Technische Daten
| Modell | Rivelia EXAM440.35.B, Onyx Black, matt; Herstellernummer 0132213208 |
|---|---|
| Geräteart | Kaffeevollautomat mit wechselbarem Bohnenbehälter (Bean Switch System) und manuellem Milchaufschäumer |
| Kaffeespezialitäten | 9 laut Produktuntertitel; die Rezeptliste nennt Espresso, Espresso Lungo, Kaffee, Long Coffee und Americano |
| Kaltgetränke | Kalter Kaffee, kalter Espresso und Cold Americano |
| Weitere Rezepte | Heißwasser |
| Bohnensystem | Bean Switch System mit zwei austauschbaren Behältern à 250 g, beide im Lieferumfang; Deckel zum Verschließen des ruhenden Behälters |
| Sortenwechsel | Switch-Modus leert das Mahlwerk vorher, wahlweise über eine letzte Tasse oder durch Ausmahlen in ein Gefäß |
| Bean Adapt | Technologie zur automatischen Anpassung der Brühparameter an die eingesetzte Bohnensorte |
| Mahlwerk | Kegelmahlwerk; die Zahl der Mahlgradstufen weist De’Longhi für dieses Modell nicht aus |
| Milchsystem | manueller Milchaufschäumer (Dampflanze), Milch wird von Hand geschäumt |
| Pumpendruck | 19 bar |
| Heizsystem | Thermoblock |
| Brühgruppe | entnehmbar |
| Pulverkaffee | möglich, ein abnehmbarer Trichter für Kaffeepulver gehört zum Zubehör |
| Wassertank | 1,4 Liter, herausnehmbar, mit Füllstandsanzeige |
| Wasserfilter | kompatibel, ein Filter liegt bei |
| Wasserhärte | programmierbar |
| Kaffeesatzbehälter | 10 Portionen |
| Display | 3,5 Zoll TFT in Farbe, Touch-Bedienung |
| Benutzerprofile | 4 |
| Eigene Rezepte | nicht möglich; das Datenblatt führt die Anlage eigener Rezepte mit Nein |
| App | keine; das Datenblatt führt die App-Anbindung für dieses Modell mit Nein |
| Tassenhöhe | einstellbare Tassengrößen, höhenverstellbarer Auslauf |
| Tassenbeleuchtung | keine, ebenso kein Tassenwärmer |
| Anschlusswert | 1.450 W, 220–240 V, 50/60 Hz |
| Maße (B × T × H) | 24,5 × 43,0 × 38,5 cm |
| Gewicht | 12 kg laut Hersteller; die Angabe entspricht dem Versandgewicht |
| Material | Metall und Kunststoff, mattes Finish |
| Auszeichnungen | drei iF Design Awards 2024 (Produktdesign, User Experience, User Interface), Red Dot Design Award |
| UVP im De’Longhi-Shop | 639,00 € |
Einordnung
Die Rivelia ist De’Longhis Antwort auf eine Frage, an der sich fast alle Hersteller versuchen: Wie bekommt man zwei Bohnensorten in eine Maschine? Melitta baut zwei Kammern in einen Behälter, Jura setzt auf Umfüllen. De’Longhi macht den kompletten Bohnenbehälter zum Wechselteil und legt zwei davon bei.
Die EXAM440.35.B ist die Basisausführung dieser Baureihe. Sie bringt das Bean-Switch-System, das Farbdisplay und Bean Adapt mit, schäumt Milch aber von Hand an einer Dampflanze. Genau dadurch liegt sie preislich rund 100 € unter den Ausführungen mit automatischem Milchsystem.
Grundlage dieser Einordnung sind das De’Longhi-Datenblatt zur EXAM440.35.B, die Technologiebeschreibungen des Herstellers zu Bean Switch, Switch-Modus und Bean Adapt sowie die Händlerlistung mit Preis und Verfügbarkeit. Wo Angaben auseinandergehen, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
Bean Switch: der Behälter ist das Wechselteil
Der Aufbau ist einfacher, als es klingt. Oben auf der Maschine sitzt ein Bohnenbehälter mit 250 Gramm Fassungsvermögen, der sich abnehmen lässt. Der zweite Behälter liegt bei, mit einem Deckel, der die ruhende Sorte verschließt. Sortenwechsel heißt: einen Behälter abnehmen, den anderen aufsetzen.
Der Unterschied zur Zwei-Kammer-Lösung ist praktisch, aber deutlich. Bei einem Gerät wie der Melitta Barista T Smart sitzen beide Sorten dauerhaft im Gerät, dafür teilen sie sich ein Volumen von zusammen 270 Gramm. Die Rivelia hat für jede Sorte volle 250 Gramm, aber immer nur eine davon steckt in der Maschine. Der zweite Behälter steht daneben, luftdicht verschlossen, was der Frische zugutekommt. Warum das der bessere Aufbewahrungsort ist als eine offene Tüte, steht unter Kaffee richtig lagern.
Der eigentliche Clou ist der Switch-Modus. Jeder Vollautomat mit zwei Sorten hat dasselbe Problem: Nach dem Wechsel liegt noch Kaffeemehl der alten Sorte in der Mühle und im Auslaufkanal. Bei der Melitta braucht die vollständige Umstellung laut Hersteller zwei bis drei Tassen, die als Mischung im Becher landen.
De’Longhi löst das aktiv. Der Switch-Modus leert das Mahlwerk vor dem Wechsel, und du hast dabei die Wahl: Entweder ziehst du eine letzte Tasse aus der alten Sorte, oder die Maschine mahlt den Rest in ein Gefäß aus, das du aufbewahren kannst. Danach ist der Weg frei. Die erste Tasse aus der neuen Sorte schmeckt sortenrein. Wer mehrmals täglich zwischen entkoffeiniert und normal wechselt, findet hier den technisch saubersten Ansatz.
Welche Sorten sich für so einen Wechsel anbieten, steht unter Arabica und Robusta und entkoffeinierter Kaffee ohne Chemie.
Bean Adapt: die Maschine stellt sich auf die Bohne ein
Zum Bohnenwechsel gehört das zweite System. Bean Adapt passt die Brühparameter an die eingesetzte Sorte an, damit eine helle Röstung nicht mit den Einstellungen einer dunklen gebrüht wird.
Der Gedanke dahinter ist richtig: Eine helle Röstung ist härter und braucht mehr Kontaktzeit und Temperatur, eine dunkle gibt schneller ab und wird bei denselben Werten bitter. Wer beide Sorten mit identischen Einstellungen brüht, bekommt bei einer davon ein schlechtes Ergebnis.
Ein Detail gehört zur Ehrlichkeit dazu: Das Datenblatt führt für dieses Modell keine App-Anbindung. Bei größeren De’Longhi-Geräten wie der PrimaDonna Soul läuft die Feineinstellung von Bean Adapt über die Coffee Link App. An der Rivelia EXAM440.35.B erfolgt sie am Display.
Wie viele Mahlgradstufen das Mahlwerk hat, weist De’Longhi für dieses Modell nicht aus. Für ein Gerät, dessen Verkaufsargument der Sortenwechsel ist, ist das eine unbefriedigende Lücke. Wir tragen den Wert nach, sobald der Hersteller ihn veröffentlicht. Was der Mahlgrad überhaupt bewirkt, steht unter Mahlgrad für Filterkaffee.
Die Dampflanze: bewusster Verzicht mit Folgen
Hier trennt sich die 35er von ihren Schwestern. Milch wird von Hand aufgeschäumt. Das Datenblatt führt einen manuellen Milchaufschäumer, also eine Dampflanze an der Gerätefront.
Praktisch heißt das: Du füllst Milch in ein Kännchen, hältst es unter die Lanze und schäumst selbst. Ein Cappuccino auf Knopfdruck ist damit nicht möglich, jedes Milchgetränk kostet dich zwei Handgriffe und etwas Übung.
Dafür bekommst du zwei Dinge. Erstens Kontrolle: Wer den Schaum selbst zieht, bestimmt Temperatur und Konsistenz, und feinporiger Mikroschaum für Latte Art entsteht ohnehin nur von Hand. Zweitens weniger Pflegeaufwand: Es gibt keinen Milchschlauch, in dem Reste eintrocknen, und keinen Behälter, der jeden Abend in den Kühlschrank muss. Die Lanze wird nach Gebrauch abgewischt und kurz abgeblasen.
Wie das Schäumen von Hand gelingt, steht unter Milchschaum ohne Milchaufschäumer, die Ergänzung für den Siebträger unter Cappuccino aus dem Siebträger.
Wer täglich zwei Cappuccino braucht, wird an dieser Ausführung keine Freude haben. Für den bietet De’Longhi die 55er-Modelle mit LatteCrema-Behälter an.
Kalt aus einem Gerät dieser Klasse
Drei Rezepte sind kalt: kalter Kaffee, kalter Espresso und Cold Americano. Für ein Gerät ohne Milchsystem in dieser Preisklasse ist das ungewöhnlich, viele Hersteller verlangen dafür ein Modell zwei Stufen höher.
