Technische Daten
| Modell | TE657M03DE (Baureihe EQ.6 plus s700), Edelstahl |
|---|---|
| Weitere Ausführungen | TE657509DE in Dark inox (laut Siemens-Datenblatt sonst identisch), TE657F03DE mit zusätzlicher Kannenfunktion für bis zu 6 Tassen Caffè Crema |
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk |
| Getränke | Espresso, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Cappuccino, Latte macchiato, Milchkaffee, Americano, Flat White, Kleiner Brauner, Milchschaum, heißes Wasser |
| Favoriten | 4 Speicherplätze für individuell angepasste Getränke |
| Anzeige | coffeeSelect Display, Farbdisplay mit Direktwahltasten |
| Mahlwerk | ceramDrive, Keramik-Scheibenmahlwerk |
| Mahlgrad-Einstellung | mehrstufig über Drehregler; eine Stufenzahl weist Siemens nicht aus |
| Brüheinheit | herausnehmbar |
| Pumpendruck | 19 bar |
| Brühsystem | sensoFlow System für konstante Brühtemperatur, iAroma System |
| Brühtemperatur | 3 Stufen einstellbar |
| Milchsystem | Milchschlauch zum externen Behälter, autoMilk Clean nach jedem Bezug |
| Milchbehälter | isolierter Edelstahlbehälter, 0,5 Liter, im Lieferumfang |
| Doppelbezug | oneTouch DoubleCup, auch für Milchgetränke |
| Wassertank | 1,7 Liter, entnehmbar |
| Wasserfilter | BRITA Intenza, im Lieferumfang |
| Bohnenbehälter | 300 g mit Aromaschutzdeckel |
| Pulverschacht | vorhanden, für gemahlenen Kaffee |
| Maximale Tassenhöhe | bis 14 cm, Auslauf höhenverstellbar |
| Reinigungsprogramme | calc’n’Clean, Milchsystem- und Brühwasser-Spülprogramme, Entkalkungsprogramm |
| Weitere Ausstattung | beleuchtete Tassenablage, Kindersicherung, einstellbare Abschaltautomatik, Wasserhärte einstellbar |
| Vernetzung | keine; Home Connect führt Siemens erst ab der EQ700 |
| Leistung | 1.500 W, 220–240 V |
| Standby | zeroEnergy-Abschaltung |
| Material | Edelstahl-Front, Gehäuse schwarz |
| Maße (H × B × T) | 38,5 × 28,1 × 46,8 cm |
| Gewicht | 10,4 kg |
| Kabelfach | ja, 1 m Kabellänge |
| Lieferumfang | isolierter Milchbehälter, BRITA-Intenza-Filter, Reinigungszubehör, Messlöffel |
| EAN | 4242003858851 |
Einordnung
Die EQ.6 plus s700 war für Siemens jahrelang das Gerät für alle, denen die EQ.3 zu wenig und die EQ.9 zu teuer war: Farbdisplay mit Direktwahltasten, isolierter Edelstahl-Milchbehälter im Karton und ein Doppelbezug, der auch bei Milchgetränken funktioniert. Inzwischen hat Siemens die Baureihe durch die EQ600 und EQ700 abgelöst, und genau das macht sie für einen Kauf im Jahr 2026 interessant.
Grundlage dieser Einordnung sind das Siemens-Datenblatt zur TE657M03DE, die Technologiebeschreibungen des Herstellers zu iAroma, sensoFlow und autoMilk Clean sowie die Händlerlistungen mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Siemens einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
Der Milchbehälter, der den Unterschied macht
Bei Vollautomaten dieser Klasse entscheidet das Milchsystem über den Alltag, und Siemens geht hier einen anderen Weg als Philips. Dem TE657M03DE liegt ein isolierter Edelstahlbehälter mit 0,5 Litern bei, der über einen Schlauch an die Maschine angeschlossen wird und frei daneben steht.
