Technische Daten
| Modell | the Barista Pro, Modellnummer SES878BTR4EEU1 (Schwarzer Trüffel); baugleich als SES878BST4EEU1 (Schwarzer Edelstahl) und SES878BSS4EEU1 (Gebürsteter Edelstahl) |
|---|---|
| Geräteart | Siebträgermaschine mit integriertem Mahlwerk (Espressomaschine mit Mühle) |
| Mahlwerk | integriertes Kegelmahlwerk, laut Sage europäische Baratza-Mahlkegel; dosiert direkt in den Siebträger |
| Mahlgradstufen | 30 Stufen, dazu eine innere Verstellung der Mahlkegel |
| Bohnenbehälter | 250 g |
| Heizsystem | ThermoJet mit PID-Temperaturregelung |
| Aufheizzeit | 3 Sekunden bis zur Extraktionstemperatur (Herstellerangabe) |
| Pumpe | italienische 15-bar-Druckpumpe, Extraktion bei 9 bar |
| Vorbrühung | Niederdruck-Preinfusion: der Druck steigt allmählich an und quillt das Kaffeemehl gleichmäßig auf |
| Siebträger | 54 mm aus Edelstahl |
| Siebe | ein- und doppelwandig, je für 1 und 2 Tassen |
| Tampern | abnehmbarer magnetischer Tamper am Gerät |
| Bedienung | LCD-Display mit Tastensteuerung, volumetrische Kontrolle für 1 und 2 Tassen, Shot-Timer |
| Milchsystem | manuelles Aufschäumen über Dampfstab |
| Wassertank | 1,9 Liter, abnehmbar, BPA-frei |
| Leistung | 1.650 W |
| Anschluss | 220 bis 240 Volt |
| Maße (B × T × H) | 35,4 × 41 × 40,6 cm |
| Gehäuse | gebürsteter Edelstahl; Farbausführungen Schwarzer Trüffel, Schwarzer Edelstahl, Gebürsteter Edelstahl |
| Gewicht | weist Sage für dieses Modell nicht aus |
| Manometer | führt Sage in den technischen Daten dieses Modells nicht auf; die Rückmeldung übernimmt das Display |
| Energieaufnahme | laut Sage bis zu 32 % weniger als ein Thermoblock-Heizsystem |
| Lieferumfang | Dosing Funnel, 54-mm-Siebträger, Siebe für 1 und 2 Tassen (ein- und doppelwandig), Tamper, Razor-Präzisionsdosierwerkzeug, 480-ml-Milchkännchen aus Edelstahl, Reinigungs-Kit, Wasserfilter |
| Garantie | 2 Jahre |
Einordnung
Die Barista Pro sitzt in Sages Siebträger-Reihe eine Stufe über der Barista Express und löst deren zwei größte Schwächen: die Wartezeit beim Aufheizen und die grobe Abstufung des Mahlwerks. An ihre Stelle treten das ThermoJet-Heizsystem mit 3 Sekunden Aufheizzeit und ein Kegelmahlwerk mit 30 Mahlgradstufen, das Sage als europäisches Baratza-Mahlwerk führt.
Bedient wird sie über ein LCD-Display mit Shot-Timer, dazu kommt eine volumetrische Steuerung für 1 und 2 Tassen. Der Rest der Technik entspricht der Express: italienische 15-bar-Pumpe, während der Extraktion auf 9 bar begrenzt, Niederdruck-Vorbrühung, PID-Temperaturregelung und ein 54-mm-Siebträger.
Grundlage dieser Einordnung sind die Sage-Produktdaten zur Modellnummer SES878 mit vollständiger Merkmalsliste, die Herstellerangaben zu ThermoJet, Mahlwerk und Preinfusion sowie die Händlerlistungen der drei Farbausführungen mit Preis und Verfügbarkeit. Wo die Datenblätter eine Lücke lassen, steht das unten ausdrücklich im Text.
Analyse
ThermoJet: drei Sekunden statt Vorlaufzeit
Der auffälligste Wert im Datenblatt sind die 3 Sekunden bis zur Extraktionstemperatur. Dahinter steht ein Wechsel des Prinzips: Ein Durchlauferhitzer erhitzt nur die Wassermenge, die gerade durchläuft, statt ein Bauteil als Ganzes auf Temperatur zu bringen und dort zu halten.
