Technische Daten
| Modell | Fiammetta Induction, Modellnummer 0007149 (schwarz, 2 Tassen); als 0007148 in Anthrazit und zusätzlich in Rot erhältlich |
|---|---|
| Geräteart | Espressokocher für die Herdplatte, Zubereitung über Dampfdruck |
| Material | Bi-Layer-Kessel: Edelstahlfuß mit lackiertem Aluminiumaufsatz; Griff und Knauf aus wärmeabweisendem Kunststoff |
| Aufbau der Doppelschicht | laut Bialetti sorgt die Doppelschicht des Kessels für gleichmäßige Wärmeverteilung und macht das Gerät auf allen Induktionskochfeldern nutzbar |
| Größen | 2 und 4 Tassen |
| Füllmengen | 100 ml (2 Tassen) und 150 ml (4 Tassen) |
| Füllmenge dieser Ausführung | 100 ml (2 Tassen) |
| Höhe | weist Bialetti nicht aus; Händlerangaben nennen für die 2-Tassen-Größe rund 15 bis 15,5 cm inklusive Knauf |
| Bodendurchmesser | weist Bialetti nicht aus; Händlerangaben nennen rund 9 cm (2 Tassen) und rund 9,8 cm (4 Tassen) |
| Gewicht | weist Bialetti nicht aus; eine Händlerangabe nennt rund 438 g für die 2-Tassen-Größe, eine andere 0,6 kg Versandgewicht |
| Brühdruck | weist Bialetti nicht aus; bauartbedingt liegt er im Bereich um 1,5 bar |
| Ventil | patentiertes Bialetti-Sicherheitsventil, laut Hersteller leicht zu reinigen und damit auch beim Entkalken zugänglich |
| Aufbau | Unterteil (Kessel), Trichtereinsatz mit Filtersieb, Oberteil mit Steigrohr und Dichtung |
| Herdarten | Gas, Elektro, Glaskeramik, Halogen und Induktion |
| Spülmaschine | nicht geeignet; Bialetti gibt Reinigung ausschließlich mit Wasser vor, ohne Reinigungsmittel |
| Farben | Schwarz, Anthrazit und Rot |
| Verschleißteile | Dichtungsring und Filtersieb; Bialetti führt ein Ersatzteilset mit drei Dichtungen und einem Sieb, das ausdrücklich auch für die Fiammetta gilt |
| Datenlage | Bialetti führt für die Fiammetta auf der deutschen Herstellerseite keine eigene Produktseite; die Werte stammen aus der Herstellerbeschreibung der Händlerlistung und aus Fachportalen |
| Kundenurteil | 3,9 von 5 Sternen aus 17 Meinungen laut testberichte.de; Fachmagazin-Tests liegen für das Modell nicht vor |
| Herkunft | Bialetti Industrie S.p.A., Coccaglio (Italien) |
| Verwandte Baureihen | Moka Induction (Aluminium mit Stahlboden), Venus (18/10 Edelstahl), Moka Express (Aluminium, achteckig), Brikka (Druckventil für mehr Crema) |
Einordnung
Die Fiammetta löst Bialettis Induktionsproblem über einen Materialmix. Sie stellt einen Edelstahlfuß unter einen Aufsatz aus lackiertem Aluminium und nennt das Ergebnis Bi-Layer-Kessel. Der Stahl macht die Kanne für das Induktionsfeld sichtbar, das Aluminium darüber leitet die Wärme schnell weiter.
Drei Punkte tragen die Einordnung: die Induktionsfreigabe schon für die 2-Tassen-Größe, die Beschränkung auf 100 und 150 ml und der Preis von rund 34 €. Damit ist sie die günstigste induktionstaugliche 2-Tassen-Kanne im Bialetti-Programm.
Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerbeschreibung zu Bi-Layer-Kessel, Sicherheitsventil, Größen und Pflege, Händlerangaben zu Maßen, