Kaffeevollautomat · Philips

Philips 5500 Series EP5547/90 (Kaffeevollautomat)

  • 20 Spezialitäten, davon sieben eisgekühlt: Iced Latte, Iced Cappuccino, Iced Caffè Crema und weitere
  • LatteGo-Milchsystem aus zwei Teilen ohne Schläuche, beide spülmaschinengeeignet
  • Mahlwerk aus 100 Prozent Keramik mit 12 Mahlgradstufen
  • AquaClean-Filter: laut Philips bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken
  • SilentBrew: nach Herstellerangabe 40 Prozent leiser als vergleichbare Geräte

Preise: Stand 05.10.2026, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der vollbohne.de-Redaktion · Veröffentlicht am 24. August 2026

Philips 5500 Series EP5547/90

Preisentwicklung

OTTO
555 €564 €574 €583 €24.08.2607.09.2621.09.2605.10.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 559,00 € (02.09.2026) · Höchstpreis: 579,00 €

Technische Daten

Modell 5500 Series EP5547/90, schwarz
Geräteart Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk
Vorprogrammierte Getränke 20
Getränke im Detail Espresso, Kaffee, Cappuccino, Latte macchiato, Americano, Caffè Crema, Caffè Latte, Espresso Lungo, Ristretto, Flat White, Café au Lait, Milchschaum, heißes Wasser, Reisebecher-Funktion sowie Iced Latte, Iced Cappuccino, Iced Caffè Crema, Iced Café au Lait, Iced Caffè Latte, Americano mit Eiswürfeln, Espresso mit Eiswürfeln
Mahlwerk 100 % Keramik
Mahlgrad-Einstellung 12 Stufen
Brühgruppe herausnehmbar
Pumpendruck 15 bar
Milchsystem LatteGo, zweiteilig ohne Schläuche, spülmaschinengeeignet
Milchbehälter 0,26 Liter
Aromafunktionen Aroma Extract System, Extra Shot
Anzeige intuitives TFT-Display
Benutzerprofile 4 Profile plus Gastprofil
Wassertank 1,8 Liter
Wasserfilter AquaClean, Patrone im Lieferumfang
Bohnenbehälter 275 g
Gleichzeitig zubereitbare Tassen 2
Geräuschreduzierung SilentBrew, laut Philips 40 % leiser
Schnellstart QuickStart-Funktion
Vernetzung keine; Philips nennt die Konnektivität im Datenblatt ausdrücklich mit "Nein"
Leistung 1.500 W, 230 V, 50 Hz
Energieeffizienz Klasse A nach Philips-Angabe, Standby 0,2 W, automatische Abschaltung nach 30 Minuten
Material Kunststoff, Metall als Sekundärmaterial
Maße (H × B × T) 37,1 × 24,6 × 43,3 cm
Gewicht 8 kg
Lieferumfang AquaClean-Filter, LatteGo-Deckel, Messlöffel, Wasserhärte-Teststreifen
Garantie 2 Jahre
Herstellungsland China
EAN 8720389032370

Einordnung

Die 5500 Series steht im Philips-Programm an der Stelle, an der ein Vollautomat vom Kaffeegerät zum Getränkeautomaten wird. Zwanzig Spezialitäten stehen auf dem Display, sieben davon eisgekühlt, und das LatteGo-Milchsystem kommt mit zwei Teilen aus. Die spannende Frage bei diesem Gerät betrifft den Aufpreis zur kleineren 5400 Series: Was genau bringt er?

Grundlage dieser Einordnung sind die offiziellen Philips-Datenblätter zur EP5547/90 und zu den Nachbarmodellen, die Technologiebeschreibungen des Herstellers sowie die Händlerlistungen mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Philips einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.

Analyse

LatteGo: zwei Teile, kein Schlauch

Das Milchsystem ist der Punkt, an dem sich Vollautomaten im Alltag unterscheiden, und Philips hat hier die konsequenteste Lösung im Programm. LatteGo besteht aus einem Milchbehälter und einem Aufschäumer, die ineinandergesteckt werden. Dazwischen liegt kein Schlauch, kein Ventil und keine Düse, die sich zusetzen könnte.

