Technische Daten
| Modell | TP513D09 (Baureihe EQ500 classic), klavierlack schwarz |
|---|---|
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk |
| Getränke auf Tastendruck | 10 |
| Getränke laut Datenblatt | Espresso, Espresso doppio, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Americano, Cappuccino, Latte macchiato, Flat White, geschäumte Milch, heißes Wasser |
| Mahlwerk | Keramik (ceramDrive) |
| Mahlgrad-Einstellung | 6 Stufen |
| Brüheinheit | herausnehmbar, über die Servicetür an der Front erreichbar |
| Pumpendruck | 15 bar |
| Milchsystem | flexibler Cappuccinatore, Schlauch in ein beliebiges Milchgefäß |
| Milchsystemreinigung | autoMilk Clean, automatische Dampfreinigung nach jeder Getränkezubereitung |
| Anzeige | coffeeSelect Display, TFT-Farbdisplay |
| Individuell einstellbare Parameter | Größe und Stärke |
| aromaDouble Shot | ja |
| oneTouch DoubleCup | nein |
| Wassertank | 1,9 Liter |
| Bohnenbehälter | 270 g, ein Behälter |
| Schacht für Kaffeemehl | ja |
| Kaffeeauslauf | höhenverstellbar, 9 bis 14 cm |
| Reinigungsprogramm | automatisch, mit Reinigungstablette |
| Entkalkung | Entkalkerprogramm, calc’nClean |
| Spülmaschinenfeste Teile | Abtropfplatte, Milchdüse, Milchschlauch, Kaffeesatzbehälter |
| Tassenbeleuchtung | nein |
| superSilent | nein |
| Vernetzung (Home Connect) | nein |
| Leistung | 1.500 W, 220–240 V |
| Kabellänge | 100 cm |
| Maße (H × B × T) | 37,3 × 26,5 × 44,8 cm |
| Gewicht | 8,0 kg |
| EAN | 4242003927670 |
Einordnung
Der EQ500 classic ist das Gerät, mit dem Siemens die Lücke zwischen Einstiegsklasse und Oberklasse schließt. Zehn Getränke stehen auf einem Farbdisplay, das Mahlwerk kommt aus Keramik, und das Milchsystem reinigt sich nach jedem Bezug selbst. Der Preis liegt bei rund 400 Euro, also da, wo andere Hersteller noch mit zwei oder drei Programmen antreten.
Grundlage dieser Einordnung sind das offizielle Siemens-Datenblatt zur TP513D09, die Technologiebeschreibungen des Herstellers sowie die Händlerlistung mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Siemens einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
Zehn Getränke, und zwar die richtigen zehn
Die Getränkeliste ist der stärkste Punkt dieses Geräts. Siemens führt im Datenblatt: Espresso, Espresso doppio, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Americano, Cappuccino, Latte macchiato, Flat White, geschäumte Milch und heißes Wasser.
Bemerkenswert daran ist die Auswahl selbst. Espresso doppio, Espresso Macchiato und Flat White fehlen in dieser Preisklasse üblicherweise, weil sie erst in der Oberklasse ab Werk hinterlegt sind. Der Siemens EQ300 bietet fünf Getränke, die Philips 2300 Series drei. Zu jedem Getränk lassen sich Größe und Stärke einzeln anpassen.
Was hier fehlt, ist die Feinjustage darüber hinaus: Ein individualCoffee-System mit gespeicherten Nutzerprofilen führt Siemens für dieses Modell mit “Nein”, ebenso die Kannenfunktion.
Der Cappuccinatore: gute Reinigung, sichtbarer Schlauch
Das Milchsystem verdient die genaueste Betrachtung, weil an ihm im Alltag die meisten Vollautomaten scheitern. Verbaut ist ein flexibler Cappuccinatore: Ein Schlauch zieht die Milch aus einem beliebigen Gefäß an, Dampf schäumt sie auf, fertig ist der Cappuccino auf Tastendruck.
