Technische Daten
| Modell | ECAM470.85.MB (Baureihe Eletta Ultra), Silber; Herstellercode 132250187 |
|---|---|
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit Mahlwerk, automatischem Milchsystem und Kaltextraktion |
| Getränke | über 50 heiße und kalte Rezepte laut De'Longhi, davon 45 namentlich im Datenblatt; dazu 6 kreative Rezepte mit Schritt-für-Schritt-Anleitung im Display |
| Getränke-Kollektionen | 7, nach Tageszeit und Vorliebe sortiert |
| Kalte Zubereitung | Cold Extraction Technology, Cold Brew laut De'Longhi in unter fünf Minuten; dazu Cold Brew Cappuccino, Cold Latte Macchiato, Cold Flat White, kalter Espresso |
| Milchsystem | LatteCrema Hot & Cool, ein Behälter für heißen und kalten Milchschaum |
| Milchbehälter | 0,45 Liter (Angabe Coolblue) |
| Display | 4,3-Zoll-Farb-Touchdisplay |
| Benutzerprofile | 5 (Angabe Coolblue) |
| App | De'Longhi Coffee Link App mit Profilen, Rezepten und Pflegehinweisen |
| Mahlwerk | Kegelmahlwerk mit Mahlscheiben aus Edelstahl |
| Mahlgrad | über Bean Adapt Technology automatisch abgestimmt; eine Stufenzahl weist De'Longhi für dieses Modell nicht aus |
| Brühgruppe | herausnehmbar, von Hand spülbar; dazu automatisches Reinigungsprogramm |
| Pumpendruck | 19 bar |
| Heizsystem | Thermoblock |
| Geräuschreduzierung | Silent Technology, laut Hersteller bis zu 65 % leiser als vergleichbare eigene Geräte ohne diese Technik |
| Zwei Tassen gleichzeitig | ja, auch bei zwei Milchspezialitäten |
| Wassertank | 1,8 Liter, nach vorn herausziehbar |
| Bohnenbehälter | 280 g (Angabe Coolblue) |
| Kaffeesatzbehälter | 14 Portionen |
| Pulverschacht | vorhanden, für vorgemahlenen Kaffee |
| Wasserfilter | einsetzbar |
| Wasserhärte | programmierbar |
| Reinigung | automatische Spülung beim Ein- und Ausschalten, Entkalkungsprogramm mit Displayführung; die Milchwege werden laut Coolblue manuell angestoßen |
| Spülmaschinenfeste Teile | Milchbehälter, Milchschlauch, Aufnahmerost, Wasserauffangwanne (Angabe Coolblue) |
| Anschlusswert | 1.450 W, 220–240 V |
| Maße (B × T × H) | 23,5 × 45,5 × 38 cm laut Hersteller; Coolblue nennt 24 × 45 × 38 cm |
| Gewicht | 10,96 kg laut Hersteller, 11,1 kg laut Coolblue |
| Gehäuse | Kunststoff mit Metalloptik, matt und glänzend kombiniert |
| Auszeichnungen | Stiftung Warentest GUT (1,9) |
| UVP | 1.399,00 € im De'Longhi-Shop |
Einordnung
Die Eletta Ultra steht an der Spitze der Eletta-Baureihe. Sie führt zusammen, was De’Longhi bei den kleineren Modellen auf mehrere Geräte verteilt: die Kaltextraktion der Explore, ein Milchsystem, das heißen und kalten Schaum aus einem Behälter liefert, dazu zwei Techniken, die es in der Baureihe vorher nicht gab. Bean Adapt stellt die Brühparameter automatisch auf die Bohne ein, Silent Technology senkt den Geräuschpegel.