Die Milch wird direkt in eine Kammer gezogen, dort mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Wand geschleudert und dabei mit Luft vermischt. Beide Teile wandern nach dem Gebrauch in die Spülmaschine. Das klingt nach einem Komfortdetail und ist in Wahrheit der wichtigste Pflegepunkt eines Vollautomaten: Milchreste in einem Schlauchsystem sind die häufigste Ursache dafür, dass der Schaum von Woche zu Woche schlechter wird. Was sonst noch dahinterstecken kann, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.

Die Grenze des Systems ist die Größe. Der Behälter fasst 0,26 Liter, was bei rund 100 ml Milch je Cappuccino für gut zwei Getränke reicht. Für einen Haushalt mit zwei Milchkaffeetrinkern am Morgen geht das auf, für eine Runde Gäste wird zwischendurch nachgefüllt.

Die 20 Getränke und was die Eis-Reihe wirklich macht

Philips zählt für die EP5547/90 zwanzig vorprogrammierte Getränke. Dreizehn davon sind die üblichen Verdächtigen von Espresso über Flat White bis Café au Lait, dazu kommen Milchschaum, Heißwasser und die Reisebecher-Funktion.

Der eigentliche Zugewinn sind die sieben eisgekühlten Varianten: Iced Latte, Iced Cappuccino, Iced Caffè Crema, Iced Café au Lait, Iced Caffè Latte, Americano mit Eiswürfeln und Espresso mit Eiswürfeln. Die Maschine passt dafür Brühparameter und Menge an, damit das Getränk auf Eis nicht verwässert schmeckt. Gekühlt wird dabei über die Eiswürfel im Glas, eine eigene Kühlung hat das Gerät nicht. Kalt extrahierter Cold Brew, wie ihn Siemens in der EQ700 anbietet, ist noch einmal etwas anderes; der Unterschied und der Weg ohne Maschine stehen in unserer Cold-Brew-Anleitung.

Der ehrliche Blick: 5500 gegen 5400

An dieser Stelle lohnt ein direkter Datenblattvergleich, weil er die Kaufentscheidung trägt. Wir haben die Philips-Spezifikationen der EP5547/90 und der EP5447/90 aus der 5400 Series nebeneinandergelegt:

Wert5500 EP5547/905400 EP5447/90
Vorprogrammierte Getränke2012
Mahlwerk100 % Keramik, 12 Stufen100 % Keramik, 12 Stufen
MilchsystemLatteGo, 0,26 lLatteGo, 0,26 l
Wassertank1,8 l1,8 l
Bohnenbehälter275 g275 g
Pumpendruck15 bar15 bar
Profile4 + Gast4 + Gast
Maße (H × B × T)37,1 × 24,6 × 43,3 cm37,1 × 24,6 × 43,3 cm
Gewicht8 kg8 kg
TechnologienLatteGo, SilentBrew, QuickStartLatteGo, SilentBrew, QuickStart

Die Zeilen sprechen für sich: Die Hardware ist identisch. Gleiche Abmessungen, gleiches Mahlwerk, gleicher Tank, gleiches Milchsystem, gleicher Druck. Der Aufpreis von rund 150 Euro kauft acht zusätzliche Getränke, davon sieben eisgekühlte, sowie die Extra-Shot-Funktion.

Ob sich das lohnt, hängt an einer einzigen Frage: Werden im Haushalt kalte Kaffeegetränke getrunken? Wenn ja, ist der Aufpreis nachvollziehbar, weil diese Getränke sich mit der 5400 nicht nachrüsten lassen. Wenn nein, liefert die 5400 dieselbe Tasse Kaffee für deutlich weniger Geld.

Keramikmahlwerk mit 12 Stufen

Philips verbaut ein Mahlwerk aus 100 Prozent Keramik und wirbt mit Langlebigkeit. Der handfestere Vorteil liegt woanders: Keramik leitet Wärme schlechter als Stahl, das Mahlgut erwärmt sich beim Mahlen weniger, und weniger Wärme im Mahlgang bedeutet weniger flüchtige Aromen, die schon vor dem Brühen entweichen. Die Bauarten im Vergleich stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk.

