Siebträgermaschine · Sage

Sage the Barista Express SES875 (Siebträgermaschine)

  • Mühle und Maschine in einem Gerät: integriertes Kegelmahlwerk mit 16 Mahlgradstufen
  • 1600-W-Thermocoil mit PID-Regelung hält die Brühtemperatur laut Sage bei 93 °C
  • Manometer zeigt den Extraktionsdruck live an, dazu Niederdruck-Vorbrühung
  • 54-mm-Siebträger aus Edelstahl mit ein- und doppelwandigen Sieben für 1 und 2 Tassen
  • Kompletter Barista-Satz im Karton: Razor-Dosierhilfe, Tamper, Dosing Funnel, Milchkännchen

ca. 489,00 €

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Rezension der vollbohne.de-Redaktion · Veröffentlicht am 3. September 2026

Sage the Barista Express SES875

Technische Daten

Modell the Barista Express, Modellnummer SES875BSS2EEU1A (Ausführung mit Thermo-Milchkännchen), Gebürsteter Edelstahl
Geräteart Siebträgermaschine mit integriertem Mahlwerk (Espressomaschine mit Mühle)
Mahlwerk integriertes Kegelmahlwerk, direkt in den Siebträger dosierend
Mahlgradstufen 16 Stufen von außen einstellbar, dazu eine innere Verstellung der Mahlkegel
Bohnenbehälter 250 g
Heizsystem 1600-W-Thermocoil, Heizspirale im Edelstahl-Wasserweg
Temperaturregelung digitale PID-Regelung; Brühtemperatur laut Sage 93 °C
Pumpe italienische 15-bar-Druckpumpe, Extraktion bei 9 bar
Vorbrühung Niederdruck-Preinfusion: befeuchtet das Kaffeemehl vor der Extraktion
Extraktions-Feedback analoges Manometer zeigt den Druckverlauf während des Bezugs
Siebträger 54 mm aus Edelstahl
Siebe ein- und doppelwandig, je für 1 und 2 Tassen
Tampern abnehmbarer magnetischer Tamper am Gerät
Milchsystem manuelles Aufschäumen über Dampfstab; automatische Spülfunktion der Dampfdüse nach dem Aufschäumen
Bedienung Tastensteuerung, Voreinstellung für einfachen und doppelten Espresso
Wassertank 2 Liter, abnehmbar, BPA-frei
Heißwasser eigene Heißwasserausgabe für Tee und Americano
Leistung 1.850 W gesamt (davon 1.600 W Thermocoil)
Anschluss 220 bis 240 Volt
Maße (B × T × H) 31,8 × 35,1 × 40,4 cm
Gehäuse gebürsteter Edelstahl
Gewicht weist Sage für dieses Modell nicht aus
Aufheizzeit weist Sage für dieses Modell nicht aus (die Barista Pro nennt 3 Sekunden)
Lieferumfang Dosing Funnel, Razor-Dosierhilfe, 54-mm-Siebträger, Siebe für 1 und 2 Tassen (ein- und doppelwandig), Tamper, Edelstahl-Milchkännchen, Reinigungsset, Wasserhärte-Teststreifen, Wasserfilter samt Halter
Garantie 2 Jahre Produktgarantie (Reparatur, Austausch oder Erstattung nach Ermessen von Sage)

Einordnung

Die Barista Express ist Sages Antwort auf das häufigste Problem beim Einstieg in den Siebträger: Die Maschine allein reicht nicht, ohne passende Mühle bleibt sie unter ihren Möglichkeiten. Sage packt beides in ein Gehäuse und legt den kompletten Barista-Satz dazu, vom Tamper bis zur Razor-Dosierhilfe.

Technisch steht ein 1600-W-Thermocoil mit PID-Regelung im Zentrum, dazu eine italienische 15-bar-Pumpe, die während der Extraktion auf 9 bar begrenzt wird, und ein Manometer, das den Druckverlauf sichtbar macht. Gemahlen wird über ein integriertes Kegelmahlwerk mit 16 Stufen, das direkt in den 54-mm-Siebträger dosiert.

Grundlage dieser Einordnung sind die Sage-Produktdaten zur Modellnummer SES875BSS2EEU1A mit vollständiger Merkmalsliste, die Herstellerangaben zu Thermocoil, PID und Preinfusion sowie die Händlerlistung mit Preis und Verfügbarkeit. Wo die Datenblätter eine Lücke lassen, steht das unten ausdrücklich im Text.