Grundlage dieser Einordnung sind das De’Longhi-Datenblatt zur ECAM470.85.MB mit Getränkeliste, Maßen und Kapazitäten, die Coolblue-Listung mit den Angaben zu Mahlwerk, Milchbehälter und Benutzerprofilen sowie das vom Hersteller ausgewiesene Testurteil. Wo Angaben auseinandergehen, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
Ein Behälter für zwei Milchtemperaturen
Der auffälligste Unterschied zur Eletta Explore steckt im Milchsystem. Die Explore löst heißen und kalten Schaum über zwei getrennte Karaffen, LatteCrema Hot und LatteCrema Cool. Die Ultra fasst beides in LatteCrema Hot & Cool zusammen, Coolblue führt einen Milchbehälter mit 0,45 Litern.
Für den Alltag ist das ein handfester Vorteil. Zwei Karaffen bedeuten zwei Teile, die gespült, getrocknet und verstaut werden wollen, und im Sommer steht regelmäßig die falsche im Kühlschrank. Mit einem Behälter entfällt der Wechsel, die Betriebsart wird am Gerät gewählt.
Der Preis dafür ist eine Umstellung: Wer im selben Durchgang einen heißen Cappuccino und einen Iced Latte zubereiten will, arbeitet mit einer Einheit statt mit zweien. Warum kalt aufgeschäumte Milch überhaupt eine eigene Technik braucht, zeigt sich am Eis: Heißer Schaum fällt auf Eiswürfeln in sich zusammen und verwässert das Getränk, kalt aufgeschäumte Milch bleibt stabil. Was passiert, wenn ein Milchsystem zu selten gereinigt wird, steht unter Kaffeevollautomat macht keinen Milchschaum.
Bean Adapt: die Maschine stellt den Mahlgrad ein
Bei den meisten Vollautomaten ist der Mahlgrad die Stellschraube, an der Einsteiger scheitern. Zu grob gemahlen läuft das Wasser zu schnell durch, der Espresso schmeckt dünn und sauer. Zu fein gemahlen dauert die Extraktion zu lange, das Ergebnis wird bitter. Die Bitterkeit aus der Maschine hat in den meisten Fällen genau hier ihre Ursache.
Bean Adapt Technology dreht diesen Ablauf um. Du gibst über Display oder App an, welche Bohne im Behälter liegt, also Röstgrad und Sorte, und die Maschine stimmt Mahlgrad, Durchlaufzeit und Brühtemperatur darauf ab. Wechselst du die Sorte, passt sie die Werte erneut an.
Das hat eine Kehrseite, die im Datenblatt sichtbar wird: De’Longhi weist für dieses Modell keine Zahl an Mahlgradstufen aus. Die Eletta Explore wird mit 13 Stufen geführt, die Ultra mit keiner Angabe. Wer gern selbst justiert und den Unterschied zwischen zwei Stufen schmecken will, bekommt hier eine Maschine, die ihm die Entscheidung abnimmt. Wie sich Mahlgrad und Geschmack überhaupt zueinander verhalten, steht unter Mahlgrad für Filterkaffee, die Rolle der Bohnensorte unter Arabica und Robusta im Vergleich.
Silent Technology: was die 65 Prozent bedeuten
Das lauteste Bauteil eines Vollautomaten ist das Mahlwerk. Ein Kegelmahlwerk zerkleinert harte Bohnen unter Last, und dieses Geräusch trägt durch eine offene Küche bis ins Wohnzimmer.
De’Longhi gibt für die Silent Technology bis zu 65 % Geräuschreduzierung an und setzt in der Fußnote ausdrücklich hinzu, dass sich der Wert auf eigene Vollautomaten ohne diese Technik bezieht. Damit ist die Aussage sauber eingegrenzt und zugleich in ihrer Reichweite begrenzt: Ein Dezibelwert steht nicht im Datenblatt, ein Vergleich mit Geräten anderer Hersteller lässt sich daraus nicht ableiten.
Relevant ist die Technik trotzdem, und zwar für einen konkreten Fall: den ersten Kaffee am frühen Morgen in einer Wohnung, in der noch jemand schläft. Wer das kennt, wird den Unterschied bemerken.
4,3 Zoll: das größte Display der Baureihe
Die Bedienung läuft über ein 4,3-Zoll-Farb-Touchdisplay, die größte Anzeige der Eletta-Reihe. Die Explore kommt mit 3,5 Zoll, die Magnifica Evo Next mit 2,4 Zoll.