Zwölf Mahlgradstufen sind für diese Preisklasse eine gute Auflösung. Zum Vergleich: JURA arbeitet bei der E8 mit sieben Stufen. Verstellt wird grundsätzlich nur bei laufendem Mahlwerk, das gilt für Kegelmahlwerke allgemein. Schmeckt der Kaffee trotz passender Bohne bitter, ist der Mahlgrad die erste Stellschraube; die vollständige Ursachenliste steht unter Kaffee schmeckt bitter aus der Maschine.

Aroma Extract, Extra Shot und eine Lücke im Datenblatt

Philips beschreibt das Aroma Extract System als Balance zwischen Temperatur und Aroma. Die Formulierung bleibt qualitativ: Eine konkrete Brühtemperatur weist der Hersteller für dieses Modell nicht aus, und ohne Zahl lässt sich die Aussage nicht nachrechnen. Wer wissen möchte, welche Temperaturen bei welcher Zubereitung sinnvoll sind, findet die Werte unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.

Konkreter ist die Extra-Shot-Funktion. Sie hängt einem Getränk einen zusätzlichen Espresso-Bezug an, statt einfach die Kaffeemenge im selben Durchlauf zu erhöhen. Der Unterschied ist relevant: Mehr Wasser durch dasselbe Mehl löst vor allem Bitterstoffe, ein zweiter Bezug mit frisch gemahlenem Kaffee liefert dagegen eine zweite vollständige Extraktion. Bei großen Milchgetränken ist das der Weg zu mehr Kaffeegeschmack, ohne die Bitterkeit mitzunehmen.

AquaClean: was die 5.000 Tassen voraussetzen

Der AquaClean-Filter ist Philips’ Antwort auf das Entkalken, und die Herstellerangabe klingt zunächst spektakulär: bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalkungsvorgang. Diese Zahl verdient eine Einordnung.

Sie gilt unter zwei Bedingungen. Erstens muss die Wasserhärte beim Einrichten korrekt eingestellt werden, wofür die Teststreifen im Lieferumfang liegen. Zweitens muss jeder Filterwechsel erfolgen, sobald das Gerät ihn anfordert; über 5.000 Tassen sind das mehrere Patronen. Wird ein Wechsel ausgelassen, greift die Rechnung nicht mehr und die Maschine fordert das Entkalken an. Wie sich die Wasserhärte bestimmen und einordnen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, der Ablauf beim Wechsel unter Wasserfilter am Kaffeevollautomaten wechseln.

Gerechnet lohnt sich der Filter dort, wo hartes Wasser aus der Leitung kommt. Unter etwa 8 °dH verschiebt er wenig, über 14 °dH spart er eine ganze Reihe von Entkalkungsdurchläufen. Die Routine für beide Fälle steht unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.

Herausnehmbare Brühgruppe

Die Brühgruppe sitzt hinter der Servicetür und lässt sich entnehmen. Das ist bei Philips Serienstandard und einer der Gründe, warum diese Geräte auch nach Jahren noch pflegbar sind: Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die mit der Zeit ranzig werden und den Geschmack beeinflussen. Ein Automatikprogramm erreicht sie zum großen Teil, ein wöchentliches Ausspülen unter fließendem Wasser erreicht sie vollständig.

Philips bietet zusätzlich ein eigenes Schmiermittel für die Führungen an. Das klingt nach Zusatzverkauf und hat einen realen Hintergrund: Trocken laufende Führungen sind die häufigste Ursache für eine klemmende oder quietschende Brühgruppe. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Vor- und Nachteile der Bauart unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.

SilentBrew, Standby und Stellfläche

Philips gibt an, dass die 5500 Series dank SilentBrew rund 40 Prozent leiser arbeitet als vergleichbare Geräte. Der Bezugspunkt bleibt dabei offen, ein Dezibelwert steht im Datenblatt nicht. Nachvollziehbar ist die Richtung: Die Geräuschentwicklung eines Vollautomaten entsteht überwiegend im Mahlwerk, und gedämmte Mahlwerke sind hörbar leiser.

Beim Verbrauch ist Philips ungewöhnlich auskunftsfreudig. Der Standby-Wert liegt bei 0,2 W, nach 30 Minuten ohne Bezug schaltet das Gerät selbstständig ab, und Philips führt für die Maschine ein eigenes Energie-Label mit Klasse A.

