Kaffeevollautomat · Siemens

Siemens EQ900 TQ903D43 (Kaffeevollautomat)

  • baristaMode: Zugriff auf die relevanten Brühparameter statt fester Werksrezepte
  • eGrinder: Der Mahlgrad wird elektronisch geregelt und für jedes einzelne Getränk gespeichert
  • iSelect Display mit 6,8 Zoll, das größte Display im Siemens-Programm
  • Integrierter Milchbehälter mit 0,7 Litern plus schaltbare Tassenvorwärmung
  • Bis zu 33 Spezialitäten, drei Profile mit je zehn eigenen Getränken

Preise: Stand 05.10.2026, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der vollbohne.de-Redaktion · Veröffentlicht am 24. August 2026

Siemens EQ900 TQ903D43

Preisentwicklung

OTTO
1.289 €1.312 €1.336 €1.359 €24.08.2607.09.2621.09.2605.10.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 1.299,00 € (23.09.2026) · Höchstpreis: 1.349,00 €

Technische Daten

Modell EQ900 TQ903D43, Edelstahl
Geräteart Kaffeevollautomat mit integriertem Mahlwerk
Getränke bis zu 33 Spezialitäten (inklusive Milch, Milchschaum und Heißwasser), im Gerät und in der Home Connect App
Milchgetränke auf einen Tastendruck 18, darunter Latte macchiato, Cappuccino, Flat White, Café cortado, Café con leche, Wiener Melange
Brühsteuerung baristaMode mit Kontrolle über alle relevanten Brühparameter
Mahlwerk ceramDrive, Keramik
Mahlgrad-Einstellung eGrinder, elektronisch anpassbar (Multi-Level), je Getränk über das Display
Brüheinheit entnehmbar
Pumpendruck 19 bar
Aromafunktionen aromaBoost (feinerer Mahlgrad für Espresso-Getränke), aromaSelect (3 Profile: mild, ausgewogen, markant), aromaDouble Shot, intelligente Aromaanpassung
Milchsystem integrierter Milchbehälter, 0,7 Liter
Anzeige iSelect Display, 6,8 Zoll TFT-Farbdisplay mit Touch- und Slide-Funktion
Benutzerprofile individualCoffee System: bis zu 3 Profile mit je 10 gespeicherten Getränken
Bedienmodus comfortMode für die verkürzte Ansicht, baristaMode für den vollen Parameterzugriff
Wassertank 2,3 Liter, entnehmbar
Wasserfilter BRITA INTENZA, Patrone im Lieferumfang
Bohnenbehälter 375 g mit Aromaschutzdeckel
Kaffeeauslauf höhenverstellbar für Gläser bis 15 cm, beleuchtet
Tassenerwärmung aktiv, ein- und ausschaltbar
Weitere Bezugsfunktionen oneTouch DoubleCup, Bezug von warmer Milch, Milchschaum und Heißwasser
Reinigung autoMilk Clean (Dampfreinigung nach jedem Milchgetränk), calc’nClean, Tropfschale und Kaffeesatzbehälter spülmaschinengeeignet
Vernetzung Home Connect: Fernzugriff, coffeePlaylist, Software-Updates
Kindersicherung ja
Anschlusswert 1500 W, 220–240 V, 50 Hz
Länge Anschlusskabel 100 cm
Maße (H × B × T) 39,2 × 31,5 × 47 cm
Gewicht 11,9 kg
Lieferumfang BRITA-INTENZA-Filterpatrone, Filter-Einsetzhilfe, Teststreifen zur Wasserhärtebestimmung, Milchbehälter, 2 × Set Reinigungs- und Entkalkungstabletten, Mikrofasertuch, Welcome-Box
Modellstatus Siemens führt die TQ903D43 im eigenen Shop als nicht mehr verfügbar; der Handel listet sie weiter
EAN 4242003915905

Einordnung

Die EQ900 ist Siemens’ Spitzenreihe, und die TQ903D43 ist ihr Einstiegsmodell. Sie steht damit an einer interessanten Stelle im Programm: über ihr die EQ900-Varianten mit 41 Getränken und zwei Bohnenbehältern, unter ihr die EQ700, die für 400 Euro weniger einen größeren Getränkekatalog mitbringt. Was die TQ903D43 rechtfertigt, sind vier Funktionen, die es darunter nicht gibt.