Der eigentliche Unterschied liegt in der Sortierung. Über 50 Rezepte in einer flachen Liste sind unbedienbar, deshalb gruppiert De’Longhi sie in 7 Kollektionen nach Tageszeit und Vorliebe. Dazu kommen 6 kreative Rezepte, die das Display Schritt für Schritt anleitet, also mit Ansagen, wann Eis oder Sirup ins Glas kommt.
Fünf Benutzerprofile führt Coolblue für dieses Modell, eines mehr als bei der Explore. In einem Haushalt mit vier Kaffeetrinkern bleibt damit ein Profil für Gäste frei.
Die Getränkeliste im Detail
Über 50 Rezepte klingt nach Marketing, das Datenblatt macht die Zahl greifbar. Namentlich aufgeführt sind 45 Getränke in fünf Gruppen:
| Gruppe | Anzahl | Beispiele |
|---|---|---|
| Heiße Kaffeegetränke | 14 | Espresso, Ristretto Italiano, Filterkaffee, Kaffeekanne, Americano, Doppio+ |
| Heiße Milchgetränke | 15 | Cappuccino, Latte Macchiato, Flat White, Cortado, Galão, Babyccino |
| Kalte Kaffeegetränke | 6 | Cold Brew, Kanne Cold Brew, kalter Espresso, Cold Americano |
| Kalte Milchgetränke | 8 | Cold Brew Cappuccino, Cold Flat White, Cold Latte Macchiato, kalte Milch |
| Sonstiges | 2 | Heißwasser, Tee-Funktion |
Auffällig ist die Filterkaffee-Position. Ein Vollautomat, der neben Espresso auch Filter Coffee und Mild Filter als eigene Rezepte führt, deckt einen Bereich ab, für den sonst eine zweite Maschine auf der Arbeitsplatte steht. Der Unterschied zwischen den Grundtypen steht unter Espresso und Americano im Vergleich.
Kaltextraktion: dieselbe Technik wie bei der Explore
Beim Cold Brew arbeitet die Ultra mit derselben Cold Extraction Technology wie die Explore. Das Wasser umgeht die Heizeinheit und erreicht die Brühkammer mit Umgebungstemperatur, die Pumpe arbeitet pulsierend und mit niedrigem Druck.
Was dabei chemisch passiert, erklärt den Geschmack: Bitterstoffe und ein großer Teil der Säuren lösen sich temperaturabhängig, kaltes Wasser holt sie deutlich langsamer aus dem Mehl. Übrig bleiben die süßen und blumigen Noten. Laut De’Longhi steht das Getränk in unter fünf Minuten, die klassische Kühlschrankmethode braucht zwölf Stunden. Wie die Handmethode funktioniert und wo ihre Stärken liegen, steht unter Cold Brew selbst machen.
Neu gegenüber der Explore ist die Kanne Cold Brew: eine Portion für mehrere Gläser statt eine Tasse. Wer Cold Brew im Sommer als Vorrat im Kühlschrank hält, spart sich damit den mehrfachen Bezug.
Vorräte, Platzbedarf und ein Widerspruch bei den Maßen
Gerechnet auf den Alltag: Der 1,8-Liter-Tank reicht bei 120 ml je Tasse für rund 15 Bezüge, die 280 Gramm Bohnen bei etwa 9 Gramm je Bezug für gut 31 Tassen. In einem Zwei-Personen-Haushalt mit je zwei Tassen täglich wird der Bohnenbehälter also alle sieben bis acht Tage nachgefüllt, der Tank alle drei bis vier Tage. Der Kaffeesatzbehälter fasst 14 Portionen, geleert wird er damit etwa alle dreieinhalb Tage. Wie viel Kaffeemehl je Tasse sinnvoll ist, steht unter wie viel Kaffee pro Tasse.