Ein Widerspruch gehört dazu: Eine Coolblue-Listung eines Rivelia-Bundles behauptet, die Maschine habe keine Cold-Brew-Funktion. Das Datenblatt des Herstellers führt die drei Kaltgetränke ausdrücklich. Im Zweifel gilt der Hersteller.
Was aus der Maschine kommt, ist gekühlt gebrühter Kaffee, kein echter Cold Brew. Der zieht stundenlang mit kaltem Wasser und schmeckt dadurch milder und säureärmer, die Anleitung steht unter Cold Brew selber machen.
Der kleine Tank und was er im Alltag bedeutet
1,4 Liter ist der kleinste Wassertank, der uns in dieser Preisklasse begegnet ist. Üblich sind 1,8 Liter, die Krups Evidence Plus fasst sogar 2,3.
Gerechnet: Bei 120 ml je Tasse reicht eine Füllung für rund 11 Bezüge. In einem Haushalt mit vier Tassen am Tag heißt das nachfüllen alle zweieinhalb Tage, bei 1,8 Litern wären es vier. Über ein Jahr sind das rund 60 Nachfüllvorgänge mehr.
Der Tank ist herausnehmbar und hat eine Füllstandsanzeige, das mildert es ab. Und die schmale Bauform hängt direkt daran: 24,5 cm Breite bekommt man nur, wenn man beim Tankvolumen spart. Für eine schmale Nische ist genau das ein Argument.
Der Kaffeesatzbehälter fasst 10 Portionen, der Bohnenbehälter 250 Gramm, was bei etwa 8 Gramm je Bezug rund 31 Tassen ergibt.
Bedienung: ein Display mit eigener Auszeichnung
Das 3,5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Touch-Bedienung ist der zweite Grund, aus dem die Rivelia auffällt. De’Longhi beschreibt animierte Kaffeeroutinen, und die Bedienoberfläche hat einen eigenen iF Design Award für User Interface bekommen, dazu Auszeichnungen für Produktdesign und User Experience sowie einen Red Dot Design Award.
Designpreise sagen nichts über den Kaffee, aber etwas über die Bedienlogik: Ein Gerät, das den Sortenwechsel als Alltagsfunktion anbietet, muss diesen Wechsel verständlich führen. Genau dafür ist die Oberfläche gebaut.
Vier Benutzerprofile speichern persönliche Einstellungen. Eigene Rezepte lassen sich nicht anlegen, das führt das Datenblatt mit Nein. Du bewegst dich also innerhalb der vorgegebenen Getränke und passt dort Menge und Stärke an.
Eine Ungenauigkeit für das Protokoll: Der Produktuntertitel nennt 9 Getränke, der Beschreibungstext derselben Herstellerseite spricht von 8 vorprogrammierten Getränken. Die Rezeptliste führt fünf Kaffeevarianten, drei Kaltgetränke und Heißwasser.
Nicht an Bord sind Tassenbeleuchtung und Tassenwärmer, beides führt De’Longhi mit Nein.
Pflege und Aufstellung
Die Brühgruppe ist entnehmbar und lässt sich unter fließendem Wasser spülen. Über die Jahre ist das der wichtigere Punkt als jede Automatikfunktion, weil sich im Brühweg bei jedem Bezug Mehl und Kaffeefett absetzen. Die Routine steht unter Brühgruppe reinigen, die Abwägung der Bauarten unter herausnehmbare oder feste Brühgruppe.
Ein Wasserfilter liegt bei, die Wasserhärte ist programmierbar. Wie du sie bestimmst, steht unter Wasserhärte für Kaffee, die Routine für Reinigen und Entkalken unter Kaffeevollautomat reinigen und entkalken.
Der zweite Bohnenbehälter braucht eine eigene Routine: Kaffeeöl setzt sich auch dort ab, und weil einer der beiden regelmäßig länger steht, lohnt das gelegentliche Auswischen. Dazu Bohnenbehälter reinigen.
Beim Platz gilt: 24,5 cm breit, 43,0 cm tief, 38,5 cm hoch. Die Breite ist der Trumpf, die Tiefe unauffällig. Zu beachten ist die Höhe beim Aufsetzen des Bohnenbehälters, unter einem Hängeschrank braucht es Luft nach oben.