Der Alltagsgewinn ist größer, als die Zahl vermuten lässt. Eine Maschine mit Vorlaufzeit erzieht zu einem festen Ablauf: einschalten, etwas anderes tun, zurückkommen. Eine Maschine, die sofort bereitsteht, lässt sich zwischendurch bedienen. Genau daran entscheidet sich oft, ob ein Siebträger im Alltag tatsächlich benutzt wird oder ob der zweite Espresso am Nachmittag ausfällt.
Sage nennt dazu einen zweiten Wert: bis zu 32 % weniger Energieaufnahme als bei einem Thermoblock-System. Absolut betrachtet geht es dabei um kleine Beträge, die Maschine zieht insgesamt 1.650 W und läuft je Bezug nur kurz. Der eigentliche Effekt liegt woanders: Ein Durchlauferhitzer muss keine Betriebstemperatur halten, während die Maschine nur herumsteht.
Die Brühtemperatur regelt weiterhin ein PID, der den Wert laufend nachführt. Warum die Temperatur den Geschmack so deutlich steuert, steht unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.
30 Mahlgradstufen: warum die Auflösung beim Espresso zählt
Beim Siebträger entscheidet der Mahlgrad über die Durchlaufzeit, und die Durchlaufzeit über den Geschmack. Zu grob heißt: Das Wasser schießt durch, der Espresso wird dünn und sauer. Zu fein heißt: Es staut sich, der Espresso wird bitter. Dazwischen liegt ein schmales Fenster.
Wie fein sich dieses Fenster treffen lässt, hängt an der Zahl der Stufen. Die Barista Pro bietet 30, die Barista Express 16. Beide decken damit denselben Gesamtbereich ab, von Espresso bis zu gröberen Mahlgraden. Die Pro teilt ihn nur feiner auf:
| Modell | Mahlgradstufen | Sprünge im Espresso-Bereich |
|---|---|---|
| Sage Barista Pro | 30 | mehrere nutzbare Zwischenschritte |
| Sage Barista Express | 16 | grobe Sprünge, Feinkorrektur nur innen |
Praktisch zeigt sich das beim Wechsel der Bohnensorte. Jede Röstung verlangt eine eigene Einstellung, und mit gröberen Sprüngen landet man leicht neben dem Fenster: eine Stufe zu schnell, die nächste zu langsam. Dazu kommt bei beiden Modellen eine innere Verstellung der Mahlkegel, mit der sich der gesamte Bereich verschieben lässt. Wie du dich an die passende Einstellung herantastest, steht unter Siebträger Mahlgrad einstellen. Warum die Bauform des Mahlwerks für das Ergebnis zählt, steht unter Kegelmahlwerk und Scheibenmahlwerk im Vergleich.
Display statt Manometer: die eine Sparstelle
Hier liegt der Punkt, an dem die teurere Maschine weniger bietet. Sage führt für die Barista Pro kein Manometer, während dieselbe Merkmalsliste bei der Barista Express eine Zeile “Extraktions-Feedback” trägt. An seine Stelle tritt das LCD-Display mit Shot-Timer.
Die beiden Anzeigen beantworten unterschiedliche Fragen:
| Anzeige | zeigt | hilft bei |
|---|---|---|
| Manometer (Express) | anliegender Druck während des Bezugs | Erkennen, ob zu fein oder zu grob gemahlen ist, schon während der Extraktion |
| Shot-Timer (Pro) | verstrichene Sekunden | Vergleich der Durchlaufzeit mit dem Zielwert, ablesbar nach dem Bezug |
Für das reine Einstellen reicht die Zeit als Größe aus: Wer weiß, dass ein doppelter Espresso in rund 25 bis 30 Sekunden laufen soll, korrigiert den Mahlgrad nach der Uhr. Das Manometer meldet das Problem allerdings früher und macht sichtbar, ob der Druck sauber aufgebaut wird oder ob sich das Wasser einen Kanal durch das Mehl sucht. Für Einsteiger ist das die anschaulichere Rückmeldung, weshalb die Express an dieser Stelle nachvollziehbar bleibt.
Dafür bringt das Display etwas mit, das die Express nicht hat: eine volumetrische Steuerung für 1 und 2 Tassen. Die Bezugsmenge lässt sich programmieren, die Maschine stoppt dann selbst. Beim täglichen Doppio spart das den Blick auf die Waage.