Grundlage dieser Einordnung sind das Siemens-Datenblatt zur TQ903D43, die Produktmerkmale aus dem Herstellershop und die Händlerlistung mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Siemens sich widerspricht oder einen Wert offen lässt, steht das unten ausdrücklich im Text.

Analyse

baristaMode: der eigentliche Kaufgrund

Vollautomaten nehmen dem Nutzer Entscheidungen ab, und das ist ihr Zweck. Der Preis dafür ist ein festes Werksrezept: Wassermenge, Temperatur und Kaffeemenge liegen fest, verstellbar bleibt meist die Stärke in drei Stufen.

Der baristaMode dreht diese Logik um. Siemens beschreibt ihn als Kontrolle über alle relevanten Brühparameter, also über genau die Stellschrauben, an denen sonst nur ein Siebträger zugänglich ist. Daneben steht der comfortMode für den schnellen Bezug. Beide Modi teilen sich dasselbe Gerät, was den Unterschied zu Maschinen ausmacht, die den Nutzer entweder bevormunden oder überfordern. Wer wissen möchte, welche Rolle die Brühtemperatur dabei spielt, findet die Grundlagen unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.

eGrinder: ein Mahlgrad je Getränk

Die zweite Funktion, die in dieser Klasse selten ist, sitzt im Mahlwerk. Der eGrinder regelt den Mahlgrad elektronisch und speichert ihn getränkeweise.

Warum das zählt, zeigt ein Alltagsproblem. Espresso braucht einen feinen Mahlgrad, damit die kleine Wassermenge auf genug Widerstand trifft. Ein langer Caffè Crema braucht einen gröberen, sonst läuft das Wasser zu lange durch das Mehl und löst Bitterstoffe. An einem mechanischen Drehregler ist das ein Kompromiss, weil eine Einstellung für alles gilt. Der eGrinder löst ihn auf: Jedes gespeicherte Getränk bringt seinen eigenen Mahlgrad mit. Warum die Einstellung am Mahlwerk überhaupt so viel bewegt, zeigt der Ablauf am Siebträger, wo derselbe Zusammenhang von Hand nachgestellt wird: Mahlgrad am Siebträger einstellen. Die Unterschiede der Mahlwerksbauarten stehen unter Edelstahl- oder Keramikmahlwerk.

Dazu kommt aromaBoost: Für Espresso-basierte Getränke mahlt die Maschine laut Siemens noch einmal feiner, um mehr Aroma zu lösen. Die Funktion greift auf dieselbe elektronische Regelung zurück und wäre mit einem Drehregler technisch gar nicht umsetzbar.

Der integrierte Milchbehälter

Die TQ903D43 bringt einen Milchbehälter mit 0,7 Litern mit, der an der linken Geräteseite andockt. Das ist ein Komfortpunkt, der sich im Alltag jeden Tag bemerkbar macht.

Der Vergleich macht es deutlich: Bei einem Schlauchsystem steht während des Bezugs ein offenes Gefäß neben der Maschine, und nach dem letzten Cappuccino muss die Milch zurück in den Kühlschrank. Der integrierte Behälter fasst 0,7 Liter, wird als Ganzes entnommen und wandert geschlossen in den Kühlschrank. Bei rund 100 ml Milch je Cappuccino reicht eine Füllung für etwa sieben Getränke. Für die Reinigung übernimmt autoMilk Clean den laufenden Teil: Nach jedem Milchgetränk spült das Gerät das System selbstständig mit Dampf. Was passiert, wenn diese Pflege ausbleibt, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.

Tassenvorwärmung: der unterschätzte Wert

Die vierte Funktion, die es unterhalb der EQ900 nicht gibt, wirkt auf dem Datenblatt unscheinbar: eine aktive, schaltbare Tassenerwärmung auf der Geräteoberseite.