Beim Gewicht bleibt eine Unschärfe: De’Longhi gibt 12 kg an, derselbe Wert steht in den Verpackungsdaten als Versandgewicht. Das Nettogewicht dürfte darunter liegen, die Schwesterausführung EXAM440.55.G ist mit 12,7 kg angegeben.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Bohnensystem | Milch | Wassertank | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| De’Longhi Rivelia EXAM440.35.B (dieses Modell) | 2 Wechselbehälter à 250 g | Dampflanze | 1,4 l | um 539 € |
| De’Longhi Rivelia EXAM440.55.G | 2 Wechselbehälter à 250 g | LatteCrema automatisch | 1,4 l | um 639 € |
| Melitta Barista T Smart | 2 Kammern à 135 g, fest | One-Touch-Behälter | 1,8 l | um 649 € |
| De’Longhi Magnifica Evo ECAM290.61.SB | ein Behälter | Milchkaraffe mit Regler | 1,8 l | um 369 € |
Die Tabelle macht die Entscheidung greifbar. Gegenüber der Melitta hat die Rivelia den saubereren Sortenwechsel (voller Behälter statt halber Kammer, und das Mahlwerk wird vorher geleert), gegenüber der eigenen 55er-Schwester fehlt ihr das automatische Milchsystem. Die Rivelia EXAM440.55.G* kostet rund 100 € mehr und liefert dafür 16 statt 9 Getränke inklusive Cappuccino und Latte macchiato auf Knopfdruck.
Für wen sich die Maschine lohnt
Die EXAM440.35.B passt zu Menschen, die verschiedene Bohnen ausprobieren und ihren Kaffee überwiegend schwarz trinken. Für sie ist das Bean-Switch-System mit Switch-Modus die technisch sauberste Lösung am Markt, und der Verzicht auf das Milchsystem drückt den Preis um rund 100 €.
Sie passt außerdem in schmale Küchen: 24,5 cm Breite bekommt man selten mit diesem Funktionsumfang.
Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer täglich Cappuccino auf Knopfdruck will, kommt an der 55er-Ausführung nicht vorbei. Und wer den Wassertank ungern nachfüllt, wird die 1,4 Liter als das empfinden, was sie sind: der schwächste Wert im Feld.
Fazit
Die Rivelia EXAM440.35.B ist ein Spezialist. Ihr Thema ist der Bohnenwechsel, und darin ist sie besser als alles, was uns sonst begegnet ist: zwei volle Behälter statt geteilter Kammern, dazu ein Switch-Modus, der das Mahlwerk vorher leert und damit die Mischtasse verhindert, die andere Zwei-Sorten-Geräte in Kauf nehmen.
Bezahlt wird das mit dem Milchsystem und dem Wassertank. Milch schäumst du von Hand, und 1,4 Liter bedeuten häufigeres Nachfüllen. Dazu kommen zwei Lücken im Datenblatt: Die Mahlgradstufen weist De’Longhi nicht aus, und beim Gewicht steht der Versandwert.
Wer schwarzen Kaffee aus wechselnden Bohnen trinkt, bekommt ab
529,06 €ein Gerät, das genau dafür gebaut ist, und zahlt 100 € weniger als die Herstellerempfehlung von 639 €. Wer Milchgetränke auf Knopfdruck braucht, plant den Aufpreis zur 55er-Ausführung* ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Zwei vollwertige Bohnenbehälter im Lieferumfang: Der Wechsel ist ein Handgriff, die ruhende Sorte bleibt verschlossen
- Der Switch-Modus leert das Mahlwerk vor dem Wechsel, dadurch entsteht keine Mischtasse
- Bean Adapt stellt Mahlgrad und Brühparameter auf die eingesetzte Bohne ein
- Drei Kaltgetränke im Programm, ohne Aufpreis für ein Milchsystem
- Vier Benutzerprofile und ein Farbdisplay, dessen Bedienoberfläche mit einem eigenen iF Design Award ausgezeichnet wurde
- 24,5 cm Breite: die Rivelia gehört zu den schmalen Vollautomaten
Das spricht dagegen
- Milch wird von Hand an der Dampflanze geschäumt, ein Cappuccino auf Knopfdruck ist nicht möglich
- Mit 1,4 Litern hat die Rivelia den kleinsten Wassertank ihrer Preisklasse
- Die Zahl der Mahlgradstufen weist De’Longhi für dieses Modell nicht aus
- Keine App-Anbindung, obwohl Bean Adapt bei anderen De’Longhi-Modellen über die App läuft
- Eigene Rezepte lassen sich nicht anlegen
- Widerspruch in den Herstellerangaben: der Produktuntertitel nennt 9 Getränke, der Beschreibungstext derselben Seite spricht von 8
- Beim Gewicht gibt De’Longhi 12 kg an, derselbe Wert steht als Versandgewicht in den Verpackungsdaten
Häufige Fragen
Wie funktioniert das Bean Switch System der De’Longhi Rivelia?