Vorbrühung und 9 bar: was beim Bezug passiert
Die Niederdruck-Preinfusion erhöht den Druck zu Beginn des Bezugs allmählich, statt sofort den vollen Wert anzulegen. Das trockene Kaffeemehl quillt dabei auf und setzt sich gleichmäßig. Der Nutzen liegt in der Vermeidung von Kanälen: Ohne Vorbrühung sucht sich das Wasser die lockerste Stelle im Kuchen und läuft dort bevorzugt durch, während der Rest kaum ausgelaugt wird.
Danach übernimmt die 15-bar-Pumpe, deren Druck während der Extraktion auf 9 bar begrenzt wird. Die 9 bar sind der eingespielte Wert für Espresso, die 15 bar der Pumpe sind Reserve, damit der Druck auch bei feinem Mahlgut stabil anliegt. Woran man einen überextrahierten Bezug im Glas erkennt, steht unter Kaffee schmeckt bitter.
Vorräte und Stellfläche: hier verliert die Pro
Bei den Kapazitäten und Maßen dreht sich das Verhältnis zur Barista Express um:
| Wert | Barista Pro | Barista Express |
|---|---|---|
| Wassertank | 1,9 l | 2 l |
| Bohnenbehälter | 250 g | 250 g |
| Breite | 35,4 cm | 31,8 cm |
| Tiefe | 41 cm | 35,1 cm |
| Höhe | 40,6 cm | 40,4 cm |
Die Pro braucht rund 3,5 cm mehr Breite und knapp 6 cm mehr Tiefe und fasst dabei 100 ml weniger Wasser. Die 100 ml fallen im Alltag kaum auf, die 41 cm Tiefe dagegen schon: Eine Standard-Arbeitsplatte misst 60 cm, dahinter steht oft die Wand oder eine Steckdosenleiste. Vor dem Kauf lohnt das Nachmessen.
Der Bohnenbehälter mit 250 Gramm reicht bei rund 18 Gramm je doppeltem Espresso für etwa 13 Bezüge, also bei zwei Doppio am Tag für knapp eine Woche. Bohnen im Behälter altern schneller als in der verschlossenen Packung, eine Füllung sollte darum in ein bis zwei Wochen durch sein. Wie du den Rest lagerst, steht unter Kaffee im Kühlschrank lagern.
Milchschaum und Reinigung
Die Milch schäumst du von Hand am Dampfstab auf, das 480-ml-Kännchen aus Edelstahl liegt bei. Ein automatisches Milchsystem hat die Maschine nicht. Der Gewinn ist die Kontrolle über die Konsistenz, der Preis die Einarbeitung. Die Schritte stehen unter Cappuccino mit Siebträger.
Beim Putzen fallen täglich der Kaffeesatz, das Auswischen des Siebträgers und das Abwischen der Dampfdüse an. Wöchentlich steht das Rückspülen der Brühgruppe an, das Reinigungs-Kit liegt bei; der Ablauf steht unter Siebträger Brühgruppe reinigen. Dazu kommt das Mahlwerk, in dem sich Kaffeeöle absetzen, siehe Kaffeemühle reinigen. Das Entkalkungsintervall richtet sich nach der Wasserhärte, ein Wasserfilter liegt bei und streckt die Zyklen; welcher Bereich günstig ist, steht unter Wasserhärte für Kaffee.
Drei Farben, ein Preisunterschied von 50 Euro
Sage führt die Barista Pro in mehreren Ausführungen, die sich technisch gleichen:
| Ausführung | Modellnummer | Straßenpreis |
|---|---|---|
| Schwarzer Trüffel | SES878BTR4EEU1 | rund 630 € |
| Schwarzer Edelstahl | SES878BST4EEU1 | rund 680 € |
| Gebürsteter Edelstahl | SES878BSS4EEU1 | derzeit ohne kaufbares Angebot |
Der Sage-Listenpreis liegt für alle bei 729,90 €. Zwischen den beiden lieferbaren Farben liegen rund 50 €, was für ein rein optisches Merkmal viel ist. Ein Gewicht weist Sage für keine der Ausführungen aus.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Mahlgradstufen | Heizsystem | Besonderheit | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| Sage Barista Pro SES878 (dieses Modell) | 30 | ThermoJet, 3 s | LCD mit Shot-Timer | um 629 € |
| Sage Barista Express SES875 | 16 | 1600-W-Thermocoil mit PID | Manometer | um 489 € |
| JURA ENA 8 (EC) 15493 | Vollautomat | Thermoblock | 15 Spezialitäten auf Knopfdruck | um 979 € |
| De’Longhi Magnifica Evo ECAM290.61.SB | Vollautomat | Thermoblock | Milchkaraffe, Kaffee auf Knopfdruck | um 399 € |
Die Tabelle trennt zwei Fragen. Die erste ist grundsätzlich: Siebträger oder Vollautomat. Beim Siebträger stellst du Mahlgrad, Menge und Milchschaum selbst ein und bekommst dafür ein Ergebnis, das ein Vollautomat in dieser Preisklasse nicht erreicht. Beim Vollautomaten drückst du einen Knopf.