Der Vorteil ist die Freiheit beim Gefäß. Jede Kanne, jedes Glas und die Milchpackung selbst funktionieren, es gibt keine Volumengrenze wie bei einem festen Behälter. Beim Philips LatteGo sind bei 0,26 Litern nach gut zwei Cappuccino Schluss, hier bestimmt allein die Packung das Limit.
Der Nachteil steht sichtbar daneben. Bei jedem Milchgetränk steht ein offenes Gefäß mit einem Schlauch darin auf der Arbeitsplatte, und zwischen den Bezügen wandert es zurück in den Kühlschrank. Wer eine aufgeräumte Küche schätzt, empfindet das als Rückschritt gegenüber einem Behälter, der komplett entnommen wird.
Den klassischen Hygiene-Nachteil eines Schlauchsystems entschärft Siemens allerdings wirksam, und zwar über autoMilk Clean. Nach jeder Zubereitung läuft automatisch eine Dampfreinigung durch den Milchweg, bevor Reste antrocknen können. Milchdüse und Milchschlauch sind zusätzlich spülmaschinengeeignet. Damit ist der häufigste Grund für nachlassenden Milchschaum weitgehend abgeräumt; die übrigen Ursachen stehen unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.
ceramDrive: Keramik, aber gröber abgestuft
Siemens nennt sein Keramikmahlwerk ceramDrive und wirbt damit, dass Keramik praktisch verschleißfrei ist. Der handfestere Vorteil liegt in der Wärmeleitung: Keramik leitet Wärme schlechter als Stahl, das Mahlgut erwärmt sich weniger, und weniger Wärme im Mahlgang bedeutet weniger flüchtige Aromen, die schon vor dem Brühen entweichen. Die Bauarten im Vergleich stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk.
Bei der Auflösung wird es dünner. Siemens führt die Mahlgrad-Einstellung mit sechs Stufen. Das genügt, um zwischen Espresso und Caffè Crema sauber zu trennen, gibt aber weniger Spielraum als die zwölf Stufen, die Philips in derselben Preisklasse anbietet. Bei einer sehr hellen oder sehr dunklen Röstung kann der ideale Punkt damit zwischen zwei Stufen liegen.
Verstellt wird grundsätzlich bei laufendem Mahlwerk, und die Änderung wirkt sich erst nach ein bis zwei Bezügen vollständig aus. Schmeckt der Kaffee trotz passender Bohne bitter, ist der Mahlgrad die erste Stellschraube; die vollständige Ursachenliste steht unter Kaffee schmeckt bitter aus der Maschine.
aromaDouble Shot: zweimal mahlen statt länger brühen
Diese Funktion ist mehr als ein Marketingname und verdient eine Erklärung, weil sie ein echtes Problem löst. Wer einen starken Kaffee will, lässt üblicherweise mehr Wasser durch dieselbe Portion Kaffeemehl laufen. Das funktioniert nur bis zu einem Punkt: Die löslichen Aromastoffe gehen zuerst ins Wasser über, die Bitterstoffe folgen später. Eine verlängerte Extraktion holt also überproportional viel Bitterkeit heraus.
aromaDouble Shot geht den anderen Weg. Die Maschine mahlt und brüht zweimal hintereinander, jeweils mit kurzer Kontaktzeit. Das Ergebnis ist die doppelte Menge gelöster Aromastoffe bei annähernd gleichbleibendem Bitteranteil. Wer seinen Kaffee kräftig mag und bisher mit Bitterkeit gekämpft hat, findet hier die technisch saubere Lösung.