Ihr Nutzen ist physikalisch geradlinig. Ein Espresso von 40 ml verlässt die Maschine mit rund 90 °C und trifft auf eine Tasse mit Raumtemperatur, die aus 100 bis 150 Gramm Keramik besteht. Die Tasse zieht dem Getränk sofort Wärme ab, und je kleiner das Getränk, desto stärker fällt das ins Gewicht. Bei kurzen Bezügen ist die Tassentemperatur der größte einzelne Einflussfaktor auf die Trinktemperatur. Wer die Funktion abschaltet, kann sie durch einen kurzen Heißwasserbezug in die Tasse ersetzen, verliert dabei aber Zeit und Wasser.

Der Getränkeumfang: 33 gegen 41

An dieser Stelle wird die Rezension unbequem. Siemens gibt für die TQ903D43 bis zu 33 Spezialitäten an, wobei Milch, Milchschaum und Heißwasser mitgezählt werden. Die rund 400 Euro günstigere EQ700 TP725ET7 kommt auf 41.

Beim genauen Blick auf die Milchgetränke wiederholt sich das Bild: Die EQ900 listet 18 Milchgetränke auf einen Tastendruck, die EQ700 zwanzig. Die beiden zusätzlichen sind Latte macchiato XL und Cold Brew macchiato, also genau die Getränke, die zur neueren Getränkegeneration gehören. Der Aufpreis zur EQ900 kauft damit Bedienung, Milchkomfort und Brühkontrolle, keinen breiteren Katalog.

Cold Brew: eine offene Frage im Datenblatt

Passend dazu ein Punkt, den wir offenlegen statt glattzubügeln. Die Siemens-Produktseite führt in den Highlights “Cold Brew: Kalt gebrüht für ein erfrischendes, unvergleichliches Geschmackserlebnis” auf. Die Ausstattungsliste desselben Datenblatts nennt die kalten Spezialitäten für die TQ903D43 dagegen nicht.

Zum Vergleich: Im Datenblatt der EQ700 TP725ET7 steht Cold Brew ausdrücklich in der Ausstattung, zusammen mit Slow Brew und Cold Brew macchiato. Die Highlight-Zeile bei der EQ900 dürfte damit für die Serie insgesamt gelten. Wer kalten Kaffee als festen Bestandteil will, sollte das vor dem Kauf klären. Der Weg ohne Maschine steht in unserer Cold-Brew-Anleitung.

Profile: drei oder zehn?

Ein zweiter Widerspruch betrifft die Benutzerprofile. Die Highlights werben mit “EQ900 Profile: speichere bis zu 10 personalisierte Profile”, die Ausstattungsliste beschreibt das individualCoffee System mit bis zu 3 Profilen, von denen jedes bis zu 10 individuelle Getränke speichert.

Die zweite Angabe ist die konkretere und beschreibt ein in sich schlüssiges System, weshalb sie im Zweifel gilt. Praktisch heißt das: drei Personen mit je zehn eigenen Getränken, was für einen Haushalt in aller Regel ausreicht. Wer mehr Speicherplätze braucht, findet ihn in den neueren EQ900-Varianten.

Pflege: entnehmbare Brüheinheit und was beiliegt

Die Brüheinheit lässt sich entnehmen und unter fließendem Wasser ausspülen. Das ist die Bauart, die den Brühweg langfristig zugänglich hält, weil sich Kaffeeöle dort absetzen und mit der Zeit ranzig werden. Ein Automatikprogramm erreicht sie zum großen Teil, ein wöchentliches Ausspülen vollständig. Die Details dazu stehen unter Brühgruppe reinigen und, falls sie sich einmal nicht bewegt, unter Brühgruppe klemmt.

Beim Lieferumfang zeigt sich der Preisunterschied zur EQ700: Siemens legt neben der BRITA-INTENZA-Patrone und der Einsetzhilfe zwei Sets Reinigungs- und Entkalkungstabletten sowie ein Mikrofasertuch bei. Das Entkalken selbst läuft über calc’nClean, das sich in Einzelschritten oder als kombiniertes Programm ausführen lässt. Wie oft entkalkt werden muss, hängt an der Wasserhärte, die Teststreifen liegen bei. Die Einordnung dazu steht unter Wasserhärte für Kaffee, die vollständige Pflegeroutine unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.