Analyse

Zwei Geräte in einem: was das Mahlwerk wirklich wert ist

Der Kern des Angebots steckt im Preisvergleich mit der getrennten Lösung. Eine Espressomühle, die feine Mahlgrade reproduzierbar trifft, kostet als Einzelgerät einen dreistelligen Betrag. Rechnet man sie zur Maschine dazu, verschiebt sich das Budget für den Einstieg deutlich nach oben.

Die Barista Express liefert stattdessen ein integriertes Kegelmahlwerk, das direkt in den Siebträger dosiert. Der Ablauf ist damit kurz: Siebträger unter den Auslass, Taste drücken, tampern, einspannen. Der Dosing Funnel, ein Aufsatztrichter, verhindert dabei das Verschütten. Warum die Bauform des Mahlwerks für das Ergebnis zählt, steht unter Kegelmahlwerk und Scheibenmahlwerk im Vergleich.

Die Einschränkung steht in derselben Zeile des Datenblatts. 16 Mahlgradstufen klingen ausreichend, decken aber den gesamten Bereich von Espresso bis French Press ab. Für Espresso bleiben davon nur wenige brauchbare Positionen, und die Sprünge zwischen ihnen sind entsprechend grob. Sage hält dagegen mit einer inneren Verstellung der Mahlkegel, die den gesamten Bereich verschiebt: Wer die Maschine dauerhaft auf Espresso auslegt, holt sich damit feinere Abstufungen zurück. Der Handgriff ist einmalig nötig und in der Anleitung beschrieben. Wie du dich an die richtige Einstellung herantastest, steht unter Siebträger Mahlgrad einstellen.

Das Manometer: der eigentliche Lernhelfer

Das analoge Manometer über dem Siebträger wirkt wie ein Stilelement, es ist im Alltag aber das nützlichste Bauteil der Maschine. Es zeigt den Druck, der während der Extraktion am Kaffeekuchen anliegt, und übersetzt damit ein unsichtbares Problem in eine Zeigerstellung.

Die Ablesung ist einfach:

Nadel stehtBedeutungKorrektur
im mittleren BereichMahlgrad, Menge und Tampern passen zusammennichts ändern
sofort ganz obenzu fein gemahlen, zu viel Pulver oder zu fest getampertgröber mahlen
bleibt untenzu grob gemahlen oder zu wenig Pulverfeiner mahlen

Der Nutzen zeigt sich beim Dial-in, also beim Einstellen einer neuen Bohnensorte. Ohne Anzeige tastet man sich über Geschmack und Durchlaufzeit heran, was mehrere Bezüge kostet. Mit dem Manometer siehst du schon während des ersten Shots, in welche Richtung du korrigieren musst. Warum ein zu langer Durchlauf im Glas ankommt, steht unter Kaffee schmeckt bitter.

Bemerkenswert ist, dass Sage dieses Bauteil ausgerechnet bei der teureren Barista Pro weglässt. In deren technischen Daten taucht die Zeile “Manometer” nicht auf, dort übernimmt ein LCD-Display mit Shot-Timer die Rückmeldung.

Thermocoil mit PID: konstante Temperatur, mit Vorlauf

Sage verbaut ein 1600-W-Thermocoil, also eine Heizspirale, die in einen Edelstahl-Wasserweg eingebettet ist. Das Wasser läuft im Durchfluss daran vorbei und wird dabei erhitzt. Geregelt wird über einen PID, der die Temperatur laufend nachführt, statt sie nur grob über einen Thermostat zu begrenzen. Sage nennt als Brühtemperatur 93 °C, also einen Wert im oberen Drittel des sinnvollen Bereichs für Espresso. Warum die Temperatur den Geschmack so deutlich steuert, steht unter Kaffee brühen: die richtige Temperatur.

Der praktische Gewinn liegt in der Wiederholbarkeit. Fällt der Espresso an einem Tag anders aus als am Vortag, scheidet die Temperatur als Ursache aus, und die Fehlersuche beschränkt sich auf Mahlgrad, Menge und Bohne.

