Kaffeevollautomat · Philips

Philips 3300 Series EP3341/50 (Kaffeevollautomat)

  • Sechs Getränke auf Tastendruck, darunter Latte macchiato und eine eigene Iced-Coffee-Position
  • LatteGo-Milchsystem aus zwei Teilen ohne Schläuche, beide spülmaschinengeeignet
  • Mahlwerk aus 100 Prozent Keramik mit 12 Mahlgradstufen
  • AquaClean-Filter: laut Philips bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken
  • Herausnehmbare Brühgruppe, Farbdisplay mit Touch-Tasten

Preise: Stand 05.10.2026, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der vollbohne.de-Redaktion · Veröffentlicht am 26. August 2026

Philips 3300 Series EP3341/50

Preisentwicklung

377 €405 €433 €461 €26.08.2608.09.2621.09.2605.10.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 389,00 € (02.10.2026, Coolblue) · Höchstpreis: 449,00 € (OTTO)

Technische Daten

Modell EP3341/50 (Baureihe 3300 Series), schwarz
Geräteart Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk
Vorprogrammierte Getränke 6
Getränke im Detail Espresso, Kaffee, Cappuccino, Latte macchiato, Iced Coffee, heißes Wasser
Mahlwerk 100 % Keramik
Mahlgrad-Einstellung 12 Stufen
Brühgruppe herausnehmbar
Pumpendruck 15 bar
Milchsystem LatteGo, zweiteilig ohne Schläuche, spülmaschinengeeignet
Milchbehälter 0,26 Liter
Anzeige Farbdisplay mit Touch-Tasten
Kaffeestärke 3 Stufen
Brühtemperatur 3 Stufen einstellbar; einen Temperaturwert in Grad weist Philips nicht aus
Benutzerprofile keine; Anpassungen gelten geräteweit
Wassertank 1,8 Liter, entnehmbar
Wasserfilter AquaClean, Patrone im Lieferumfang, laut Philips bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken
Bohnenbehälter 275 g
Tresterbehälter 12 Portionen
Gleichzeitig zubereitbare Tassen 2
Maximale Tassenhöhe 14,5 cm
Geräuschreduzierung SilentBrew, laut Philips 40 % leiser als frühere Modelle, Quiet-Mark-Zertifizierung
Vernetzung keine Gerätesteuerung; die HomeID-App liefert Rezepte und Support
Leistung 1.500 W, 230 V
Material Kunststoff, Metall als Sekundärmaterial
Maße (H × B × T) 37,1 × 24,6 × 43,3 cm
Gewicht 8 kg
Lieferumfang AquaClean-Filter, LatteGo, Messlöffel, Wasserhärte-Teststreifen
Garantie 2 Jahre
EAN 8720389027659

Einordnung

Die 3300 Series ist in Philips’ Preistreppe die Stufe, auf der ein Kaffeevollautomat zum ersten Mal alles Wesentliche kann: Er mahlt frisch, schäumt Milch selbstständig auf und stellt einen Latte macchiato auf Tastendruck hin. Über der 3300 wird die Getränkeliste länger, unter ihr fehlt genau dieses eine Getränk.

Grundlage dieser Einordnung sind das Philips-Datenblatt zur EP3341/50, die Technologiebeschreibungen des Herstellers und die Händlerlistungen mit Preis und Verfügbarkeit. Die spannendste Frage bei diesem Modell ist eine Preisfrage: Die EP3341/50 steht bei verschiedenen Händlern derzeit rund 50 Euro auseinander, und der höhere der beiden Preise bringt sie in die Nähe der größeren 5400 Series. Diesem Punkt gehen wir unten nach.

Analyse

Sechs Getränke und wo die 3300 wirklich beginnt

Auf dem Display stehen sechs Positionen: Espresso, Kaffee, Cappuccino, Latte macchiato, Iced Coffee und heißes Wasser. Sechs klingt in einer Kategorie, in der Hersteller mit zwanzig und mehr werben, nach wenig. Die Zahl allein führt hier in die Irre.

