über die Kaufempfehlung. Die s300 steht aktuell bei 489,99 €, die s700 mit derselben Technik und mehr Ausstattung bei 729,93 €.
Für den Abstand von rund 60 Euro kommen bei der s700 ein Farbdisplay, der isolierte Edelstahl-Milchbehälter mit 0,5 Litern, oneTouch DoubleCup auch für Milchgetränke, vier feste Favoritenplätze und 19 bar Pumpendruck dazu. Bei einem Gerät dieser Preisklasse ist das ein deutliches Mehr für wenig Geld.
Zwei Dinge sprechen trotzdem für die s300. Der Preis beider Modelle schwankt im Abverkauf stark, je nach Tag kann der Abstand größer oder kleiner sein, ein Blick auf beide lohnt sich also vor dem Klick. Und wer die Milch ohnehin lieber aus der Packung zieht, zahlt bei der s700 für einen Behälter mit, den er nicht braucht.
Herausnehmbare Brüheinheit und Entkalken
Die Brüheinheit sitzt hinter einer Serviceklappe und lässt sich entnehmen. Das ist der handfeste Vorteil gegenüber Geräten mit fest verbauter Einheit: Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die mit der Zeit ranzig werden und den Geschmack beeinflussen. Ein Automatikprogramm erreicht sie zum großen Teil, ein regelmäßiges Ausspülen unter fließendem Wasser erreicht sie vollständig. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Abwägung der Bauarten unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.
Für den Rest führt die s300 eine automatische Reinigung mit Tablette, ein eigenes Entkalkerprogramm und ein Programm für das Milchsystem. Wann entkalkt werden muss, berechnet das Gerät aus der eingestellten Wasserhärte, weshalb diese Einstellung beim Einrichten wichtiger ist, als sie wirkt. Wie sich die Härte des eigenen Leitungswassers bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, die Routine unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.
Stellfläche und Vorratsgrößen im Alltag
Die s300 misst 38,5 × 28 × 46,5 cm und wiegt 9,4 kg. Damit gehört sie zu den breiteren Geräten ihrer Klasse, die schmalen Philips-Vollautomaten stehen mit knapp 25 cm daneben. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben rund 13 cm für Steckdose und Kabel.
Bei den Vorräten heißt das gerechnet: Der 1,7-Liter-Tank reicht bei 120 ml je Tasse für rund 14 Bezüge, die 300 Gramm Bohnen bei etwa 9 Gramm je Bezug für gut 33 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird der Bohnenbehälter also etwa alle vier Tage nachgefüllt, der Tank deutlich häufiger. Wie viel Kaffeemehl je Tasse sinnvoll ist, steht unter wie viel Kaffee pro Tasse.
Unter den Auslauf passen Gefäße von 8,6 bis 14,1 cm. Für Latte-macchiato-Gläser reicht das, hohe To-Go-Becher stoßen an die Grenze. Die neueren EQ-Serien fahren an dieser Stelle bis über 16 cm hoch.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Milchsystem | Anzeige | Besonderheit | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| Siemens EQ.6 plus s300 (dieses Modell) | Schlauch in ein beliebiges Gefäß | LCD mit Direktwahltasten | Pulverschacht, aromaDouble Shot | um 539 € |
| Siemens EQ.6 plus s700 | Schlauch zum isolierten Edelstahlbehälter, 0,5 l | coffeeSelect Farbdisplay | oneTouch DoubleCup auch für Milch | um 599 € |
| Siemens EQ500 classic TP513D09 | Schlauch in den Milchkarton | Farbdisplay | schlanker Einstieg in die neue Optik | um 399 € |
| Philips 3300 EP3341/50 | LatteGo, zweiteilig ohne Schlauch | TFT-Display | 24,6 cm Breite, Iced-Coffee-Funktion | um 399 € |
Die Tabelle zeigt, wo die s300 steht. Nach oben trennt sie wenig von der s700, und dieses Wenige kostet aktuell rund 60 Euro. Nach unten liegt die EQ500 mit Farbdisplay und schmalerem Preis, dafür ohne Pulverschacht. Quer dazu steht die Philips 3300 mit dem entgegengesetzten Milchkonzept: eine zweiteilige LatteGo-Einheit ohne Schlauch, die in die Spülmaschine wandert.