Bei den Maßen gehen die Quellen leicht auseinander. De’Longhi gibt 23,5 cm Breite, 45,5 cm Tiefe und 38 cm Höhe an, Coolblue nennt 24 × 45 × 38 cm. Beim Gewicht steht 10,96 kg gegen 11,1 kg. Für die Kaufentscheidung ändert der halbe Zentimeter nichts, für das Ausmessen der Küchenzeile gilt im Zweifel die Herstellerangabe.
Interessant ist der Vergleich nach oben: Die Ultra ist mit 23,5 cm schmaler als die Eletta Explore mit 26 cm, obwohl sie das größere Display trägt. Die Tiefe bleibt mit 45,5 cm der kritische Wert. Eine Standard-Arbeitsplatte misst 60 cm, dahinter bleiben gut 14 cm, und der Wassertank braucht davon etwas zum Herausziehen.
Pflege: was das Gerät übernimmt und was bleibt
Die Ultra spült beim Ein- und Ausschalten automatisch und führt durch das Entkalkungsprogramm. Die Brühgruppe ist herausnehmbar und wird von Hand gespült, zusätzlich gibt es ein Reinigungsprogramm. Der Ablauf steht unter Brühgruppe reinigen, die Abwägung der Bauarten unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.
Ein Punkt fällt gegen die Explore ab: Coolblue führt die Reinigung der Milchleitungen als manuell, während dieselbe Quelle bei den Explore-Modellen eine automatische Spülung nach dem Bezug angibt. Bei täglichem Milchbetrieb bedeutet das einen zusätzlichen Handgriff, den man sich angewöhnen muss. Spülmaschinenfest sind laut Coolblue Milchbehälter, Milchschlauch, Aufnahmerost und Wasserauffangwanne.
Die Wasserhärte ist programmierbar, ein Wasserfilter lässt sich einsetzen. Diese Einstellung beim Einrichten ist wichtiger, als sie wirkt: Das Gerät berechnet daraus, wann entkalkt werden muss. Wie sich die Härte des Leitungswassers bestimmen lässt, steht unter Wasserhärte für Kaffee, die Routine unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken, der Filterwechsel unter Wasserfilter wechseln.
Wo der Preis herkommt
Die UVP im De’Longhi-Shop liegt bei 1.399 €, im Handel steht das Gerät aktuell bei 1.200,00 €. Damit liegt die Ultra rund 500 € über der Eletta Explore, die dieselbe Kaltextraktion und dieselben 19 bar mitbringt.
Aufgeschlüsselt zahlst du für vier Dinge: Bean Adapt, Silent Technology, das größere Display mit Kollektionen und die Ein-Behälter-Lösung beim Milchschaum. Wer diese vier Punkte im Alltag nicht nutzt, zahlt für Technik, die stehen bleibt. Wer morgens früh Kaffee macht, regelmäßig die Bohnensorte wechselt und Milchgetränke heiß wie kalt zubereitet, bekommt für den Aufpreis vier echte Verbesserungen.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Milchsystem | Kalte Zubereitung | Display | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| De’Longhi Eletta Ultra ECAM470.85.MB (dieses Modell) | LatteCrema Hot & Cool, ein Behälter | Cold Brew, kalter Milchschaum, Cold-Brew-Kanne | 4,3” Touch | um 1.200 € |
| De’Longhi Eletta Explore ECAM450.55.S | LatteCrema Hot und Cool, zwei Karaffen | Cold Brew, kalter Milchschaum | 3,5” TFT-Touch | ab 679 € |
| De’Longhi Dinamica Plus ECAM380.95.TB | LatteCrema Hot, eine Karaffe | Over Ice | 3,5” TFT-Touch | um 600 € |
| Saeco Xelsis Suprema SM8885/00 | LattePerfetto, externer Behälter 0,6 l | Eiskaffee | 7,8” Touch | um 1.199 € |
Die Tabelle zeigt, wofür der Aufpreis anfällt. Nach unten trennt die Ultra vor allem die Automatik: Die Explore kann kalt und heiß genauso, verlangt aber die zweite Karaffe und die Mahlgrad-Einstellung von Hand. Quer dazu liegt die Saeco Xelsis Suprema, die mit 7,8 Zoll das deutlich größere Display und acht Profile mitbringt, dafür ohne echte Kaltextraktion arbeitet.