Das hat zwei handfeste Vorteile. Der erste ist Volumen: 0,5 Liter reichen bei rund 100 ml je Cappuccino für etwa fünf Getränke, während die LatteGo-Behälter von Philips mit 0,26 Litern nach gut zwei Milchkaffees leer sind. Für eine Frühstücksrunde zu viert ist das der Unterschied zwischen einmal Aufstellen und zweimal Nachfüllen. Der zweite ist die Isolierung: Die Milch bleibt während des Frühstücks kühl, ohne dass der Behälter zwischen jedem Getränk in den Kühlschrank zurück muss.
Der Preis dafür ist die Bauart. Ein Schlauch ist eine Stelle, an der sich Milch absetzen kann, und Milchreste im Schlauchsystem sind die häufigste Ursache dafür, dass der Schaum über Wochen schlechter wird. Was sonst noch dahinterstecken kann, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.
autoMilk Clean: was die Automatik übernimmt und was nicht
Genau an dieser Schwachstelle setzt Siemens mit autoMilk Clean an. Nach jedem Milchgetränk leitet das Gerät selbstständig Dampf durch Schlauch und Auslauf und spült die Reste heraus, ohne dass jemand daran denken muss.
Das ist mehr wert, als es auf dem Datenblatt aussieht, weil es die unzuverlässigste Stelle der Pflege automatisiert: den täglichen Handgriff. Wer bei einem Gerät ohne diese Funktion einmal in der Woche das Spülen vergisst, hat die Milchreste bereits im System.
Aufgehoben ist der Pflegeaufwand damit nicht. Dampf löst den Milchfilm an den Schlauchwänden nur zum Teil, deshalb gehören Schlauch und Behälter in größeren Abständen in die Spüle, und Siemens führt dafür ein eigenes Reinigungsprogramm mit Milchsystemreiniger. Der Vergleich zum schlauchlosen Ansatz fällt trotzdem klar aus: Philips’ LatteGo hat diese Stelle gar nicht erst, dafür fasst es halb so viel.
oneTouch DoubleCup: warum zweimal mahlen besser ist
Die Doppeltassenfunktion klingt nach einer Bequemlichkeitsfunktion und hat einen technischen Kern. Die EQ.6 plus s700 mahlt für zwei Tassen zweimal und führt zwei vollständige Brühvorgänge aus, statt einen einzigen Bezug auf zwei Tassen zu verteilen.
Der Unterschied schmeckt man. Beim geteilten Bezug läuft dieselbe Menge Kaffeemehl mit doppelter Wassermenge durch, und was in der zweiten Hälfte noch herausgelöst wird, sind überwiegend Bitterstoffe. Zwei getrennte Bezüge liefern dagegen zwei vollständige Extraktionen. Dass die Funktion hier auch für Cappuccino und Latte macchiato gilt, ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit; viele Geräte bieten den Doppelbezug nur für schwarzen Kaffee an.
Wie viel Kaffeemehl pro Tasse überhaupt sinnvoll ist, steht unter wie viel Kaffee pro Tasse.
iAroma: ceramDrive, sensoFlow und 19 bar
Siemens fasst drei Bauteile unter dem Begriff iAroma zusammen, und alle drei sind einzeln nachvollziehbar.
ceramDrive ist ein Scheibenmahlwerk aus Keramik. Der Vorteil des Materials liegt in der Wärmeleitung: Keramik leitet schlechter als Stahl, das Mahlgut erwärmt sich weniger, und weniger Wärme im Mahlgang bedeutet weniger flüchtige Aromen, die schon vor dem Brühen entweichen. Die Bauarten im Vergleich stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk. Eine Zahl bleibt Siemens hier schuldig: Wie viele Mahlgradstufen der Regler hat, weist das Datenblatt nicht aus, es beschreibt ihn nur als mehrstufig. Philips nennt an dieser Stelle 12 Stufen.
sensoFlow ist der Durchlauferhitzer. Er soll die Brühtemperatur über den gesamten Bezug konstant halten, statt sie zu Beginn zu überschießen und gegen Ende abfallen zu lassen. Das ist der wichtigste Punkt für gleichmäßigen Geschmack, weil Temperaturschwankungen im Brühvorgang direkt in der Tasse ankommen. Welche Temperaturen bei welcher Zubereitung sinnvoll sind, steht unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.