Der Vergleich nach unten: EQ500 classic gegen EQ300
Diese Gegenüberstellung trägt die Kaufentscheidung, weil beide Geräte dieselbe Zielgruppe ansprechen. Wir haben die Siemens-Datenblätter der TP513D09 und der TF301E19 aus der EQ300-Reihe nebeneinandergelegt:
| Wert | EQ500 classic TP513D09 | EQ300 TF301E19 |
|---|---|---|
| Getränke auf Tastendruck | 10 | 5 |
| Anzeige | TFT-Farbdisplay | LED mit Sensortasten |
| Milchsystem | Cappuccinatore mit Schlauch | milkPerfect, in der Tasse |
| Milchsystemreinigung | autoMilk Clean, automatisch | von Hand |
| Mahlwerk | Keramik | Keramik |
| Wassertank | 1,9 l | 1,4 l |
| Bohnenbehälter | 270 g | 250 g |
| Pulverschacht | ja | nein |
| aromaDouble Shot | ja | nein |
| Leistung | 1.500 W | 1.300 W |
| Straßenpreis | um 399 € | um 339 € |
Sechzig Euro trennen die beiden Geräte, und die Liste der Zugewinne ist ungewöhnlich lang: doppelte Getränkezahl, Farbdisplay statt Leuchtsymbolen, automatische Milchsystemreinigung, ein halber Liter mehr Wassertank, ein Pulverschacht und aromaDouble Shot.
Für den EQ300 spricht danach nur noch die Stellfläche und der Preis selbst. Wer die 60 Euro aufbringen kann, bekommt beim EQ500 classic den mit Abstand größeren Sprung, den wir in diesem Preisbereich gesehen haben.
Vorratsgrößen und Stellfläche im Alltag
Der Wassertank fasst 1,9 Liter und ist damit der größte in unserem Vergleichsfeld. Gerechnet heißt das: Bei 120 ml je Tasse reicht er für rund 16 Bezüge, bei Espresso mit 40 ml entsprechend mehr. In der Praxis liegt der Wert darunter, weil das Gerät beim Ein- und Ausschalten spült und Milchgetränke Wasser für den Dampf brauchen.
Die 270 Gramm Bohnen reichen bei rund 9 Gramm je Bezug für etwa 30 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird also etwa alle vier Tage nachgefüllt. Wie die Bohnen bis dahin richtig lagern, steht unter Kaffee im Kühlschrank lagern.
Die Stellfläche ist die Kehrseite der guten Werte: 26,5 cm Breite bei 44,8 cm Tiefe und 8,0 kg, das größte Gerät in unserem Vergleichsfeld. Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben gut 15 cm hinter dem Gerät, das Kabel misst 100 cm. Mit 37,3 cm Höhe passt die Maschine unter die meisten Hängeschränke, zum Nachfüllen des Bohnenbehälters wird der Deckel nach oben geöffnet.
Pflege: was das Gerät selbst macht und was bleibt
Siemens hinterlegt ein automatisches Reinigungsprogramm mit Tablette und für den Kalk das Entkalkerprogramm calc’nClean. Die Wasserhärte lässt sich am Gerät einstellen, damit die Maschine den richtigen Zeitpunkt selbst errechnet. Wie sich die Härte im eigenen Haushalt bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee.
Von Hand bleibt die Brüheinheit. Sie sitzt hinter der Servicetür an der Gerätefront, lässt sich entnehmen und unter fließendem Wasser ausspülen. Die frontseitige Tür ist dabei mehr als ein Detail: Bei Geräten mit seitlicher Servicetür muss die Maschine zum Reinigen gedreht werden, was in einer Küchenzeile regelmäßig daran scheitert, dass niemand Lust auf die Prozedur hat. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Vor- und Nachteile der Bauart unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.
Spülmaschinenfest sind laut Datenblatt Abtropfplatte, Milchdüse, Milchschlauch und Kaffeesatzbehälter. Die komplette Routine steht unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.
Was Siemens offen lässt
Drei Angaben fehlen im Datenblatt, und zwei davon wiegen. Eine Brühtemperatur weist Siemens für dieses Modell nicht aus, obwohl sie den Geschmack stärker beeinflusst als die meisten genannten Werte. Welche Temperaturen bei welcher Zubereitung sinnvoll sind, steht unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.