Für wen sich die Maschine lohnt
Die Eletta Ultra passt in Haushalte, in denen viel und zu unterschiedlichen Zeiten Kaffee getrunken wird. Fünf Profile, 7 Kollektionen und eine Getränkeliste von Espresso über Filterkaffee bis Cold Brew decken ab, wofür sonst zwei Geräte nötig wären. Wer regelmäßig die Bohnensorte wechselt, spart sich mit Bean Adapt jedes Mal die Neujustierung.
Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer den Mahlgrad gern selbst in der Hand behält, findet hier kein Datenblatt, das ihm sagt, in welchen Stufen er sich bewegt. Und wer schlicht guten Espresso und Cappuccino will, bekommt genau das bei der Eletta Explore für rund 500 € weniger.
Fazit
Die ECAM470.85.MB ist der Vollautomat für Leute, die viel Auswahl wollen und sich nicht um Einstellungen kümmern möchten. Bean Adapt nimmt die Mahlgrad-Entscheidung ab, Silent Technology senkt den Geräuschpegel, ein Behälter reicht für heißen und kalten Milchschaum, und das 4,3-Zoll-Display sortiert über 50 Rezepte in sieben Kollektionen. Stiftung Warentest vergab die Note GUT (1,9).
Die Vorbehalte sind klar umrissen: 45,5 cm Tiefe, ein Bohnenbehälter, der 20 g kleiner ausfällt als bei der Explore, eine Milchreinigung, die laut Coolblue manuell angestoßen wird, und ein Aufpreis von rund 500 € gegenüber dem Schwestermodell. Wer Automatik, Ruhe und ein großes Display sucht, bekommt ab 1.200,00 € ein Gerät, das dafür gebaut ist. Wer den Mahlgrad selbst einstellen will, greift zur Eletta Explore.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Heißer und kalter Milchschaum aus einem Behälter: die Umschaltung ersetzt die zweite Karaffe der Eletta Explore
- Bean Adapt Technology nimmt die Mahlgrad-Einstellung ab, gerade beim Wechsel der Bohnensorte
- Silent Technology: der Mahlvorgang ist laut Hersteller bis zu 65 % leiser als bei eigenen Geräten ohne diese Technik
- Cold Brew in unter fünf Minuten statt zwölf Stunden im Kühlschrank
- 4,3-Zoll-Display mit 7 Kollektionen: die größte Anzeige der Eletta-Baureihe
- Mit 23,5 cm Breite schmaler als die Eletta Explore, trotz größerem Display
- Herausnehmbare Brühgruppe, Milchbehälter und Auffangwanne spülmaschinenfest
Das spricht dagegen
- Der Straßenpreis liegt rund 500 € über dem der Eletta Explore, die dieselbe Kaltextraktion mitbringt
- Die Mahlgradstufen weist De'Longhi für dieses Modell nicht aus, wer von Hand justieren will, tappt im Dunkeln
- 45,5 cm Tiefe: auf einer 60-cm-Arbeitsplatte bleiben hinter dem Gerät gut 14 cm
- Die Milchwege werden laut Coolblue-Datenblatt manuell zur Reinigung angestoßen
- Der Bohnenbehälter fasst 280 g, das sind rund 20 g weniger als bei der Eletta Explore
- Für reinen Schwarzkaffee bleibt der halbe Funktionsumfang ungenutzt
Häufige Fragen
Was unterscheidet die De'Longhi Eletta Ultra von der Eletta Explore?
Drei Dinge. Die Ultra erzeugt heißen und kalten Milchschaum aus einem Behälter, während die Explore dafür zwei getrennte Karaffen mitbringt. Sie hat ein 4,3-Zoll-Display statt 3,5 Zoll und fünf Benutzerprofile statt vier. Und sie bringt Bean Adapt und Silent Technology mit, die der Explore fehlen. Dafür kostet sie im Straßenpreis rund 500 € mehr.