Die Stellfläche ist die angenehmste Zahl im ganzen Datenblatt: 24,6 cm Breite bei 8 kg Gewicht, das schmalste und leichteste Gerät in unserem Vergleichsfeld. Mit 43,3 cm Tiefe bleiben auf einer 60-cm-Arbeitsplatte gut 16 cm für Steckdose und Kabel, und mit 37,1 cm Höhe passt die Maschine unter die meisten Hängeschränke.

Vorratsgrößen im Alltag

Der Wassertank fasst 1,8 Liter, der Bohnenbehälter 275 Gramm. Beides sind die kleinsten Werte in unserem Vergleichsfeld, und beides ist eine Folge der schmalen Bauform.

Gerechnet heißt das: Bei 120 ml je Tasse reicht der Tank für rund 15 Bezüge, bei Espresso mit 40 ml entsprechend mehr. In der Praxis liegt der Wert darunter, weil das Gerät beim Ein- und Ausschalten spült und Milchgetränke Wasser für den Dampf brauchen. Die 275 Gramm Bohnen reichen bei rund 9 Gramm je Bezug für etwa 30 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird also etwa alle vier Tage nachgefüllt. Das ist kein Nachteil, solange die Bohnen ohnehin frisch bleiben sollen; wie sie richtig lagern, steht unter Kaffee im Kühlschrank lagern.

Was die 5500 Series bewusst auslässt

Ein Punkt gehört klar benannt: Die EP5547/90 hat keine Vernetzung. Philips führt die Konnektivität im Datenblatt ausdrücklich mit “Nein”. Die HomeID-App liefert Rezepte und Support-Inhalte, sie steuert das Gerät nicht und ruft keine Getränke ab.

Praktisch ist das weniger dramatisch, als es klingt. Alle Einstellungen laufen über das TFT-Display an der Maschine, und bei einem Gerät, das direkt in der Küche steht, ist die Fernsteuerung selten der Punkt, an dem eine Kaufentscheidung hängt. Wer sie trotzdem möchte, findet sie bei Siemens über Home Connect, dort allerdings zu deutlich höheren Preisen.

Alternativen im Vergleich

ModellGetränkeMilchsystemWassertankPreisklasse
Philips 5500 EP5547/90 (dieses Modell)20, davon 7 eisgekühltLatteGo, zweiteilig1,8 lum 579 €
Philips 5400 EP5447/9012LatteGo, zweiteilig1,8 lum 425 €
Philips 2200 EP2220/103klassischer Milchaufschäumer1,8 lum 289 €
Siemens EQ300 TF301E195milkPerfect, Aufschäumen in der Tasse1,4 lum 340 €

Die Tabelle zeigt eine Philips-Preistreppe, die sich sauber lesen lässt. Von der 2200 zur 5400 wechselt das Milchsystem vom manuellen Aufschäumer zum automatischen LatteGo, und dieser Schritt verändert den Alltag am stärksten. Von der 5400 zur 5500 bleibt die Technik gleich, es wächst allein die Getränkeauswahl.

Für wen sich die Maschine lohnt

Die 5500 Series passt zu Haushalten, in denen Milchgetränke den Ton angeben und im Sommer kalte Varianten dazukommen. Die sieben Eisgetränke sind der einzige Grund, der den Aufpreis zur 5400 trägt, und für alle, die sie nutzen, tragen sie ihn gut. Dazu kommt der schmale Aufstellplatz von 24,6 cm, der in kleinen Küchen den Ausschlag geben kann.

Weniger passend ist sie für zwei Gruppen. Wer ausschließlich heiße Getränke trinkt, bekommt mit der 5400 Series dieselbe Maschine für rund 150 Euro weniger. Und wer regelmäßig für mehrere Personen zubereitet, stößt am 0,26-Liter-Milchbehälter und am 1,8-Liter-Tank schneller an Grenzen als bei den größeren Siemens-Geräten.

Fazit

Die EP5547/90 ist ein durchdachter Vollautomat mit dem pflegeleichtesten Milchsystem am Markt, einem fein abgestuften Keramikmahlwerk und der schmalsten Stellfläche in ihrer Klasse. Das LatteGo aus zwei spülmaschinenfesten Teilen und die herausnehmbare Brühgruppe machen sie zu einem Gerät, das auch nach Jahren noch sauber zu halten ist. Für rund 579,00 € ist das ein stimmiges Paket.