Die Kehrseite steht in einer Lücke: Eine Aufheizzeit weist Sage für dieses Modell nicht aus. Bei der Barista Pro steht dort eine Zahl, nämlich 3 Sekunden für das ThermoJet-System. Das Thermocoil arbeitet nach einem älteren Prinzip und braucht eine Vorlaufzeit, bis auch die Brühgruppe die Betriebstemperatur trägt. Wer morgens den ersten Espresso in Ruhe angeht, wird das kaum bemerken. Wer die Maschine im Vorbeigehen bedienen will, spürt den Unterschied zur Pro deutlich.

Vorbrühung und 9 bar: was beim Bezug passiert

Zwei Angaben im Datenblatt beschreiben zusammen, wie die Maschine extrahiert.

Die Niederdruck-Preinfusion befeuchtet das Kaffeemehl, bevor der volle Druck anliegt. Der trockene Kaffeekuchen quillt dabei auf und setzt sich gleichmäßig, was verhindert, dass sich das Wasser später einen schnellen Kanal durch die lockerste Stelle sucht. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Extraktion über die ganze Fläche des Siebs.

Danach übernimmt die italienische 15-bar-Pumpe, deren Druck während der Extraktion auf 9 bar begrenzt wird. Die 9 bar sind der Wert, auf den sich die Espresso-Zubereitung seit Jahrzehnten eingespielt hat. Die 15 bar der Pumpe sind Reserve, damit der Druck auch bei feinem Mahlgut stabil anliegt.

Zusammen mit der PID-Regelung ergibt das die drei Größen, die ein Espresso braucht: 93 °C, 9 bar und ein Mahlgrad, der die Durchlaufzeit trifft. Zwei davon hält die Maschine selbst, den dritten stellst du ein.

Vorräte und Alltag: 250 Gramm Bohnen, 2 Liter Wasser

Die Kapazitäten lassen sich direkt in Bezüge umrechnen:

VorratKapazitätreicht für
Bohnenbehälter250 grund 13 doppelte Espressi à 18 g
Wassertank2 lmehrere Tage, auch mit Dampfbezug

Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit je einem doppelten Espresso am Tag heißt das: Bohnen etwa alle sechs Tage nachfüllen, Wasser deutlich seltener. Der Bohnenbehälter ist damit großzügiger bemessen als bei vielen Kaffeevollautomaten dieser Preisklasse. Ein Hinweis dazu: Bohnen im Behälter altern schneller als in der verschlossenen Packung, eine Füllung sollte also in ein bis zwei Wochen verbraucht sein. Wie du den Rest richtig lagerst, steht unter Kaffee im Kühlschrank lagern.

Der Wassertank fasst 2 Liter und ist abnehmbar. Bei hartem Leitungswasser zahlt sich der beiliegende Wasserfilter aus, weil er die Entkalkungszyklen streckt. Welche Wasserhärte für Kaffee günstig ist, steht unter Wasserhärte für Kaffee.

Milchschaum: Dampfstab statt Automatik

Die Milch schäumst du hier von Hand am Dampfstab auf. Das 480-ml-Kännchen aus Edelstahl liegt bei. Das Verfahren entspricht dem an einer Café-Maschine: Düse knapp unter die Oberfläche, ziehen lassen, bis das Volumen stimmt, dann tiefer eintauchen und die Milch rollen lassen.

Der Gewinn ist die Qualität. Ein von Hand gezogener Mikroschaum trägt Latte Art und lässt sich in der Konsistenz steuern, was ein automatisches Milchsystem in dieser Preisklasse selten schafft. Der Preis ist die Einarbeitung: Die ersten Versuche werden zu blasig oder zu heiß. Die Schritte im Detail stehen unter Cappuccino mit Siebträger.

Praktisch gelöst ist die Nachsorge. Nach dem Aufschäumen spült die Maschine die Dampfdüse selbstständig. Das Abwischen von außen bleibt dir, der eingetrocknete Milchrest im Inneren der Düse fällt weg.

54 statt 58 Millimeter: die Zubehörfrage

Der Siebträger misst 54 mm. Das ist Sages Maß für die kompakteren Baureihen; die größeren Geräte der Marke wie die Dual Boiler und die Oracle arbeiten mit 58 mm, dem Maß, an dem sich der Zubehörmarkt ausrichtet.