Entscheidend ist, welches Getränk hinzukommt. Die kleinere 2300 Series führt Espresso, Kaffee, Cappuccino und Heißwasser. Die 3300 legt Latte macchiato dazu, und dieser Schritt ist technisch der aufwendigere von beiden: Beim Cappuccino läuft zuerst der Kaffee und dann der Schaum, beim Latte macchiato muss die Maschine die Reihenfolge umkehren und den Espresso durch die Milchschicht schieben, damit sich die Schichten bilden. Wer Latte macchiato trinkt, kauft mit der 3300 genau diese Reihenfolge.

Alle sechs Getränke lassen sich in der Kaffeestärke über drei Stufen und in der Füllmenge anpassen. Die Einstellung bleibt danach gespeichert, allerdings geräteweit, dazu unten mehr.

Iced Coffee: was die Taste tatsächlich tut

Die Iced-Coffee-Position verdient eine ehrliche Einordnung, weil der Begriff mehr verspricht, als eine Maschine dieser Klasse leisten kann. Die 3300 kühlt nichts. Kompressor und Kühlelement fehlen, die Eiswürfel kommen aus dem Gefrierfach ins Glas.

Was die Taste macht, ist trotzdem mehr als Marketing: Sie ändert Stärke und Wassermenge des Bezugs. Wer normalen Espresso auf Eis gießt, bekommt ein Getränk, das mit jedem schmelzenden Würfel dünner wird und nach zwei Minuten wässrig schmeckt. Der Iced-Coffee-Bezug rechnet das Schmelzwasser vorweg ein und brüht entsprechend konzentrierter.

Vom kalt extrahierten Cold Brew unterscheidet sich das grundlegend. Dort zieht grob gemahlener Kaffee über Stunden in kaltem Wasser, und die Kälte verhindert, dass sich Bitterstoffe und ein Teil der Säuren überhaupt lösen. Das Ergebnis schmeckt milder und ist mit keiner Vollautomaten-Taste nachzubauen; der Weg dorthin steht in unserer Cold-Brew-Anleitung.

LatteGo: zwei Teile, kein Schlauch

Das Milchsystem ist der Punkt, an dem sich Vollautomaten im Alltag unterscheiden, und Philips hat hier die konsequenteste Lösung im Programm. LatteGo besteht aus einem Milchbehälter und einem Aufschäumer, die ineinandergesteckt werden. Dazwischen liegt kein Schlauch, kein Ventil und keine Düse, die sich zusetzen könnte. Die Milch wird direkt in eine Kammer gezogen, dort gegen eine Wand geschleudert und dabei mit Luft vermischt.

Beide Teile wandern nach dem Gebrauch in die Spülmaschine. Das ist der wichtigste Pflegepunkt eines Vollautomaten und der Grund, warum Philips diese Bauweise bis in die Einstiegsklasse durchzieht: Milchreste in einem Schlauchsystem sind die häufigste Ursache dafür, dass der Schaum von Woche zu Woche schlechter wird. Was sonst noch dahinterstecken kann, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.

Die Grenze des Systems ist die Größe. Der Behälter fasst 0,26 Liter, was bei rund 100 ml Milch je Cappuccino für gut zwei Getränke reicht, bei Latte macchiato mit 150 ml für weniger. Für zwei Milchkaffeetrinker am Morgen geht das auf, für eine Runde Gäste wird zwischendurch nachgefüllt.

Der ehrliche Blick: 3300 gegen 5400

An dieser Stelle lohnt ein Datenblattvergleich, weil er die Kaufentscheidung trägt. Wir haben die Philips-Spezifikationen der EP3341/50 und der EP5447/90 aus der 5400 Series nebeneinandergelegt:

Wert3300 EP3341/505400 EP5447/90
Vorprogrammierte Getränke612
Mahlwerk100 % Keramik, 12 Stufen100 % Keramik, 12 Stufen
MilchsystemLatteGo, 0,26 lLatteGo, 0,26 l
Wassertank1,8 l1,8 l
Bohnenbehälter275 g275 g
Pumpendruck15 bar15 bar
Benutzerprofilekeine4 + Gast
AnzeigeFarbdisplay, Touch-TastenTFT-Display
Maße (H × B × T)37,1 × 24,6 × 43,3 cm37,1 × 24,6 × 43,3 cm
Gewicht8 kg8 kg

Die Zeilen sprechen eine deutliche Sprache: Die Hardware ist identisch. Gleiches Gehäuse, gleiches Mahlwerk, gleicher Tank, gleiches Milchsystem, gleicher Druck. Was die 5400 mehr bietet, sind doppelt so viele Getränke und vier Benutzerprofile plus Gastprofil.