Vorratsgrößen und Maße

Der Bohnenbehälter fasst 375 Gramm und ist damit der größte in unserem Vergleichsfeld. Bei rund 9 Gramm je Bezug reicht eine Füllung für etwa 40 Tassen, in einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen also rund zehn Tage. Der Wassertank mit 2,3 Litern liegt bei rund 19 Bezügen, für Milchgetränke entsprechend darunter.

Bei den Maßen ist die TQ903D43 das größte Gerät im Vergleich: 39,2 cm Höhe, 31,5 cm Breite, 47 cm Tiefe, dazu 11,9 kg. Die Tiefe ist der kritische Wert, weil auf einer Standard-Arbeitsplatte von 60 cm dahinter 13 cm für Steckdose und Kabel bleiben. Der Kaffeeauslauf fährt bis 15 cm hoch, einen guten Zentimeter weniger als bei der EQ700, was bei hohen Latte-macchiato-Gläsern den Ausschlag geben kann.

Der Modellstatus: abgekündigt, aber lieferbar

Ein Punkt gehört vor die Kaufentscheidung. Siemens führt die TQ903D43 im eigenen Shop als nicht mehr verfügbar und verweist auf Service-Angebote. Der Handel listet sie weiter, aktuell zu 1.299,00 €.

Für den Betrieb ist das unproblematisch. Filterpatronen, Reinigungs- und Entkalkungstabletten sowie das Pflegeset sind Standardzubehör der gesamten EQ-Reihe und bleiben verfügbar. Die Modellpflege läuft allerdings auf den Nachfolgern, und wer über Home Connect langfristig Software-Updates erwartet, sollte das mit einbeziehen. Wer ein aktuelles Gerät sucht, findet es in den EQ900-Varianten TQ923E43 und TQ923E03 mit 41 Getränken.

Alternativen im Vergleich

ModellGetränkeMilchsystemMahlgradPreisklasse
Siemens EQ900 TQ903D43 (dieses Modell)bis 33integrierter Behälter 0,7 leGrinder, elektronisch je Getränkum 1.349 €
Siemens EQ700 TP725ET7bis 41flexibler CappuccinatoreDrehregler, mehrstufigum 949 €
JURA E8 (ED)27Feinschaumdüse, Schlauch7 Stufenum 999 €
Philips 5500 Series EP5547/9020LatteGo, zweiteilig12 Stufenum 579 €

Die Tabelle bringt die Kaufentscheidung auf einen Punkt. Wer den Zugriff auf die Brühparameter und den Mahlgrad je Getränk will, findet ihn in diesem Feld nur bei der EQ900. Alles andere gibt es günstiger: mehr Getränke bei der EQ700, eine vergleichbare Preisklasse mit fester Brüheinheit bei JURA, und die Milchgetränke im Alltag deckt schon die Philips 5500 für weniger als die Hälfte ab.

Für wen sich die Maschine lohnt

Die TQ903D43 lohnt sich für Nutzer, die am Ergebnis in der Tasse schrauben möchten und dafür kein Siebträgergerät aufstellen wollen. baristaMode und eGrinder sind die zwei Funktionen, die diesen Anspruch bedienen, und beide gibt es unterhalb der EQ900-Reihe nicht. Dazu kommt der integrierte Milchbehälter für alle, die täglich mehrere Milchgetränke ziehen.

Weniger passend ist sie für zwei Gruppen. Wer vor allem einen großen Getränkekatalog sucht, bekommt ihn bei der EQ700 für 400 Euro weniger. Und wer Wert auf das aktuelle Modell mit langer Update-Perspektive legt, schaut besser auf die neueren EQ900-Varianten oder auf die EQ700.

Fazit

Die EQ900 TQ903D43 verkauft vier Funktionen, und sie verkauft sie gut: Zugriff auf die Brühparameter, elektronische Mahlgradregelung je Getränk, integrierter Milchbehälter und aktive Tassenvorwärmung. Wer diese vier Punkte sucht, findet sie in dieser Preisklasse kaum woanders zusammen, und die entnehmbare Brüheinheit hält das Gerät langfristig pflegbar.