Für wen sich die Maschine lohnt
Die s300 passt zu Haushalten, die vor allem schwarzen Kaffee trinken und das Milchsystem gelegentlich nutzen. Der Cappuccinatore aus der Packung ist dafür die unkomplizierteste Lösung, und autoMilk Clean nimmt die Pflege ab. Sie passt außerdem zu allen, die zwischen zwei Kaffeesorten wechseln und den Pulverschacht dafür brauchen.
Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer regelmäßig mehrere Milchgetränke hintereinander macht, fährt mit der s700 und ihrem isolierten Behälter samt Doppelbezug spürbar besser. Und wer ein aktuelles Gerät mit App-Anbindung und großem Display sucht, ist bei der EQ600 oder der EQ700 richtig.
Fazit
Die TE653501DE ist ein solider Vollautomat mit dem richtigen Innenleben: ceramDrive-Keramikmahlwerk, iAroma-System, herausnehmbare Brüheinheit und eine Dampfreinigung des Milchsystems nach jedem Getränk. Der Pulverschacht ist ein Extra, das die neuen Siemens-Serien nicht mehr bieten.
Der Vorbehalt betrifft das Preisgefüge. Bei 489,99 € liegt die besser ausgestattete s700 nur rund 60 Euro darüber und bringt Farbdisplay, Milchbehälter und Doppelbezug für Milchgetränke mit. Wer die Milch ohnehin aus der Packung zieht und den Pulverschacht schätzt, bekommt mit der s300 ein ehrliches Gerät zum Abverkaufspreis. Für alle anderen sind die 60 Euro Aufpreis das bessere Geschäft.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Herausnehmbare Brüheinheit: Der Brühweg lässt sich regelmäßig unter fließendem Wasser ausspülen, ohne Automatikprogramm
- autoMilk Clean spült Schlauch und Milchdüse nach jedem Bezug automatisch mit Dampf, ganz ohne Handgriff
- Das ceramDrive-Keramikmahlwerk stammt aus derselben Bauteilfamilie wie in der EQ700 und der EQ900
- Der flexible Cappuccinatore zieht die Milch aus jedem Gefäß, die Milchmenge ist damit nach oben offen
- Pulverschacht für vorgemahlenen Kaffee, den die neuen Baureihen EQ600 und EQ700 nicht mehr führen
- Milchschlauch, Milchdüse, Getränke-Auslass und Kaffeesatzbehälter dürfen laut Siemens in die Spülmaschine
- 300 Gramm Bohnenbehälter, mehr als bei den schmalen Einsteigergeräten von Philips
Das spricht dagegen
- Der Preisabstand zur deutlich besser ausgestatteten s700 ist klein: Für rund 60 Euro mehr kommen Farbdisplay, isolierter Edelstahl-Milchbehälter und oneTouch DoubleCup dazu
- Kein Milchbehälter im Lieferumfang: Die Milchpackung steht während des Bezugs offen neben dem Gerät
- Siemens führt das Displaykonzept als LCD, die Anzeige bleibt damit unter dem, was Geräte ab 500 Euro heute zeigen
- Der Doppelbezug gilt für schwarzen Kaffee; zwei Cappuccino auf einen Tastendruck weist Siemens hier nicht aus
- Keine Kannenfunktion und keine Vernetzung: Beides beginnt bei Siemens erst mit der EQ600
- Auslaufmodell: Die Baureihe EQ.6 plus wurde durch EQ600 und EQ700 abgelöst, neue Funktionen kommen keine mehr dazu
Häufige Fragen
Welche Getränke kann die Siemens EQ.6 plus s300 zubereiten?
Siemens nennt für die TE653501DE elf Getränke: Espresso, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Cappuccino, Latte macchiato, Milchkaffee, Americano, Flat White, geschäumte Milch, warme Milch und Heißwasser. Die Auswahl läuft über Direktwahltasten oberhalb des Displays. Stärke, Menge und Temperatur lassen sich je Getränk anpassen und über das individualCoffee System speichern.
Hat die EQ.6 plus s300 einen Milchbehälter?