Damit hängt alles am Preis, und der ist bei diesem Modell ungewöhnlich beweglich. Die 5400 liegt derzeit bei rund 425 Euro. Die 3300 steht bei Coolblue bei 393,90 € und bei OTTO bei 399,00 €. Beim günstigeren der beiden Preise ist die 3300 ein sauberer Kauf, beim teureren kostet sie mehr als das besser ausgestattete Modell darüber. Der Blick auf beide Händler entscheidet hier also darüber, welches Gerät überhaupt das sinnvolle ist.

Keramikmahlwerk mit 12 Stufen

Philips verbaut ein Mahlwerk aus 100 Prozent Keramik, und zwar dasselbe wie in den teureren Serien. Der handfeste Vorteil des Materials: Keramik leitet Wärme schlechter als Stahl, das Mahlgut erwärmt sich beim Mahlen weniger, und weniger Wärme im Mahlgang bedeutet weniger flüchtige Aromen, die schon vor dem Brühen entweichen. Die Bauarten im Vergleich stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk.

Zwölf Mahlgradstufen sind für diese Preisklasse eine gute Auflösung. Zum Vergleich: JURA arbeitet bei der E8 mit sieben Stufen. Verstellt wird grundsätzlich nur bei laufendem Mahlwerk, das gilt für Kegelmahlwerke allgemein und steht so auch in der Philips-Anleitung. Schmeckt der Kaffee trotz passender Bohne bitter, ist der Mahlgrad die erste Stellschraube; die vollständige Ursachenliste steht unter Kaffee schmeckt bitter aus der Maschine.

Drei Stärkestufen und keine Profile

Hier spart Philips gegenüber den größeren Serien, und zwar an zwei Stellen gleichzeitig. Die Kaffeestärke läuft über drei Stufen, während die 5000er-Reihe an dieser Stelle feiner abstuft. Für die meisten Haushalte reicht das, weil sich die Stärke ohnehin stärker über den Mahlgrad und die Bohne steuern lässt als über die Dosierung.

Schwerer wiegt die zweite Lücke: Die 3300 kennt keine Benutzerprofile. Alle Einstellungen gelten für das Gerät, nicht für eine Person. In einem Haushalt mit einem gemeinsamen Geschmacksbild fällt das nie auf. Trinken zwei Personen dagegen den einen Espresso kräftig und den anderen mild, wird vor jedem Bezug nachjustiert, und genau dafür gibt es in der 5400 die vier Profile.

AquaClean: was die 5.000 Tassen voraussetzen

Der AquaClean-Filter ist Philips’ Antwort auf das Entkalken, und die Herstellerangabe klingt zunächst spektakulär: bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalkungsvorgang.

Sie gilt unter zwei Bedingungen. Erstens muss die Wasserhärte beim Einrichten korrekt eingestellt werden, wofür die Teststreifen im Lieferumfang liegen. Zweitens muss jeder Filterwechsel erfolgen, sobald das Gerät ihn anfordert; über 5.000 Tassen sind das mehrere Patronen. Wird ein Wechsel ausgelassen, greift die Rechnung nicht mehr und die Maschine fordert das Entkalken an. Wie sich die Wasserhärte bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, der Ablauf beim Wechsel unter Wasserfilter am Kaffeevollautomaten wechseln.

Gerechnet lohnt sich der Filter dort, wo hartes Wasser aus der Leitung kommt. Unter etwa 8 °dH verschiebt er wenig, über 14 °dH spart er eine ganze Reihe von Entkalkungsdurchläufen. Die Routine für beide Fälle steht unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.

Herausnehmbare Brühgruppe

Die Brühgruppe sitzt hinter der Servicetür und lässt sich entnehmen. Das ist bei Philips Serienstandard und einer der Gründe, warum diese Geräte auch nach Jahren noch pflegbar sind: Im Brühweg setzen sich Kaffeeöle ab, die mit der Zeit ranzig werden und den Geschmack beeinflussen. Ein Automatikprogramm erreicht sie zum großen Teil, ein wöchentliches Ausspülen unter fließendem Wasser erreicht sie vollständig.