Die zweite Frage läuft innerhalb der Sage-Reihe und lässt sich auf einen Satz verkürzen: Die Pro kostet rund 140 € mehr und tauscht das Manometer gegen 3 Sekunden Aufheizzeit, 30 statt 16 Mahlgradstufen und ein Display. Wer mehrmals täglich Espresso zieht, holt sich mit dem ThermoJet den größeren Alltagsgewinn. Wer bereits eine Mühle besitzt und mehr Kontrolle sucht, findet im Sage Dual Boiler zwei Edelstahlkessel, PID von 86 bis 96 °C und einen 58-mm-Siebträger, zahlt dafür rund das Doppelte und kauft die Mühle separat.
Für wen sich die Maschine lohnt
Die Barista Pro passt zu Haushalten, in denen über den Tag verteilt mehrfach Espresso bezogen wird. Genau dort zahlt die Aufheizzeit von 3 Sekunden am meisten ein, weil sie die Hürde für den zweiten und dritten Bezug entfernt. Der zweite Fall sind Kaffeetrinker, die häufiger die Bohnensorte wechseln: Die 30 Mahlgradstufen machen das Nachjustieren deutlich einfacher.
Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer beim Einstieg eine sichtbare Rückmeldung über den Extraktionsdruck will, ist mit dem Manometer der Barista Express besser bedient und spart dabei Geld. Und wer knappe Arbeitsfläche hat, sollte die 41 cm Tiefe nachmessen, bevor er bestellt.
Fazit
Die Barista Pro ist die Barista Express mit gelösten Schwachstellen. Für bekommst du ein integriertes Kegelmahlwerk mit 30 Stufen, ein ThermoJet-System, das laut Sage in 3 Sekunden auf Temperatur ist, eine PID-Regelung, eine auf 9 bar begrenzte 15-bar-Pumpe mit Niederdruck-Vorbrühung und ein LCD-Display, das Shot-Timer und volumetrische Steuerung mitbringt. Der Zubehörsatz im Karton ist vollständig.
Die Vorbehalte sind überschaubar, aber konkret: Das Manometer der Express fehlt, der Wassertank fasst 100 ml weniger, und mit 35,4 × 41 cm Stellfläche braucht die Maschine mehr Platz als die kleinere Schwester. Wer täglich mehrfach Espresso zieht, bekommt den Aufpreis über die Aufheizzeit zurück. Wer morgens eine Tasse bezieht und dabei sehen will, was im Siebträger passiert, greift zur Barista Express.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- ThermoJet erreicht die Extraktionstemperatur laut Sage in 3 Sekunden, die Maschine steht damit praktisch sofort bereit
- 30 Mahlgradstufen geben dem Dial-in feine Sprünge, die Barista Express bietet an derselben Stelle 16
- Das LCD-Display zeigt Shot-Timer und Einstellungen im Klartext statt über Zeigerstellungen
- Volumetrische Steuerung für 1 und 2 Tassen: die Bezugsmenge lässt sich programmieren und wiederholen
- Mühle und Maschine in einem Gerät, mit vollständigem Zubehörsatz inklusive Razor und Tamper
- Laut Sage bis zu 32 % geringerer Energieeinsatz als bei einem Thermoblock-System
Das spricht dagegen
- Sage führt für die Barista Pro kein Manometer, die günstigere Barista Express zeigt den Extraktionsdruck dagegen analog an
- Der Wassertank fasst 1,9 Liter und damit 100 ml weniger als der der Barista Express
- Mit 35,4 cm Breite und 41 cm Tiefe braucht sie spürbar mehr Stellfläche als die Express
- Der 54-mm-Siebträger schränkt die Auswahl an Zubehörsieben ein, der Zubehörmarkt ist auf 58 mm ausgerichtet
- Sage weist das Gewicht nicht aus, was die Planung eines festen Stellplatzes erschwert
- Milchschaum entsteht von Hand am Dampfstab, das braucht Übung
Häufige Fragen
Was kostet die Sage Barista Pro SES878?