Nein. Das Gerät arbeitet mit einem flexiblen Cappuccinatore, also einem Milchschlauch mit Steigrohr, den Du in ein beliebiges Gefäß hängst: in die Milchpackung, ein Glas oder eine kleine Kanne. Der Vorteil liegt in der freien Menge, weil kein Behälter die Füllmenge begrenzt. Der Nachteil liegt darin, dass die Milch während des Bezugs offen daneben steht und danach zurück in den Kühlschrank gehört. Die größere s700 bringt dafür einen isolierten Edelstahlbehälter mit 0,5 Litern mit.
Was ist der Unterschied zwischen EQ.6 plus s300 und s700?
Beide teilen sich Gehäusegröße, ceramDrive-Keramikmahlwerk, das iAroma-System, die herausnehmbare Brüheinheit und autoMilk Clean. Die s700 bekommt zusätzlich das coffeeSelect-Farbdisplay, einen isolierten Edelstahl-Milchbehälter mit 0,5 Litern, oneTouch DoubleCup auch für Milchgetränke, vier feste Favoritenplätze und 19 statt 15 bar Pumpendruck. In der Tasse ist zwischen beiden nach Datenlage kein Unterschied zu erwarten, im Bedienkomfort schon.
Wie funktioniert autoMilk Clean bei der s300?
Nach jedem Milchgetränk leitet das Gerät selbstständig Dampf durch Steigrohr, Schlauch und Milchdüse und spült die Reste heraus. Das automatisiert genau den Handgriff, den man im Alltag am ehesten vergisst. Eine gründliche Reinigung bleibt in größeren Abständen trotzdem nötig, weil Dampf den Milchfilm an den Schlauchwänden nur teilweise löst. Milchschlauch und Milchdüse dürfen dafür laut Siemens in die Spülmaschine.
Lässt sich die Brüheinheit der EQ.6 plus s300 herausnehmen?
Ja. Die Brüheinheit sitzt hinter einer Serviceklappe, lässt sich entriegeln, entnehmen und unter fließendem warmem Wasser ausspülen. Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die ein Automatikprogramm nur zum Teil erreicht. Genau das ist der Vorteil gegenüber Geräten mit fest verbauter Einheit, etwa denen von JURA.
Kann die s300 zwei Tassen gleichzeitig zubereiten?
Für schwarzen Kaffee ja, das Display zeigt dafür die Anzeige "2 Espressi". Die Funktion oneTouch DoubleCup, mit der auch zwei Milchspezialitäten gleichzeitig laufen, weist Siemens für dieses Modell allerdings nicht aus. Wer regelmäßig zwei Cappuccino hintereinander braucht, findet das in der s700 oder in der EQ600.
Was bedeutet aromaDouble Shot?
Bei dieser Funktion mahlt und brüht das Gerät zweimal hintereinander in dieselbe Tasse. Der Sinn liegt in der Extraktionszeit: Eine große Menge Kaffee aus einem einzigen langen Durchlauf löst gegen Ende vor allem Bitterstoffe heraus. Zwei kürzere Durchläufe liefern dieselbe Stärke mit weniger Bitterkeit. Für kräftigen Kaffee ist das die bessere Wahl gegenüber der reinen Mengenerhöhung.
Hat die Siemens EQ.6 plus s300 WLAN oder eine App?
Nein. Home Connect und die Steuerung per App beginnen bei Siemens mit der EQ600. Bei der EQ.6 plus laufen alle Einstellungen über das Display am Gerät. Für einen Vollautomaten, der in der Küche steht und dort bedient wird, fällt das im Alltag selten ins Gewicht.
Wie viel Platz braucht die EQ.6 plus s300?
Das Gerät misst 38,5 cm in der Höhe, 28 cm in der Breite und 46,5 cm in der Tiefe bei 9,4 kg. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben rund 13 cm für Steckdose und Kabel. Der Bohnenbehälter wird von oben befüllt, unter einem Hängeschrank in 45 cm Höhe wird das eng. Unter den höhenverstellbaren Auslauf passen Gefäße bis 14,1 cm.
Kann man in der s300 auch gemahlenen Kaffee verwenden?
Ja, das Gerät hat einen Trichter für Kaffeemehl. Damit lässt sich eine einzelne Tasse aus vorgemahlenem Kaffee ziehen, ohne den Bohnenbehälter zu leeren. Für entkoffeinierten Kaffee am Abend ist das der praktischste Weg. Bemerkenswert daran: Die neueren Baureihen EQ600 und EQ700 führen diesen Schacht laut Siemens-Datenblatt nicht mehr.