Der Vorbehalt betrifft die Positionierung im eigenen Programm. Die Hardware entspricht bis auf die Getränkeliste der 5400 Series, und damit steht und fällt die Kaufentscheidung mit den sieben Eisgetränken. Wer sie trinkt, greift zur 5500. Wer heißen Kaffee bevorzugt, spart die 150 Euro und nimmt die 5400 Series, die in jeder anderen Hinsicht dasselbe Gerät ist.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • LatteGo besteht aus zwei Teilen ohne einen einzigen Schlauch: Beide wandern nach dem Gebrauch in die Spülmaschine, was den größten Pflegeaufwand eines Milchsystems auflöst
  • Sieben eisgekühlte Spezialitäten ab Werk, darunter Iced Latte und Iced Cappuccino; bei Vollautomaten dieser Preisklasse selten
  • Herausnehmbare Brühgruppe: Der Brühweg lässt sich wöchentlich unter fließendem Wasser ausspülen
  • Mahlwerk aus 100 Prozent Keramik mit 12 Mahlgradstufen, feiner abgestuft als bei vielen Wettbewerbern
  • AquaClean verschiebt das Entkalken laut Philips über bis zu 5.000 Tassen, wenn der Filter rechtzeitig gewechselt wird
  • Mit 24,6 cm Breite und 8 kg das schmalste und leichteste Gerät in unserem Vergleichsfeld
  • Vier Benutzerprofile plus Gastprofil, in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit

Das spricht dagegen

  • Technisch weitgehend identisch mit der rund 150 Euro günstigeren 5400 Series: gleiche Maße, gleiches LatteGo, gleiche 12 Mahlgradstufen, gleicher Tank, gleiche Brühgruppe. Der Aufpreis kauft die größere Getränkeauswahl
  • Der LatteGo-Behälter fasst 0,26 Liter, was bei rund 100 ml je Cappuccino für gut zwei Milchgetränke reicht
  • Keine Vernetzung: Philips führt die Konnektivität im Datenblatt mit "Nein", die HomeID-App liefert nur Rezepte und Support ohne Gerätesteuerung
  • Der Wassertank fasst 1,8 Liter und ist damit der kleinste im Vergleichsfeld
  • Die eisgekühlten Getränke setzen Eiswürfel im Glas voraus, die Maschine kühlt selbst nicht
  • Philips weist für dieses Modell keine Brühtemperatur aus, das Aroma Extract System wird nur qualitativ beschrieben

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Ausstattung 4,0
Bedienung 4,0
Pflege und Wartung 4,5
Kaffeezubereitung 4,0

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Häufige Fragen

Was unterscheidet die Philips 5500 von der 5400 Series?

Die Hardware ist nach den Philips-Datenblättern nahezu deckungsgleich: beide Geräte messen 37,1 × 24,6 × 43,3 cm, wiegen 8 kg, arbeiten mit 15 bar, 12 Mahlgradstufen, einem 275-g-Bohnenbehälter, einem 1,8-Liter-Tank, LatteGo mit 0,26 Litern und vier Profilen plus Gast. Der Unterschied liegt in der Getränkeauswahl: 20 Spezialitäten bei der 5500 gegenüber 12 bei der 5400, dazu kommen die sieben Eisgetränke und die Extra-Shot-Funktion.

Wie funktioniert das LatteGo-Milchsystem?

LatteGo besteht aus genau zwei Teilen: einem Milchbehälter und einem Aufschäumer, die ineinandergesteckt werden. Die Milch wird ohne Schlauch direkt in eine Kammer gezogen, wo sie mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Wand geschleudert und dabei mit Luft vermischt wird. Beide Teile sind spülmaschinengeeignet. Da kein Schlauch verbaut ist, gibt es auch keine Stelle, an der sich Milchreste unerreichbar absetzen können.

Wie viele Milchgetränke schafft eine LatteGo-Füllung?