Ein Geräuschpegel fehlt ebenfalls, und die Zeile “superSilent” führt Siemens ausdrücklich mit “Nein”. Die Aussage dahinter ist eng gefasst: Der TP513D09 verzichtet auf die zusätzliche Geräuschdämmung der größeren EQ-Serien, und Siemens nennt für dieses Modell keine Zahl, mit der sich rechnen ließe. Über die tatsächliche Lautstärke im Betrieb ist damit nichts gesagt.
Der dritte Punkt ist eine bewusste Entscheidung: Home Connect steht mit “Nein”. Bei einem Gerät, das über ein beschriftetes Farbdisplay bedient wird und in der Küche steht, ist die App-Steuerung selten der Punkt, an dem eine Kaufentscheidung hängt.
Die Bauform läuft aus
Ein Punkt gehört zur ehrlichen Einordnung. Der Zusatz “classic” bezeichnet die ältere Bauform der EQ500-Reihe. Siemens hat die Serie inzwischen auf iAroma umgestellt, erkennbar an Modellnummern wie TP5X3B07, die im Handel derzeit bei rund 599 Euro liegen.
Für den Käufer ist das eine gute Nachricht mit einem Vorbehalt. Die gute Nachricht: Auslaufende Serien werden günstiger, und die 399 Euro für zehn Getränke samt Farbdisplay sind genau darauf zurückzuführen. Der Vorbehalt betrifft die Zukunft: Ersatzteile und Zubehör bleiben bei Siemens üblicherweise lange verfügbar, die Auswahl an passenden Milchbehältern und Zubehörteilen wächst bei einer auslaufenden Reihe aber nicht mehr.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Getränke | Milchsystem | Wassertank | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| Siemens EQ500 classic TP513D09 (dieses Modell) | 10 | Cappuccinatore mit Schlauch | 1,9 l | um 399 € |
| Siemens EQ300 TF301E19 | 5 | milkPerfect, in der Tasse | 1,4 l | um 339 € |
| Philips 2300 EP2331/10 | 3 + Heißwasser | LatteGo, zweiteilig | 1,8 l | um 364 € |
| Philips 5400 EP5447/90 | 12 | LatteGo, zweiteilig | 1,8 l | um 425 € |
Die Tabelle zeigt zwei Philosophien in derselben Preisklasse. Siemens setzt auf Getränkevielfalt und automatische Reinigung und nimmt dafür den Schlauch in Kauf. Philips setzt auf das pflegeleichteste Milchsystem am Markt und liefert in der 2300 Series dafür nur drei Programme.
Die Entscheidung hängt an einer Frage: Wie viele verschiedene Getränke werden im Haushalt wirklich getrunken? Wer bei Kaffee und Cappuccino bleibt, nimmt das LatteGo. Wer Flat White, Espresso Macchiato und Americano schätzt, findet sie bei Philips erst in der 5400 Series für 26 Euro mehr, dort dann allerdings mit dem angenehmeren Milchsystem.
Für wen sich die Maschine lohnt
Der EQ500 classic passt zu Haushalten, in denen unterschiedliche Getränke gefragt sind und mehr als eine Person die Maschine bedient. Das beschriftete Farbdisplay macht die Auswahl auch für Gäste selbsterklärend, die zehn Programme decken jede übliche Bestellung ab, und autoMilk Clean nimmt dem Milchsystem die tägliche Pflichtübung.
Weniger passend ist er für zwei Gruppen. Wer eine schmale Küchenzeile hat, sollte die 26,5 cm Breite nachmessen und die Philips 2300 Series mit 24,6 cm danebenlegen. Und wer täglich Milchgetränke bezieht und den Schlauch im Milchgefäß als störend empfindet, ist mit einem System glücklicher, bei dem der Behälter komplett in den Kühlschrank wandert.
Fazit
Der TP513D09 ist das aktuell stärkste Preis-Leistungs-Angebot in unserem Vergleichsfeld. Zehn Getränke auf einem beschrifteten Farbdisplay, Keramikmahlwerk, der größte Wassertank im Feld, ein Pulverschacht und mit autoMilk Clean eine Milchsystemreinigung, die nach jedem Bezug von selbst läuft. Für rund 399,00 € ist das eine Ausstattung, die andere Hersteller erst 200 Euro höher anbieten.