Der Haken liegt in der Umgebung. Das eigene Schwestermodell EQ700 bietet mehr Getränke für 400 Euro weniger, Siemens hat die TQ903D43 im eigenen Shop ausgelistet, und zwei Herstellerangaben widersprechen sich. Für rund 1.349 Euro bleibt sie ein sehr gutes Gerät mit klarem Profil, die Preisempfehlung gilt aber nur für Käufer, die den baristaMode wirklich nutzen wollen. Für alle anderen ist die EQ700 TP725ET7 der bessere Kauf.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • baristaMode: Der Zugriff auf die Brühparameter ist in dieser Geräteklasse die Ausnahme und der eigentliche Grund, zur EQ900 zu greifen
  • eGrinder mit elektronischer Mahlgradregelung je Getränk: Espresso und langer Kaffee laufen mit unterschiedlichem Mahlgrad aus derselben Bohne
  • Integrierter Milchbehälter mit 0,7 Litern, damit steht kein offenes Gefäß neben der Maschine
  • Aktive Tassenvorwärmung, schaltbar: Die Tasse zieht dem Kaffee weniger Wärme ab
  • 6,8-Zoll-Display mit comfortMode für den schnellen Bezug und baristaMode für die volle Kontrolle
  • Entnehmbare Brüheinheit plus autoMilk Clean, dazu zwei Sets Reinigungs- und Entkalkungstabletten im Lieferumfang
  • Bohnenbehälter mit 375 g, der größte in unserem Vergleichsfeld

Das spricht dagegen

  • Siemens führt die TQ903D43 im eigenen Shop als nicht mehr verfügbar. Der Handel verkauft Restbestände, Zubehör und Ersatzteile bleiben verfügbar, die Modellpflege läuft aber auf den Nachfolgern
  • Weniger Getränke als das günstigere Schwestermodell: 33 Spezialitäten gegenüber 41 bei der EQ700 TP725ET7, die rund 400 Euro darunter liegt
  • Widersprüchliche Herstellerangaben zu den Profilen: Die Highlights nennen "bis zu 10 personalisierte Profile", die Ausstattungsliste dagegen 3 Profile mit je 10 Getränken
  • Cold Brew steht in den Siemens-Highlights der Serie, die Ausstattungsliste dieses Modells führt die kalten Spezialitäten nicht auf
  • Der Kaffeeauslauf fährt nur bis 15 cm hoch, hohe Latte-macchiato-Gläser und To-Go-Becher stoßen früher an als bei der EQ700 mit 16,5 cm
  • Mit 47 cm Tiefe und 11,9 kg das größte und schwerste Gerät im Vergleich
  • Siemens weist keinen Jahresstromverbrauch aus, angegeben ist nur der Anschlusswert von 1500 W

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,0
Ausstattung 4,5
Bedienung 4,5
Pflege und Wartung 4,5
Kaffeezubereitung 4,5

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Häufige Fragen

Was kann der baristaMode der EQ900?

Siemens beschreibt den baristaMode als Kontrolle über alle relevanten Brühparameter. Statt ein Werksrezept abzurufen, greift der Nutzer selbst auf die Stellschrauben zu, die das Ergebnis in der Tasse bestimmen: Kaffeemenge, Wassermenge, Temperatur und Mahlgrad. Daneben steht der comfortMode, der dieselben Getränke mit einem Blick auf die Einstellungen zubereitet. Beide Modi lassen sich am Display wechseln.

Wie funktioniert der eGrinder?

Der eGrinder regelt den Mahlgrad elektronisch, und zwar für jedes einzelne Getränk. Bei einem mechanischen Drehregler gilt eine Einstellung für alle Bezüge, hier speichert die Maschine zu jedem Getränk den passenden Wert. Praktisch heißt das: Der Espresso läuft feiner gemahlen als der Caffè Crema, ohne dass dazwischen etwas verstellt wird. Siemens nennt die Regelung im Datenblatt "Multi-Level" ohne eine Stufenzahl.

Wie viele Benutzerprofile hat die EQ900 TQ903D43?

Hier weichen die Siemens-Angaben voneinander ab. Die Produkt-Highlights werben mit "bis zu 10 personalisierte Profile", die Ausstattungsliste des Datenblatts beschreibt dagegen das individualCoffee System mit bis zu 3 Profilen, von denen jedes bis zu 10 individuelle Getränke speichert. Die zweite Angabe ist die konkretere und passt zur Beschreibung des Systems, im Zweifel gilt sie.