Was macht die Bean Adapt Technology der Eletta Ultra?
Sie stellt Mahlgrad, Durchlaufzeit und Brühtemperatur automatisch auf die eingefüllte Bohne ein. Du gibst über Display oder App an, welche Röstung und welche Bohnensorte im Behälter liegt, den Rest übernimmt die Maschine. Wechselst du die Sorte, passt sie die Werte erneut an. Laut De'Longhi vermeidet das den zu sauren oder zu bitteren Espresso, der bei falschem Mahlgrad entsteht.
Wie leise ist die Eletta Ultra wirklich?
De'Longhi gibt bis zu 65 % Geräuschreduzierung an und bezieht das ausdrücklich auf eigene Vollautomaten ohne Silent Technology. Ein Dezibelwert steht nicht im Datenblatt, ein Vergleich mit Geräten anderer Hersteller lässt sich daraus also nicht ableiten. Der Bezugspunkt ist das laute Bauteil jedes Vollautomaten: das Mahlwerk.
Wie funktioniert der Cold Brew der Eletta Ultra?
Bei der Cold Extraction Technology umgeht das Wasser die Heizeinheit und erreicht die Brühkammer mit Umgebungstemperatur. Die Pumpe arbeitet pulsierend und mit niedrigem Druck, der Kaffee tropft langsam durch das Mehl. Weil kalt extrahiert wird, lösen sich weniger Bitterstoffe und Säuren. Laut Hersteller steht das Getränk in unter fünf Minuten, die Kühlschrankmethode braucht zwölf Stunden.
Wie viele Getränke kann die ECAM470.85.MB?
De'Longhi nennt über 50 Rezepte, im Datenblatt stehen 45 davon namentlich: 14 heiße Kaffeegetränke, 15 heiße Milchgetränke, 6 kalte Kaffeegetränke, 8 kalte Milchgetränke sowie Heißwasser und eine Tee-Funktion. Dazu kommen 6 kreative Rezepte, die das Display Schritt für Schritt anleitet.
Lässt sich die Brühgruppe der Eletta Ultra herausnehmen?
Ja. Sie sitzt hinter der Serviceklappe, wird entriegelt und unter fließendem warmem Wasser gespült. Zusätzlich gibt es ein Reinigungsprogramm im Menü. Beides zusammen ist bei Milchgetränken der wichtigere Pflegeweg, weil sich im Brühweg Kaffeeöle absetzen, die ein Automatikprogramm nur teilweise erreicht.
Wie viel Platz braucht die Eletta Ultra?
Der Hersteller gibt 23,5 cm Breite, 45,5 cm Tiefe und 38 cm Höhe an, Coolblue nennt 24 × 45 × 38 cm. Kritisch ist die Tiefe: Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben hinter dem Gerät gut 14 cm, und der Wassertank braucht davon etwas zum Herausziehen. Die Breite ist mit 23,5 cm für ein Gerät dieser Klasse gering.
Was kostet die Eletta Ultra und lohnt sich der Aufpreis?
Die UVP im De'Longhi-Shop liegt bei 1.399 €, im Handel ist das Gerät deutlich darunter zu haben. Der Aufpreis gegenüber der Eletta Explore lohnt sich, wenn dir automatische Bohnenabstimmung, das leisere Mahlwerk und die Ein-Behälter-Lösung beim Milchschaum wichtig sind. Für die reine Getränkeauswahl zahlst du ihn nicht, die deckt die Explore genauso ab.
Was hat Stiftung Warentest zur Eletta Ultra gesagt?
De'Longhi weist auf der Produktseite die Note GUT (1,9) aus. Zum Vergleich: Für die Eletta Explore nennt der Hersteller GUT (1,7) aus Ausgabe 11/2022. Fremde Testurteile sind ein starkes Signal für die Verarbeitung, sie ersetzen den Abgleich mit den eigenen Anforderungen jedoch nicht.