Die 19 bar Pumpendruck sind der am häufigsten missverstandene Wert im Datenblatt. Extrahiert wird bei rund 9 bar; die höhere Zahl beschreibt den Maximaldruck der Pumpe, aus dem die Maschine ihre Reserve zieht. Ein Gerät mit 15 bar brüht deswegen keinen schlechteren Espresso.
Das coffeeSelect Display und die vier Favoriten
Die s700 unterscheidet sich von ihren kleineren Schwestern vor allem an der Bedienoberfläche. Das coffeeSelect Display zeigt die Getränke als Symbole in einer Reihe von Direktwahltasten, darunter liegen Stärke, Menge und Bestätigung.
Praktisch heißt das: Ein Getränk ist einen Tastendruck entfernt, ohne Menüweg. Wer regelmäßig dasselbe trinkt, legt es auf einen der vier Favoritenplätze und bekommt es mit der eingestellten Stärke, Menge und Temperatur.
Vier Plätze sind dabei eine ehrliche Zahl für einen Haushalt bis vier Personen. Wer als Paar den einen Espresso kräftig und den anderen mild trinkt, belegt zwei Plätze und hat noch zwei frei für Cappuccino-Varianten. Ein echtes Nutzerprofil, das alle Getränke einer Person gleichzeitig umschaltet, gibt es an dieser Stelle allerdings nicht.
Der Serienwechsel und was er für den Preis bedeutet
Dieser Punkt gehört offen benannt: Die EQ.6-Baureihe ist ein Auslaufmodell. Siemens hat sie durch die EQ600 und die EQ700 abgelöst, und im Handel wird sie abverkauft.
Für die Kaufentscheidung hat das zwei Seiten. Gegen das Gerät spricht, dass keine neuen Funktionen mehr dazukommen und die Verfügbarkeit über die Zeit abnimmt. Für das Gerät spricht der Preis: Die TE657M03DE liegt derzeit bei 656,64 €, während die EQ700 mit Home Connect und Touchscreen bei rund 949 Euro steht. Für den Aufpreis bekommt man bei der EQ700 vor allem Vernetzung und ein größeres Display, an Mahlwerk, Heizsystem und Brüheinheit sind sich die Geräte technisch nah.
Zu bedenken ist noch: Bei einem Auslaufmodell schwanken die Angebote stärker als bei aktueller Ware, ein Blick auf beide Kaufwege lohnt daher vor dem Klick.
Herausnehmbare Brüheinheit und calc’n’Clean
Die Brüheinheit sitzt hinter einer Serviceklappe und lässt sich entnehmen. Das ist der handfeste Vorteil gegenüber Geräten mit fest verbauter Einheit, etwa denen von JURA: Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die mit der Zeit ranzig werden und den Geschmack beeinflussen. Ein Automatikprogramm erreicht sie zum großen Teil, ein regelmäßiges Ausspülen unter fließendem Wasser erreicht sie vollständig. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Abwägung der Bauarten unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.
Für Kalk führt Siemens calc’n’Clean, ein kombiniertes Programm aus Reinigen und Entkalken. Wann es fällig wird, berechnet das Gerät aus der eingestellten Wasserhärte, weshalb diese Einstellung beim Einrichten wichtiger ist, als sie wirkt. Der beiliegende BRITA-Intenza-Filter verlängert die Abstände zusätzlich. Wie sich die Härte des eigenen Leitungswassers bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, die Routine unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.
Stellfläche und Vorratsgrößen im Alltag
Die EQ.6 plus s700 misst 38,5 × 28,1 × 46,8 cm und wiegt 10,4 kg. Damit gehört sie zu den größeren Geräten ihrer Klasse: Sie ist 3,5 cm breiter und 3,5 cm tiefer als die schmalen Philips-Vollautomaten. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben rund 13 cm für Steckdose und Kabel, und beim Befüllen des Bohnenbehälters braucht es Luft nach oben.