Im Alltag zählt das an drei Stellen: bei Ersatzsieben, bei bodenlosen Siebträgern und bei Tampern. Für 54 mm gibt es all das, die Auswahl ist nur kleiner und die Preise liegen etwas höher. Mitgeliefert werden ein- und doppelwandige Siebe für 1 und 2 Tassen. Die doppelwandigen bauen selbst Gegendruck auf und verzeihen einen unpassenden Mahlgrad, die einwandigen verlangen eine saubere Einstellung und liefern dafür das bessere Ergebnis. Der Weg führt vom doppelwandigen Sieb zum einwandigen, sobald das Dial-in sitzt.

Reinigung: was regelmäßig ansteht

Ein Siebträger verlangt mehr Handgriffe als ein Vollautomat, dafür sind sie kurz. Täglich fällt der Kaffeesatz aus dem Sieb und das Auswischen des Siebträgers an, dazu das Abwischen des Dampfstabs. Wöchentlich steht das Rückspülen der Brühgruppe mit der beiliegenden Reinigungsscheibe an, wofür Sage die Reinigungstabletten mitliefert. Der Ablauf steht unter Siebträger Brühgruppe reinigen.

Dazu kommt das Mahlwerk, in dem sich Kaffeeöle absetzen. Wie oft das eine Reinigung braucht, steht unter Kaffeemühle reinigen. Das Entkalken richtet sich nach der Wasserhärte; Entkalkungsmittel und Wasserhärte-Teststreifen liegen dem Gerät bei, der allgemeine Ablauf steht unter Kaffeemaschine entkalken und reinigen.

Zwei Ausführungen, ein überraschender Preisabstand

Sage führt die Barista Express in zwei Ausführungen, die technisch übereinstimmen:

AusführungModellnummerSage-ListenpreisStraßenpreis
mit Thermo-MilchkännchenSES875BSS2EEU1A599,90 €rund 490 €
ohne Thermo-KännchenSES870BSS4EEU1729,90 €rund 590 €

Beide tragen dasselbe Thermocoil, dieselben 16 Mahlgradstufen, denselben 54-mm-Siebträger und denselben 2-Liter-Tank. Die günstigere Ausführung ist dabei die mit dem zusätzlichen Thermo-Milchkännchen, also dem Kännchen mit Temperaturanzeige, das beim Aufschäumen den Punkt markiert, an dem die Milch heiß genug und noch nicht verbrannt ist. Für den Einstieg ist genau das die nützlichere Ausstattung.

Beim Aufstellmaß bleibt eine Unstimmigkeit im Datenblatt. Sage nennt für die SES875 31,8 × 35,1 × 40,4 cm und für die SES870 40,5 × 33,4 × 31,6 cm, beides unter dem Label “Abmessungen (BxTxH)”. Die Größenordnungen decken sich, die Reihenfolge der Werte geht auseinander. Für die Küchenplanung heißt das: rund 32 cm Breite, rund 35 cm Tiefe und rund 40 cm Höhe. Ein Gewicht weist Sage für beide Ausführungen nicht aus.

Alternativen im Vergleich

ModellMahlgradstufenHeizsystemBesonderheitPreisklasse
Sage Barista Express SES875 (dieses Modell)161600-W-Thermocoil mit PIDManometerum 489 €
Sage Barista Pro SES87830ThermoJet, 3 s AufheizzeitLCD-Display mit Shot-Timerum 629 €
De’Longhi Magnifica Evo ECAM290.61.SBVollautomatThermoblockKaffee auf Knopfdruckum 399 €
Philips 2200 EP2220/10VollautomatThermoblockEinstieg in den Vollautomatenum 249 €

Die Tabelle zeigt zwei Entscheidungen auf einmal. Die erste läuft zwischen Siebträger und Vollautomat: Wer den Espresso selbst einstellen und die Milch selbst aufschäumen will, landet beim Siebträger; wer morgens einen Knopf drücken will, bei einem Gerät wie der Magnifica Evo. Die zweite Entscheidung läuft innerhalb der Sage-Reihe. Die Barista Pro kostet rund 140 € mehr und liefert dafür 30 statt 16 Mahlgradstufen, 3 Sekunden Aufheizzeit und ein Display. Sie verzichtet im Gegenzug auf das Manometer und fasst mit 1,9 statt 2 Litern etwas weniger Wasser.