Der Behälter fasst 0,26 Liter. Bei einem Cappuccino mit rund 100 ml Milch reicht eine Füllung damit für gut zwei Getränke, bei einem Latte macchiato mit 150 ml für weniger. Wer für mehrere Personen zubereitet, füllt zwischendurch nach. Der Vorteil bleibt: Der Behälter wird als Ganzes entnommen und wandert geschlossen in den Kühlschrank.

Was bedeutet AquaClean mit 5.000 Tassen?

Philips gibt an, dass sich das Entkalken mit dem AquaClean-Filter über bis zu 5.000 Tassen hinausschieben lässt. Diese Zahl setzt voraus, dass der Filter jedes Mal rechtzeitig gewechselt wird, wenn das Gerät danach verlangt, und dass die Wasserhärte vorher korrekt eingestellt wurde. Die Teststreifen dafür liegen bei. Wird ein Filterwechsel ausgelassen, greift die Rechnung nicht mehr und die Maschine fordert das Entkalken an.

Was passiert beim QuickStart der Philips 5500?

QuickStart verkürzt die Zeit zwischen Einschalten und erstem Bezug. Statt das gesamte System auf Betriebstemperatur zu bringen, heizt die Maschine gezielt den Bereich auf, der für die erste Tasse gebraucht wird. Beim ersten Start nach dem Auspacken bleibt es dagegen beim vollständigen Vorgang: Wasserhärte einstellen, AquaClean-Filter einsetzen und spülen, danach den ersten Bezug durchlaufen lassen.

Was tun, wenn die Philips 5500 kein Wasser zieht?

Die häufigsten Ursachen sind ein nicht vollständig eingesetzter Wassertank, Luft im System nach einem Filterwechsel und Kalk im Ventil. Der Reihe nach hilft: Tank entnehmen, füllen, fest einsetzen, danach heißes Wasser beziehen, damit sich das System entlüftet. Wurde gerade ein AquaClean-Filter eingesetzt, muss dieser vor dem ersten Kaffee gespült werden. Bleibt das Problem, steht die vollständige Ursachenliste in unserem Ratgeber zum Kaffeevollautomaten, der kein Wasser zieht.

Kann die 5500 Series wirklich Eiskaffee?

Sie bereitet sieben eisgekühlte Spezialitäten zu: Iced Latte, Iced Cappuccino, Iced Caffè Crema, Iced Café au Lait, Iced Caffè Latte, Americano mit Eiswürfeln und Espresso mit Eiswürfeln. Die Maschine passt dafür Brühparameter und Menge an, damit das Getränk auf Eis nicht verwässert schmeckt. Gekühlt wird dabei über die Eiswürfel im Glas, das Gerät selbst hat keine Kühlfunktion. Kalt extrahierter Cold Brew ist etwas anderes und in dieser Serie nicht enthalten.

Lässt sich die Brühgruppe der Philips 5500 herausnehmen?

Ja. Die Brühgruppe sitzt hinter der Servicetür an der Geräteseite und lässt sich entriegeln, herausziehen und unter fließendem warmem Wasser ausspülen. Philips empfiehlt zusätzlich ein eigenes Schmiermittel für die Führungen, das als Zubehör erhältlich ist. Diese Bauart hält den Brühweg langfristig zugänglich, weil sich dort Kaffeeöle absetzen, die ein Automatikprogramm nur teilweise erreicht.

Welche Farbvarianten gibt es bei der 5500 Series?

Der Handel führt neben der schwarzen EP5547/90 die EP5544/50 in grau-schwarz, die EP5544/80 in grau und die EP5543/90 in weiß. Die Getränkeauswahl und die technischen Werte sind bei allen Varianten identisch, sie unterscheiden sich in Gehäusefarbe und Oberfläche. Preislich liegen die Varianten typischerweise zwischen 579 und 599 Euro.

Hat die Philips 5500 eine App-Steuerung?

Nein. Philips führt die Konnektivität im Datenblatt ausdrücklich mit "Nein". Die HomeID-App liefert Rezepte und Support-Inhalte, sie steuert das Gerät aber nicht und ruft keine Getränke ab. Alle Einstellungen laufen über das TFT-Display an der Maschine. Wer eine echte App-Steuerung sucht, findet sie bei Siemens über Home Connect.

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