Die Vorbehalte sind benennbar und keine Überraschung. Der Cappuccinatore braucht ein eigenes Milchgefäß neben der Maschine, sechs Mahlgradstufen sind gröber abgestuft als bei der Konkurrenz, und das Gehäuse ist das größte im Feld. Wer damit leben kann, macht bei diesem Preis nichts falsch. Wer eine schmale Küche hat oder Wert auf ein Milchsystem ohne Schlauch legt, greift zur Philips 2300 Series und nimmt die kleinere Getränkeauswahl in Kauf.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Zehn Getränke auf Tastendruck inklusive Flat White, Espresso Macchiato und Espresso doppio, in dieser Preisklasse eine ungewöhnlich vollständige Karte
- autoMilk Clean spült das Milchsystem nach jeder Zubereitung selbstständig mit Dampf durch, das nimmt dem Schlauchsystem seinen größten Nachteil
- coffeeSelect-Farbdisplay statt Symboltasten: Die Getränkeauswahl ist beschriftet und braucht kein Handbuch
- Keramikmahlwerk, laut Siemens praktisch verschleißfrei, dieselbe ceramDrive-Bauart wie in den großen EQ-Serien
- Mit 1,9 Litern der größte Wassertank in unserem Vergleichsfeld
- Pulverschacht vorhanden: entkoffeinierter Kaffee oder eine zweite Sorte gehen ohne Bohnenwechsel
- aromaDouble Shot mahlt und brüht zweimal, statt mehr Wasser durch dasselbe Kaffeemehl zu drücken
Das spricht dagegen
- Kein Milchbehälter: Der Cappuccinatore hängt an einem Schlauch, der in ein eigenes Gefäß oder die Milchpackung gestellt wird. Das steht bei jedem Milchgetränk sichtbar auf der Arbeitsplatte
- Nur 6 Mahlgradstufen; Philips löst in derselben Preisklasse mit 12 Stufen doppelt so fein auf
- oneTouch DoubleCup führt Siemens im Datenblatt mit "Nein": zwei Milchgetränke gleichzeitig gehen nicht
- Auslaufende Bauform. Siemens hat die EQ500-Reihe auf iAroma umgestellt, die classic-Variante läuft aus
- Mit 26,5 cm Breite und 44,8 cm Tiefe das größte Gerät in unserem Vergleichsfeld
- Keine Vernetzung: Home Connect steht im Datenblatt mit "Nein"
- Siemens weist für dieses Modell weder eine Brühtemperatur noch einen Geräuschpegel aus, superSilent ist ausdrücklich mit "Nein" geführt
Häufige Fragen
Welche Getränke kann der Siemens EQ500 classic TP513D09 zubereiten?
Siemens führt im Datenblatt zehn Getränke: Espresso, Espresso doppio, Espresso Macchiato, Caffè Crema, Americano, Cappuccino, Latte macchiato, Flat White, geschäumte Milch und heißes Wasser. Größe und Stärke lassen sich zu jedem Getränk einzeln anpassen. Damit deckt das Gerät die komplette Karte einer Café-Theke ab, ohne dass eine Spezialität von Hand zusammengesetzt werden muss.
Wie funktioniert das Milchsystem des EQ500 classic?
Verbaut ist ein flexibler Cappuccinatore. Er zieht die Milch über einen Schlauch an, den man in ein beliebiges Gefäß oder direkt in die Milchpackung stellt, und schäumt sie mit Dampf auf. Einen eigenen Milchbehälter weist Siemens für dieses Modell nicht aus. Nach jeder Zubereitung spült die Maschine das System über autoMilk Clean automatisch mit Dampf durch, Milchdüse und Milchschlauch sind zusätzlich spülmaschinengeeignet.