Für wen sich die Maschine lohnt

Die Barista Express passt zu Einsteigern, die den Siebträger wirklich lernen wollen und dafür ein vollständiges Paket suchen. Mühle, Tamper, Razor, Milchkännchen und Reinigungsmittel liegen bei, nach dem Auspacken fehlt nur die Bohne. Das Manometer nimmt dabei die Rolle des Lehrers ein und verkürzt die Phase, in der man im Dunkeln probiert.

Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer die Vorlaufzeit beim Aufheizen als störend empfindet oder feinere Mahlgradsprünge braucht, findet beides eine Stufe höher in der Barista Pro. Und wer Kaffee ohne Handgriffe will, ist mit einem Kaffeevollautomaten besser bedient: Der Siebträger verlangt jeden Tag Mahlen, Tampern, Einspannen und Ausklopfen.

Fazit

Die Barista Express bündelt für das, was ein Siebträger-Einstieg braucht: ein integriertes Kegelmahlwerk, ein Thermocoil mit PID-Regelung bei 93 °C, eine auf 9 bar begrenzte 15-bar-Pumpe, Niederdruck-Vorbrühung und ein Manometer, das die Einstellarbeit sichtbar macht. Der Zubehörsatz im Karton ist vollständig, die Dampfdüse spült sich selbst.

Die Vorbehalte sind klar umrissen: 16 Mahlgradstufen sind für Espresso knapp, eine Aufheizzeit weist Sage nicht aus, und der 54-mm-Siebträger steht neben einem Zubehörmarkt, der auf 58 mm ausgelegt ist. Wer damit leben kann, bekommt für 489 € Maschine und Mühle in einem Gerät. Wer feinere Mahlgrade und eine Maschine will, die in Sekunden bereitsteht, legt rund 140 € drauf und nimmt die Barista Pro.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Mühle und Maschine in einem Gerät: die passende Espressomühle allein kostet in dieser Qualität schon einen dreistelligen Betrag
  • PID-Regelung am 1600-W-Thermocoil hält die Brühtemperatur konstant, das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit
  • Das Manometer macht den Extraktionsdruck sichtbar und beschleunigt das Einstellen des Mahlgrads erheblich
  • Niederdruck-Vorbrühung befeuchtet den Kaffeekuchen, bevor der volle Druck anliegt
  • Der Zubehörsatz ist vollständig: Razor, Tamper, Dosing Funnel, Milchkännchen, Wasserfilter und Reinigungsmittel liegen bei
  • Dampfstab mit automatischer Spülung nach dem Aufschäumen, das erspart den täglichen Handgriff
  • Bei 489 € liegt die Ausführung mit Thermo-Milchkännchen rund 110 € unter dem Sage-Listenpreis von 599,90 €

Das spricht dagegen

  • 16 Mahlgradstufen sind für Espresso knapp bemessen, die Barista Pro bietet 30 Stufen im selben Bauraum
  • Sage weist für dieses Modell keine Aufheizzeit aus; das Thermocoil-System braucht anders als der ThermoJet der Pro eine spürbare Vorlaufzeit
  • Der 54-mm-Siebträger schränkt die Auswahl an Zubehörsieben ein, der Zubehörmarkt ist auf 58 mm ausgerichtet
  • Die Bedienung läuft über Tasten ohne Display: Extraktionszeit und Wassertemperatur liest man am Manometer und an der Uhr ab
  • Sage weist das Gewicht nicht aus, was die Planung eines festen Stellplatzes erschwert
  • Milchschaum entsteht von Hand am Dampfstab, das braucht Übung

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Ausstattung 4,0
Bedienung 3,5
Pflege und Wartung 4,0
Kaffeezubereitung 4,5

Gesamtwertung: 4,1 / 5

Häufige Fragen

Was kostet die Sage Barista Express SES875?

Die Ausführung SES875 mit Thermo-Milchkännchen steht bei Amazon aktuell bei rund 490 €, der Sage-Listenpreis liegt bei 599,90 €. Die Ausführung SES870 ohne Thermo-Kännchen kostet dort rund 590 € bei einem Listenpreis von 729,90 €. Beide tragen dieselbe Technik, die Preise gehen also bei gleicher Maschine deutlich auseinander.