Bei den Vorräten heißt das gerechnet: Der 1,7-Liter-Tank reicht bei 120 ml je Tasse für rund 14 Bezüge, die 300 Gramm Bohnen bei etwa 9 Gramm je Bezug für gut 33 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird der Bohnenbehälter also etwa alle vier Tage nachgefüllt, der Tank häufiger. Der Aromaschutzdeckel hält die Bohnen bis dahin luftdicht; wie sie darüber hinaus frisch bleiben, steht unter Kaffee im Kühlschrank lagern.
Unter den höhenverstellbaren Auslauf passen Gefäße bis 14 cm. Für Latte-macchiato-Gläser reicht das, hohe Thermobecher stoßen an die Grenze.
Wo Siemens spart
Zwei Punkte fehlen, und beide sind bewusst gesetzt. Der erste ist die Vernetzung: Home Connect beginnt bei Siemens erst mit der EQ700. Wer sein Frühstück per App aus dem Bett starten möchte, findet das in dieser Baureihe nicht.
Der zweite ist die Datenlage zum Mahlwerk. Siemens beschreibt den Mahlgradregler als mehrstufig, ohne eine Stufenzahl zu nennen. Für den Alltag ist das verschmerzbar, weil man den Mahlgrad ohnehin nach Geschmack einstellt und die Skala dabei keine Rolle spielt. Für den Datenvergleich mit einem Philips-Gerät, das zwölf Stufen ausweist, fehlt die Zahl trotzdem. Wichtig bleibt in beiden Fällen: Verstellt wird nur bei laufendem Mahlwerk. Schmeckt der Kaffee bitter, ist der Mahlgrad die erste Stellschraube, die vollständige Ursachenliste steht unter Kaffee schmeckt bitter aus der Maschine.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Milchsystem | Milchvolumen | Anzeige | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| Siemens EQ.6 plus s700 (dieses Modell) | Schlauch zum isolierten Edelstahlbehälter | 0,5 l | coffeeSelect Farbdisplay | um 730 € |
| Siemens EQ500 classic TP513D09 | Schlauch in den Milchkarton | Kartongröße | Farbdisplay | um 399 € |
| Siemens EQ700 iAroma TP725ET7 | Schlauch zum Behälter, Home Connect | 0,5 l | Touchscreen | um 949 € |
| Philips 5500 EP5547/90 | LatteGo, zweiteilig ohne Schlauch | 0,26 l | TFT-Display | um 579 € |
Die Tabelle zeigt, wo die s700 steht. Nach unten trennt sie der mitgelieferte Isolierbehälter von der EQ500, die den Schlauch direkt in den Milchkarton hängt. Nach oben trennen sie Vernetzung und Touchscreen von der EQ700, zu einem Aufpreis von rund 220 Euro. Und quer dazu liegt die Philips 5500 im selben Preisbereich mit dem entgegengesetzten Milchkonzept: schlauchlos und spülmaschinenfest, dafür mit halbem Volumen.
Für wen sich die Maschine lohnt
Die EQ.6 plus s700 passt zu Haushalten, in denen mehrere Milchgetränke hintereinander gefragt sind: Der halbe Liter im isolierten Behälter und der Doppelbezug für Cappuccino sind genau dafür gebaut. Sie passt außerdem zu allen, die eine herausnehmbare Brüheinheit und ein Gerät mit Edelstahl-Front wollen, ohne in die 900-Euro-Klasse zu gehen.
Weniger passend ist sie für zwei Gruppen. Wer wenig Stellfläche hat, findet mit den 24,6 cm schmalen Philips-Geräten die bessere Lösung. Und wer Wert auf App-Steuerung legt oder ein Gerät sucht, das die nächsten Jahre noch Software-Pflege bekommt, ist bei der aktuellen EQ700 besser aufgehoben.
Fazit
Die TE657M03DE ist ein durchdachter Vollautomat mit den Stärken, die im Alltag zählen: ein halber Liter Milch im isolierten Edelstahlbehälter, Doppelbezug auch für Cappuccino, automatische Dampfreinigung des Milchsystems nach jedem Getränk und eine Brüheinheit, die sich zum Spülen entnehmen lässt. Beim Mahlwerk und beim Heizsystem greift Siemens auf dieselbe Bauteilfamilie zurück wie in den aktuellen Serien.