Philips bietet zusätzlich ein eigenes Schmiermittel für die Führungen an. Das klingt nach Zusatzverkauf und hat einen realen Hintergrund: Trocken laufende Führungen sind die häufigste Ursache für eine klemmende Brühgruppe. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Vor- und Nachteile der Bauart unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.

Stellfläche und Vorratsgrößen im Alltag

Die 3300 misst 37,1 cm in der Höhe, 24,6 cm in der Breite und 43,3 cm in der Tiefe bei 8 kg Gewicht. Die 24,6 cm Breite sind der praktischste Wert im Datenblatt: Ein Vollautomat mit automatischem Milchsystem auf der Stellfläche einer breiten Kaffeedose ist keine Selbstverständlichkeit. Mit 43,3 cm Tiefe bleiben auf einer 60-cm-Arbeitsplatte gut 16 cm für Steckdose und Kabel, und die Höhe passt unter die meisten Hängeschränke.

Bei den Vorräten heißt das gerechnet: Der 1,8-Liter-Tank reicht bei 120 ml je Tasse für rund 15 Bezüge, die 275 Gramm Bohnen bei etwa 9 Gramm je Bezug für rund 30 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird also etwa alle vier Tage nachgefüllt. Der Tresterbehälter fasst 12 Portionen und will damit ungefähr im selben Rhythmus geleert werden. Wie die Bohnen bis dahin frisch bleiben, steht unter Kaffee im Kühlschrank lagern.

Unter den Auslauf passen Gefäße bis 14,5 cm Höhe. Latte-macchiato-Gläser gehen damit durch, hohe Thermobecher für unterwegs stoßen an; eine eigene Reisebecher-Funktion wie in der 5500 Series hat die 3300 nicht.

SilentBrew und die fehlende Gradzahl

Philips gibt an, dass die 3300 dank SilentBrew rund 40 Prozent leiser arbeitet als frühere Modelle, und lässt das über die Quiet-Mark-Zertifizierung extern bestätigen. Ein Dezibelwert steht nicht im Datenblatt, der Bezugspunkt für die 40 Prozent bleibt offen. Die Richtung ist nachvollziehbar, weil der Lärm eines Vollautomaten überwiegend im Mahlwerk entsteht.

Eine zweite Zahl fehlt ebenfalls: Die Brühtemperatur weist Philips nur in drei Stufen aus, nicht in Grad. Damit lässt sich die Einstellung im Alltag zwar bedienen, aber nicht gegen eine Zielgröße prüfen. Welche Temperaturen bei welcher Zubereitung sinnvoll sind, steht unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.

Alternativen im Vergleich

ModellGetränkeProfileMilchsystemPreisklasse
Philips 3300 EP3341/50 (dieses Modell)6 inkl. Latte macchiato und Iced CoffeekeineLatteGo, zweiteiligum 399 €
Philips 2300 EP2331/103 plus HeißwasserkeineLatteGo, zweiteiligum 364 €
Philips 5400 EP5447/90124 + GastLatteGo, zweiteiligum 425 €
Siemens EQ500 classic TP513D096keineMilchschlauch in den Kartonum 399 €

Die Tabelle zeigt eine Preistreppe mit sehr kleinen Stufen. Von der 2300 zur 3300 kommen Latte macchiato und Iced Coffee dazu, von der 3300 zur 5400 verdoppelt sich die Getränkeliste und es kommen Profile hinzu. Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegen rund 60 Euro. Bei so kleinen Abständen entscheidet die Frage, welche Getränke im Haushalt tatsächlich getrunken werden.

Für wen sich die Maschine lohnt

Die 3300 Series passt zu Haushalten, in denen Cappuccino und Latte macchiato den Ton angeben, in denen alle denselben Kaffee mögen und in denen die Stellfläche knapp ist. Sie liefert dafür dieselbe Kaffeequalität wie die doppelt so teure 5500 Series, denn Mahlwerk, Brühgruppe, Pumpe und Milchsystem sind dieselben Bauteile.

Weniger passend ist sie für zwei Gruppen. Wer nie Latte macchiato trinkt, bekommt mit der 2300 Series dieselbe Maschine für weniger Geld. Und wer zu zweit mit unterschiedlichem Geschmack Kaffee trinkt oder Wert auf eine lange Getränkeliste legt, findet in der 5400 Series für einen kleinen Aufpreis das deutlich besser ausgestattete Gerät.