Die Rivelia wird mit zwei austauschbaren Bohnenbehältern à 250 Gramm geliefert. Statt Bohnen umzufüllen, nimmst du den kompletten Behälter ab und setzt den anderen auf. Der ruhende Behälter bekommt einen Deckel und bleibt verschlossen stehen. Damit trinkst du morgens eine kräftige Röstung und abends eine entkoffeinierte, ohne dass eine offene Tüte auf der Arbeitsplatte liegt.
Was macht der Switch-Modus bei der Rivelia?
Er löst das Problem, das jeden Zwei-Sorten-Vollautomaten betrifft: Nach dem Wechsel liegt noch Kaffee der alten Sorte in der Mühle. Der Switch-Modus leert das Mahlwerk vorher, wahlweise indem du eine letzte Tasse aus der alten Sorte beziehst oder den Rest in ein Gefäß ausmahlst. Danach ist der Weg frei, die erste Tasse aus der neuen Sorte schmeckt bereits sortenrein.
Hat die Rivelia EXAM440.35.B ein automatisches Milchsystem?
Nein. Diese Ausführung trägt einen manuellen Milchaufschäumer, also eine Dampflanze. Du hältst das Milchkännchen selbst darunter und schäumst von Hand. Wer Cappuccino und Latte macchiato auf Knopfdruck will, braucht die 55er-Ausführungen der Rivelia mit LatteCrema-Milchbehälter, die dafür rund 100 € mehr kosten.
Wie viele Mahlgradstufen hat die De’Longhi Rivelia?
De’Longhi weist für dieses Modell keine Zahl aus. Das Datenblatt nennt ein Kegelmahlwerk und die Bean Adapt Technology, die den Mahlgrad an die eingesetzte Bohnensorte anpasst. Wir tragen den Wert nach, sobald der Hersteller ihn veröffentlicht.
Wie groß ist der Wassertank der Rivelia?
1,4 Liter. Das ist der kleinste Tank in dieser Preisklasse, üblich sind 1,8 Liter. Gerechnet auf 120 ml je Tasse reicht eine Füllung für rund 11 Bezüge. In einem Haushalt mit vier Tassen am Tag heißt das: alle zweieinhalb Tage nachfüllen. Der Tank ist herausnehmbar und hat eine Füllstandsanzeige.
Kann die Rivelia Eiskaffee zubereiten?
Ja, das Datenblatt führt drei Kaltgetränke: kalten Kaffee, kalten Espresso und Cold Americano. Bemerkenswert ist das, weil die Maschine damit im Sommer etwas kann, wofür andere Hersteller ein teureres Modell verlangen. Eine Coolblue-Listung eines Bundles behauptet abweichend, die Maschine habe keine Cold-Brew-Funktion. Maßgeblich ist die Herstellerangabe.
Wie viele Benutzerprofile speichert die Rivelia?
Vier. Gespeichert werden die persönlichen Einstellungen je Getränk. Eigene Rezepte anlegen lässt sich dagegen nicht, das führt das Datenblatt ausdrücklich mit Nein. Du arbeitest also innerhalb der vorgegebenen Rezepte und passt dort Menge und Stärke an.
Lässt sich die Brühgruppe der Rivelia herausnehmen?
Ja, die Brühgruppe ist entnehmbar und lässt sich unter fließendem Wasser spülen. Das ist bei De’Longhi durchgehend so gelöst und über die Jahre ein Vorteil, weil im Brühweg bei jedem Bezug feuchtes Kaffeemehl und Öl zurückbleiben.
Was unterscheidet die Rivelia EXAM440.35.B von der EXAM440.55.G?
Das Milchsystem und die Getränkezahl. Die 35er schäumt Milch von Hand an der Dampflanze und führt 9 Getränke. Die 55er trägt das automatische LatteCrema-System mit Milchbehälter, führt 16 Getränke inklusive Cappuccino, Flat White und Latte macchiato auf Knopfdruck und wiegt 0,7 kg mehr. Bohnensystem, Display, Profile, Tank und Mahlwerk sind identisch.
Für wen lohnt sich die De’Longhi Rivelia EXAM440.35.B?
Für alle, die gern verschiedene Bohnensorten ausprobieren und ihren Kaffee überwiegend schwarz trinken. Das Bean Switch System ist die sauberste Lösung für den Sortenwechsel, die es derzeit gibt, und ohne Milchsystem bleibt der Preis niedrig. Wer täglich Cappuccino auf Knopfdruck will, greift zur 55er-Ausführung.