Der Vorbehalt betrifft den Serienstatus. Die Baureihe wird abverkauft, neue Funktionen kommen keine mehr dazu, und Vernetzung war hier nie vorgesehen. Wer damit einverstanden ist, bekommt für 656,64 € eine Ausstattung, für die aktuelle Geräte deutlich mehr aufrufen. Wer die App-Steuerung braucht, greift zur EQ700 und zahlt den Aufpreis genau dafür.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Der isolierte Edelstahl-Milchbehälter mit 0,5 Litern liegt bei: doppelt so viel Volumen wie bei den LatteGo-Systemen von Philips, und die Isolierung hält die Milch während des Frühstücks kühl
- oneTouch DoubleCup zieht zwei Milchgetränke auf einen Tastendruck, was in dieser Preisklasse selten ist
- autoMilk Clean spült das Milchsystem nach jedem Bezug automatisch mit Dampf, ohne Zutun des Nutzers
- 19 bar Pumpendruck und das sensoFlow-Heizsystem, das die Brühtemperatur über den gesamten Bezug konstant halten soll
- Herausnehmbare Brüheinheit: Der Brühweg lässt sich regelmäßig unter fließendem Wasser ausspülen
- 300 Gramm Bohnenbehälter mit Aromaschutzdeckel, mehr als bei den schmalen Philips-Geräten
- Die Serie läuft aus, was den Preis derzeit deutlich unter den Neupreis vergleichbar ausgestatteter Nachfolger drückt
Das spricht dagegen
- Auslaufmodell: Siemens hat die Baureihe durch die EQ600 und EQ700 abgelöst. Reparatur und Ersatzteile bleiben über die üblichen Fristen gesichert, neue Funktionen kommen für dieses Gerät jedoch keine mehr
- Der Milchschlauch führt zu einem externen Behälter und damit zu genau der Bauart, bei der sich Milchreste im Alltag festsetzen können; autoMilk Clean entschärft das, hebt es aber nicht auf
- Mit 28,1 cm Breite und 46,8 cm Tiefe braucht das Gerät spürbar mehr Stellfläche als die schmalen Philips-Vollautomaten
- Keine Vernetzung: Home Connect und App-Steuerung beginnen bei Siemens erst mit der EQ700
- Siemens weist die Zahl der Mahlgradstufen nicht aus, der Regler wird nur als mehrstufig beschrieben
- Der Wassertank fasst 1,7 Liter und liegt damit unter dem Niveau vergleichbar großer Geräte
Häufige Fragen
Welche Getränke kann die Siemens EQ.6 plus s700 zubereiten?
Siemens nennt für die TE657M03DE Espresso, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Cappuccino, Latte macchiato, Milchkaffee, Americano, Flat White und Kleiner Brauner, dazu Milchschaum und heißes Wasser. Die Auswahl läuft über die Direktwahltasten des coffeeSelect Displays. Vier Getränke lassen sich in Stärke, Menge und Temperatur anpassen und als Favoriten speichern.
Was bedeutet oneTouch DoubleCup?
Die Maschine bereitet auf einen Tastendruck zwei Tassen gleichzeitig zu, und zwar auch bei Milchgetränken. Sie mahlt dafür zweimal und führt zwei vollständige Brühvorgänge aus, statt einen einzigen auf zwei Tassen zu verteilen. Der Unterschied ist geschmacklich relevant: Zwei Bezüge liefern zwei vollständige Extraktionen, ein geteilter Bezug würde die zweite Tasse mit stärker ausgelaugtem Kaffeemehl füllen.
Wie funktioniert autoMilk Clean?
Nach jedem Milchgetränk leitet das Gerät selbstständig Dampf durch das Milchsystem und spült die Reste aus Schlauch und Auslauf. Das ersetzt den täglichen Handgriff, mit dem bei einfacheren Geräten der Milchweg gespült wird. Eine gründliche Reinigung von Schlauch und Behälter bleibt trotzdem in längeren Abständen nötig, weil Dampf allein den Milchfilm nicht vollständig löst.