Kann die TQ903D43 Cold Brew?

Das lässt Siemens für dieses Modell offen. In den Produkt-Highlights der Seite steht Cold Brew als Merkmal der EQ900-Reihe, die Ausstattungsliste des Datenblatts führt die kalten Spezialitäten für die TQ903D43 aber nicht auf, anders als beim Datenblatt der EQ700 TP725ET7, wo Cold Brew, Slow Brew und Cold Brew macchiato ausdrücklich genannt sind. Wer Cold Brew als festen Bestandteil möchte, sollte das vor dem Kauf beim Händler klären.

Warum kostet die EQ900 mehr als die EQ700, obwohl sie weniger Getränke hat?

Der Aufpreis von rund 400 Euro geht in Bedienung und Milchkomfort. Die EQ900 bringt das größere 6,8-Zoll-Display, den baristaMode mit Parameterzugriff, den eGrinder mit Mahlgradregelung je Getränk, den integrierten Milchbehälter mit 0,7 Litern und die aktive Tassenvorwärmung mit. Der Getränkekatalog wächst dabei nicht, im Gegenteil: Die TP725ET7 zählt 41 Spezialitäten, die TQ903D43 kommt auf 33.

Wird die EQ900 TQ903D43 noch hergestellt?

Siemens führt sie im eigenen Shop als nicht mehr verfügbar und verweist auf Service-Angebote. Der Handel listet das Gerät weiter, aktuell zu rund 1.349 Euro. Für den Betrieb ist das unkritisch: Filterpatronen, Reinigungs- und Entkalkungstabletten sowie das Pflegeset sind Standardzubehör der gesamten EQ-Reihe. Wer Wert auf ein aktuelles Modell legt, findet in den EQ900-Varianten TQ923E43 und TQ923E03 die neueren Ausführungen mit 41 Getränken.

Welche EQ900-Varianten gibt es sonst noch?

Der Handel führt neben der TQ903D43 die TQ923E43 zu rund 1.499 Euro und die TQ923E03 zu rund 1.699 Euro, beide mit 41 Getränken und XL-Bezügen. Ganz oben steht die TQ927E03 zu rund 1.999 Euro mit zwei Bohnenbehältern, die ohne Umfüllen zwischen zwei Röstungen wechselt. Alle teilen die EQ900-Grundzüge: 6,8-Zoll-Display, baristaMode, eGrinder und entnehmbare Brüheinheit.

Wie viele Tassen schafft eine Tank- und Bohnenfüllung?

Der Wassertank fasst 2,3 Liter, das reicht bei einer Tasse von etwa 120 ml rechnerisch für rund 19 Bezüge. In der Praxis liegt der Wert darunter, weil das Gerät beim Ein- und Ausschalten spült und Milchgetränke zusätzlich Wasser für den Dampf brauchen. Der Bohnenbehälter mit 375 Gramm reicht bei rund 9 Gramm je Bezug für etwa 40 Tassen und ist damit der größte in unserem Vergleichsfeld.

Passt die EQ900 unter einen Hängeschrank?

Mit 39,2 cm Höhe steht sie bei den üblichen 40 bis 50 cm zwischen Arbeitsplatte und Hängeschrank knapp. Entscheidend ist der Griff nach oben, weil Bohnenbehälter und Wassertank von oben zugänglich sind: Das Gerät wird zum Befüllen leicht nach vorn gezogen. Kritischer ist die Tiefe von 47 cm, die auf einer 60-cm-Arbeitsplatte nur 13 cm für Steckdose und Kabel übrig lässt.

Muss die EQ900 mit Home Connect verbunden sein?

Für den Betrieb nicht. Alle Getränke laufen über das Display am Gerät. Home Connect ergänzt den Fernzugriff, die coffeePlaylist für mehrere Getränke nacheinander und Software-Updates. Siemens weist darauf hin, dass ein Teil der beworbenen Funktionen einen Home-Connect-Account und eine Internetverbindung voraussetzt. Die App wurde nach Herstellerangabe vom TÜV IT geprüft und zertifiziert.

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