Fazit

Die EP3341/50 ist der Punkt, an dem ein Philips-Vollautomat vollständig wird: LatteGo aus zwei spülmaschinenfesten Teilen, Keramikmahlwerk mit 12 Mahlgradstufen, herausnehmbare Brühgruppe, AquaClean und mit 24,6 cm eine Stellfläche, die in jede Küche passt. Latte macchiato und Iced Coffee sind die beiden Getränke, die sie von der Einstiegsklasse trennen, und beide sind gute Gründe für den Aufpreis.

Der Vorbehalt betrifft ausschließlich den Preis. Bei 393,90 € ist die Maschine ein klarer Kauf. Liegt sie beim gewählten Händler dagegen bei 449 Euro, kostet sie mehr als die 5400 Series, die dieselbe Hardware mit doppelter Getränkeliste und vier Benutzerprofilen bietet. Vor dem Klick lohnt daher der Blick auf beide Angebote, und wenn der Abstand schrumpft, greift man zur Serie darüber.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • LatteGo besteht aus zwei Teilen ohne einen einzigen Schlauch: Beide wandern nach dem Gebrauch in die Spülmaschine, was den größten Pflegeaufwand eines Milchsystems auflöst
  • Latte macchiato als eigene Taste: der Getränkeschritt, der die 3300 von der kleineren 2300 Series trennt
  • Eigene Iced-Coffee-Position, die Stärke und Menge für das Getränk auf Eis anpasst; in dieser Preisklasse noch selten
  • Herausnehmbare Brühgruppe: Der Brühweg lässt sich wöchentlich unter fließendem Wasser ausspülen
  • Mahlwerk aus 100 Prozent Keramik mit 12 Mahlgradstufen, dieselbe Auflösung wie in der doppelt so teuren 5500 Series
  • AquaClean verschiebt das Entkalken laut Philips über bis zu 5.000 Tassen, wenn der Filter rechtzeitig gewechselt wird
  • 24,6 cm Breite: eines der schmalsten Geräte mit vollautomatischem Milchsystem

Das spricht dagegen

  • Der Preisabstand zur größeren 5400 Series ist je nach Händler winzig oder verschwindet ganz. Die 5400 bietet für ähnliches Geld zwölf Getränke und vier Benutzerprofile, ein Preisvergleich vor dem Kauf ist hier Pflicht
  • Keine Benutzerprofile: Wer die Kaffeestärke ändert, ändert sie für alle im Haushalt
  • Nur drei Kaffeestärkestufen, die 5400 und 5500 arbeiten an dieser Stelle feiner
  • Der LatteGo-Behälter fasst 0,26 Liter, was bei rund 100 ml je Cappuccino für gut zwei Milchgetränke reicht
  • Iced Coffee kühlt nicht selbst: Die Maschine passt Stärke und Menge an, die Eiswürfel kommen aus dem Gefrierfach ins Glas
  • Philips weist für dieses Modell keine Brühtemperatur in Grad aus, nur drei Stufen ohne Zahlenwert

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Ausstattung 3,5
Bedienung 4,0
Pflege und Wartung 4,5
Kaffeezubereitung 4,0

Gesamtwertung: 3,9 / 5

Häufige Fragen

Welche Getränke kann die Philips 3300 EP3341/50 zubereiten?

Sechs Positionen stehen auf dem Display: Espresso, Kaffee, Cappuccino, Latte macchiato, Iced Coffee und heißes Wasser. Die vier Kaffeegetränke laufen als OneTouch-Bezug durch, bei den Milchgetränken übernimmt LatteGo das Aufschäumen selbstständig. Über die Kaffeestärke in drei Stufen und die Füllmenge lässt sich jedes Getränk anpassen, die Einstellung gilt danach für alle Nutzer.

Was ist der Unterschied zwischen der Philips 2300 und der 3300 Series?

Beide teilen sich Gehäuse, Keramikmahlwerk mit 12 Stufen, LatteGo, AquaClean und den 1,8-Liter-Tank. Der Unterschied liegt in der Getränkeliste: Die 2300 führt Espresso, Kaffee, Cappuccino und Heißwasser, die 3300 legt Latte macchiato und Iced Coffee dazu und zeigt die Auswahl auf einem Farbdisplay. Wer Latte macchiato trinkt, findet in diesem Schritt den einzigen Grund für den Aufpreis.