Was macht autoMilk Clean genau?
autoMilk Clean startet nach jedem Milchgetränk selbstständig eine Dampfreinigung des Milchwegs. Der Dampf löst Milchreste, bevor sie antrocknen können. Das ist der entscheidende Punkt bei einem Schlauchsystem, denn eingetrocknete Milch in einem Schlauch ist die häufigste Ursache dafür, dass der Schaum nach einigen Wochen zusammenfällt. Die gründliche Reinigung des Schlauchs von Hand oder in der Spülmaschine bleibt trotzdem sinnvoll.
Was bedeutet aromaDouble Shot?
Bei aromaDouble Shot mahlt und brüht die Maschine zweimal hintereinander, statt einfach mehr Wasser durch dieselbe Portion Kaffeemehl laufen zu lassen. Der Unterschied ist geschmacklich relevant: Eine verlängerte Extraktion löst vor allem Bitterstoffe, ein zweiter Durchgang mit frisch gemahlenem Kaffee liefert dagegen eine zweite vollständige Extraktion. Das Ergebnis ist ein starker Kaffee mit weniger bitterem Nachgeschmack.
Wie viele Mahlgradstufen hat der EQ500 classic?
Sechs. Siemens führt die Mahlgrad-Einstellung im Datenblatt mit "1-6 Stufen". Das reicht aus, um zwischen Espresso und Caffè Crema sauber zu unterscheiden, ist aber gröber abgestuft als bei Philips, wo in derselben Preisklasse zwölf Stufen zur Verfügung stehen. Verstellt wird grundsätzlich bei laufendem Mahlwerk, und die Änderung wirkt sich erst nach ein bis zwei Bezügen vollständig aus.
Hat der EQ500 classic einen Pulverschacht?
Ja, Siemens führt im Datenblatt einen Trichter für Kaffeemehl. Darüber lässt sich eine einzelne Tasse aus vorgemahlenem Kaffee beziehen, ohne die Bohnen im Behälter zu wechseln. Das ist der bequemste Weg für entkoffeinierten Kaffee am Abend oder für eine zweite Sorte, die nur gelegentlich getrunken wird.
Lässt sich die Brüheinheit herausnehmen?
Ja. Die Brüheinheit sitzt hinter der Servicetür an der Gerätefront und lässt sich entnehmen, unter fließendem Wasser ausspülen und wieder einsetzen. Siemens hebt die frontseitige Servicetür ausdrücklich als Komfortmerkmal hervor, weil die Maschine dafür nicht zur Seite gedreht werden muss. Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die ein Automatikprogramm nur zum Teil erreicht.
Was ist der Unterschied zwischen EQ500 classic und EQ500 iAroma?
Der Zusatz "classic" bezeichnet die ältere Bauform der EQ500-Reihe. Siemens hat die Serie inzwischen auf iAroma umgestellt, erkennbar an Modellnummern wie TP5X3B07. Die neueren Geräte kosten im Handel deutlich mehr, aktuell rund 599 Euro gegenüber 399 Euro für die classic-Variante. Für den Preisunterschied bekommt man vor allem ein überarbeitetes Bedienkonzept, das Grundprinzip mit Keramikmahlwerk und Cappuccinatore bleibt.
Welche Tassenhöhe passt unter den Auslauf?
Der Kaffeeauslauf ist höhenverstellbar zwischen 9 und 14 cm. Damit passen Espressotassen ebenso darunter wie hohe Latte-macchiato-Gläser. 14 cm decken die gängigen Glasgrößen ab; sehr hohe Becher für unterwegs stoßen an die Grenze und werden schräg gehalten oder unter dem hochgeschobenen Auslauf befüllt.
Braucht der EQ500 classic einen Wasserfilter?
Zwingend ist er nicht, die Maschine bringt ein eigenes Entkalkerprogramm namens calc’nClean mit. Sinnvoll wird ein Filter ab einer Wasserhärte von etwa 14 °dH, weil sich dann die Abstände zwischen den Entkalkungsdurchläufen deutlich verkürzen. Die Wasserhärte lässt sich am Gerät einstellen, damit die Maschine den richtigen Zeitpunkt selbst errechnet.