Wie viele Mahlgradstufen hat die Barista Express?

Sage führt 16 Mahlgradstufen, die sich über den Drehring am Bohnenbehälter einstellen lassen. Dazu kommt eine innere Verstellung der Mahlkegel, mit der sich der gesamte Bereich verschieben lässt. Für Espresso ist die Spanne knapp: Die Barista Pro bietet 30 Stufen und damit feinere Sprünge beim Dial-in.

Wie lange braucht die Sage Barista Express zum Aufheizen?

Sage weist für dieses Modell keine Aufheizzeit aus. Verbaut ist ein 1600-W-Thermocoil, also eine Heizspirale im Edelstahl-Wasserweg. Dieses Prinzip braucht eine Vorlaufzeit, bis die Brühgruppe die Betriebstemperatur trägt. Zum Vergleich: Die Barista Pro nennt für ihr ThermoJet-System 3 Sekunden.

Was bedeutet PID bei der Barista Express?

PID steht für eine digitale Regelung, die die Wassertemperatur laufend nachführt statt sie nur grob über einen Thermostat zu begrenzen. Sage nennt für die Brühtemperatur 93 °C. Der praktische Nutzen liegt in der Wiederholbarkeit: Der zehnte Espresso läuft mit derselben Temperatur wie der erste, und Temperaturschwankungen scheiden als Fehlerquelle aus, wenn der Geschmack kippt.

Wofür ist das Manometer der Barista Express gut?

Das Manometer zeigt während des Bezugs den anliegenden Druck. Steht die Nadel im mittleren Bereich, passt das Verhältnis aus Mahlgrad, Menge und Anpressdruck. Schlägt sie sofort ganz aus, ist zu fein gemahlen oder zu fest getampert; bleibt sie unten, läuft der Espresso zu schnell durch. Damit ersetzt die Anzeige einen großen Teil des Ratens beim Einstellen.

Wie viele Espressi schafft eine Bohnenfüllung?

Der Bohnenbehälter fasst 250 Gramm. Ein doppelter Espresso braucht rund 18 Gramm, ein einfacher rund 9 Gramm. Damit reicht eine Füllung für etwa 13 doppelte Bezüge. Bei zwei doppelten Espressi am Tag füllst du also gut alle sechs Tage nach. Der Wassertank fasst 2 Liter und hält dabei deutlich länger.

Kann man mit der Barista Express Cappuccino machen?

Ja, über den Dampfstab. Die Milch wird von Hand in einem Kännchen aufgeschäumt, das 480-ml-Edelstahlkännchen liegt bei. Das Verfahren ist dasselbe wie an einer Café-Maschine und braucht etwas Übung, liefert dafür Mikroschaum, der sich für Latte Art eignet. Nach dem Aufschäumen spült die Maschine die Dampfdüse selbst.

Welchen Siebträger-Durchmesser hat die Sage Barista Express?

Der Siebträger misst 54 mm und besteht aus Edelstahl. Der Zubehörmarkt für Siebe, Tamper und bodenlose Siebträger richtet sich überwiegend am 58-mm-Standard aus, den Sage bei den größeren Baureihen wie der Dual Boiler und der Oracle verwendet. Für die 54-mm-Geräte ist die Auswahl kleiner, es gibt sie aber.

Wie groß ist die Barista Express und wie viel Platz braucht sie?

Sage nennt 31,8 × 35,1 × 40,4 cm für Breite, Tiefe und Höhe. Für die Ausführung SES870 stehen unter demselben Label 40,5 × 33,4 × 31,6 cm, also dieselben Größenordnungen in umgekehrter Reihenfolge. Plane rund 32 cm Breite und 35 cm Tiefe ein, dazu Luft nach oben: Der Bohnenbehälter wird von oben befüllt, unter einem Hängeschrank in 50 cm Höhe wird es knapp.

Für wen lohnt sich die Sage Barista Express?

Für Einsteiger in den Siebträger, die Maschine und Mühle in einem Gerät wollen und bereit sind, Mahlgrad und Dosierung selbst einzustellen. Wer die Vorlaufzeit beim Aufheizen stört oder feinere Mahlgradsprünge braucht, findet beides in der Barista Pro. Wer Kaffee auf Knopfdruck will, ist mit einem Kaffeevollautomaten besser bedient.

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