Wie funktioniert das LatteGo-Milchsystem?

LatteGo besteht aus genau zwei Teilen: einem Milchbehälter und einem Aufschäumer, die ineinandergesteckt werden. Die Milch wird ohne Schlauch direkt in eine Kammer gezogen, dort mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Wand geschleudert und dabei mit Luft vermischt. Beide Teile sind spülmaschinengeeignet. Da kein Schlauch verbaut ist, gibt es keine Stelle, an der sich Milchreste unerreichbar absetzen können.

Macht die Philips 3300 wirklich Eiskaffee?

Sie hat eine eigene Iced-Coffee-Position, die Kaffeestärke und Wassermenge so anpasst, dass das Getränk auf Eis nicht verwässert schmeckt. Gekühlt wird über die Eiswürfel im Glas, eine Kühlfunktion hat das Gerät nicht. Kalt extrahierter Cold Brew ist etwas anderes: Dort zieht der Kaffee über Stunden in kaltem Wasser, das Ergebnis schmeckt milder und säureärmer.

Lässt sich die Brühgruppe der Philips 3300 herausnehmen?

Ja. Die Brühgruppe sitzt hinter der Servicetür an der Geräteseite und lässt sich entriegeln, herausziehen und unter fließendem warmem Wasser ausspülen. Diese Bauart hält den Brühweg langfristig zugänglich, weil sich dort Kaffeeöle absetzen, die ein Automatikprogramm nur teilweise erreicht. Philips bietet zusätzlich ein eigenes Schmiermittel für die Führungen an.

Was bedeutet AquaClean mit 5.000 Tassen?

Philips gibt an, dass sich das Entkalken mit dem AquaClean-Filter über bis zu 5.000 Tassen hinausschieben lässt. Die Zahl setzt zweierlei voraus: Die Wasserhärte muss beim Einrichten korrekt eingestellt sein, wofür Teststreifen beiliegen, und jeder Filterwechsel muss erfolgen, sobald das Gerät ihn anfordert. Über 5.000 Tassen sind das mehrere Patronen. Wird ein Wechsel ausgelassen, greift die Rechnung nicht mehr.

Hat die Philips 3300 Benutzerprofile?

Nein. Anders als die 5400 und 5500 Series mit vier Profilen plus Gastprofil speichert die 3300 ihre Einstellungen geräteweit. Wer die Kaffeestärke auf die höchste Stufe stellt, stellt sie für alle im Haushalt. In einem Haushalt mit einem festen Geschmacksbild fällt das nicht auf, bei zwei Personen mit unterschiedlichen Vorlieben wird vor jedem Bezug nachjustiert.

Wie viele Tassen schafft ein Wassertank?

Der Tank fasst 1,8 Liter. Bei 120 ml je Tasse reicht das rechnerisch für rund 15 Bezüge, bei Espresso mit 40 ml entsprechend mehr. In der Praxis liegt der Wert darunter, weil das Gerät beim Ein- und Ausschalten spült und Milchgetränke zusätzlich Wasser brauchen. Die 275 Gramm Bohnen im Behälter reichen bei rund 9 Gramm je Bezug für etwa 30 Tassen.

Wie laut ist die Philips 3300 Series?

Philips gibt an, dass die SilentBrew-Technologie das Gerät rund 40 Prozent leiser macht als frühere Modelle, und lässt das über die Quiet-Mark-Zertifizierung bestätigen. Ein Dezibelwert steht nicht im Datenblatt, der Bezugspunkt für die 40 Prozent bleibt offen. Nachvollziehbar ist die Richtung: Der Lärm eines Vollautomaten entsteht überwiegend im Mahlwerk, und gedämmte Mahlwerke sind hörbar leiser.

Passt ein Latte-macchiato-Glas unter den Auslauf?

Der Auslauf lässt bis zu 14,5 cm Tassenhöhe zu, damit passen die meisten Latte-macchiato-Gläser darunter. Hohe Thermobecher für unterwegs stoßen dagegen an die Grenze, dort hilft nur, den Bezug in ein flaches Gefäß laufen zu lassen und umzufüllen. Eine eigene Reisebecher-Funktion wie die 5500 Series hat die 3300 nicht.

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