Die Ausführung in Schwarzer Trüffel steht bei Amazon aktuell bei rund 630 €, die in Schwarzem Edelstahl bei rund 680 €. Der Sage-Listenpreis liegt bei 729,90 €. Alle Farbausführungen tragen dieselbe Technik, der Aufpreis betrifft nur das Gehäuse.
Wie lange braucht die Barista Pro zum Aufheizen?
Sage nennt 3 Sekunden bis zur Extraktionstemperatur. Möglich macht das der ThermoJet, ein Durchlauferhitzer, der nur die Wassermenge erhitzt, die gerade gebraucht wird. Das ist der deutlichste Unterschied zur Barista Express, für die Sage gar keine Aufheizzeit ausweist und die mit einem Thermocoil arbeitet.
Was ist der Unterschied zwischen Sage Barista Express und Barista Pro?
Drei Punkte sprechen für die Pro: 30 statt 16 Mahlgradstufen, das ThermoJet-System mit 3 Sekunden Aufheizzeit statt eines Thermocoils und ein LCD-Display statt einer reinen Tastensteuerung. Zwei sprechen für die Express: Sie führt ein Manometer, das die Pro nicht hat, und ihr Wassertank fasst 2 statt 1,9 Liter. Preislich liegen rund 140 € dazwischen.
Hat die Sage Barista Pro ein Manometer?
In den technischen Daten der Barista Pro führt Sage keine Zeile für ein Manometer, während sie bei der Barista Express als "Extraktions-Feedback" ausgewiesen ist. Die Rückmeldung während des Bezugs übernimmt bei der Pro das LCD-Display mit dem Shot-Timer: Du liest die Extraktionsdauer ab statt den anliegenden Druck.
Wie viele Mahlgradstufen hat die Barista Pro?
Sage führt 30 Mahlgradstufen für das integrierte Kegelmahlwerk, das der Hersteller als europäisches Baratza-Mahlwerk beschreibt. Dazu kommt eine innere Verstellung der Mahlkegel, mit der sich der gesamte Bereich verschieben lässt. Für Espresso ist das eine praktisch nutzbare Auflösung: Zwischen zu schnellem und zu langsamem Durchlauf liegen mehrere Zwischenschritte.
Wie viele Espressi schafft eine Bohnenfüllung der Barista Pro?
Der Bohnenbehälter fasst 250 Gramm. Bei rund 18 Gramm für einen doppelten Espresso reicht eine Füllung für etwa 13 Bezüge. Bei zwei doppelten Espressi am Tag füllst du gut alle sechs Tage nach. Der Wassertank fasst 1,9 Liter und hält deutlich länger, auch mit Dampfbezug für Milchgetränke.
Kann man mit der Barista Pro Cappuccino machen?
Ja, über den Dampfstab. Die Milch wird von Hand in einem Kännchen aufgeschäumt, das 480-ml-Kännchen aus Edelstahl liegt bei. Das entspricht dem Verfahren an einer Café-Maschine und liefert Mikroschaum, der Latte Art trägt. Ein automatisches Milchsystem hat die Maschine nicht, die Konsistenz steuerst du selbst.
Wie viel Platz braucht die Sage Barista Pro?
Sage nennt 35,4 cm Breite, 41 cm Tiefe und 40,6 cm Höhe. Damit steht sie rund 3,5 cm breiter und 6 cm tiefer als die Barista Express. Die 41 cm Tiefe sind der kritische Wert: Eine Standard-Arbeitsplatte misst 60 cm, hinter der Maschine bleibt also wenig Luft. Ein Gewicht weist Sage nicht aus.
Welchen Siebträger-Durchmesser hat die Barista Pro?
Der Siebträger misst 54 mm und besteht aus Edelstahl. Ein- und doppelwandige Siebe für 1 und 2 Tassen liegen bei. Der Zubehörmarkt für Ersatzsiebe, bodenlose Siebträger und Tamper richtet sich überwiegend am 58-mm-Standard aus, den Sage bei den größeren Baureihen wie der Dual Boiler verwendet. Für 54 mm ist die Auswahl kleiner.
Für wen lohnt sich die Sage Barista Pro?
Für alle, die täglich mehrfach Espresso beziehen und dabei nicht auf eine Aufheizphase warten wollen, und für alle, die den Mahlgrad fein abstufen möchten. Wer stattdessen den Extraktionsdruck sehen will und mit einer Vorlaufzeit leben kann, bekommt mit der Barista Express für rund 140 € weniger dieselbe Grundtechnik samt Manometer.