Wie groß ist der Milchbehälter der EQ.6 plus s700?
Der mitgelieferte isolierte Edelstahlbehälter fasst 0,5 Liter. Bei rund 100 ml Milch je Cappuccino reicht eine Füllung damit für etwa fünf Getränke, bei Latte macchiato mit 150 ml für gut drei. Die Isolierung hält die Milch während einer Frühstücksrunde kühl, für die Lagerung über den Tag gehört sie in den Kühlschrank.
Lässt sich die Brüheinheit der Siemens EQ.6 herausnehmen?
Ja. Die Brüheinheit sitzt hinter einer Serviceklappe und lässt sich entriegeln, entnehmen und unter fließendem warmem Wasser ausspülen. Das ist der Vorteil gegenüber Geräten mit fest verbauter Einheit, etwa denen von JURA: Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die ein Automatikprogramm nur zum Teil erreicht.
Was ist der Unterschied zwischen EQ.6 plus s700 und s400?
Beide teilen sich Gehäuse, ceramDrive-Mahlwerk, sensoFlow-Heizsystem und die herausnehmbare Brüheinheit. Die s700 bekommt das coffeeSelect-Farbdisplay mit Direktwahltasten und den isolierten Edelstahl-Milchbehälter, die s400 arbeitet mit einer einfacheren Anzeige und einem Kunststoffbehälter. Bei der Kaffeequalität ist zwischen beiden nach Datenlage kein Unterschied zu erwarten.
Hat die Siemens EQ.6 plus s700 WLAN oder eine App?
Nein. Home Connect und die Steuerung per App führt Siemens erst ab der EQ700 ein. Bei der EQ.6 plus laufen alle Einstellungen über das Display am Gerät. Für einen Vollautomaten, der in der Küche steht, ist das im Alltag selten der entscheidende Punkt, wer die App-Steuerung möchte, findet sie in der EQ700 oder EQ900.
Lohnt sich ein Auslaufmodell wie die EQ.6 plus noch?
Technisch ist die Baureihe ausgereift, die Bauteile stammen aus derselben Familie wie bei den Nachfolgern. Der Preis liegt durch den Serienwechsel spürbar unter dem, was vergleichbar ausgestattete aktuelle Geräte kosten. Zu bedenken sind zwei Punkte: Neue Funktionen kommen für dieses Modell keine mehr, und die Verfügbarkeit im Handel nimmt über die Zeit ab. Wer die Ausstattung braucht und den Preis nutzt, macht damit ein gutes Geschäft.
Wie viel Platz braucht die Siemens EQ.6 plus s700?
Das Gerät misst 38,5 cm in der Höhe, 28,1 cm in der Breite und 46,8 cm in der Tiefe bei 10,4 kg. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben damit rund 13 cm für Steckdose und Kabel, und der Wassertank will nach oben oder zur Seite entnehmbar sein. Unter einem Hängeschrank in 45 cm Höhe wird es beim Befüllen des Bohnenbehälters eng.
Was unterscheidet TE657M03DE, TE657509DE und TE657F03DE?
Alle drei sind die EQ.6 plus s700 mit denselben Maßen, Keramikmahlwerk, 19 bar, 1,7 Litern Wassertank und 300 g Bohnenbehälter. Die TE657509DE unterscheidet sich laut Siemens-Datenblatt in der Farbe Dark inox. Die TE657F03DE bringt zusätzlich eine Kannenfunktion mit, die auf Tastendruck bis zu 6 Tassen Caffè Crema zubereitet; Siemens zählt bei ihr deshalb 13 Getränke, bei den beiden anderen 12.
Welchen Wasserfilter braucht die EQ.6 plus s700?
Siemens legt einen BRITA-Intenza-Filter bei, der in den Wassertank gesetzt wird. Er reduziert Kalk und Chlorgeschmack und verlängert die Abstände zwischen den Entkalkungsläufen. Wichtig ist, die Wasserhärte im Menü passend einzustellen, weil das Gerät daraus berechnet, wann calc’n’Clean fällig wird.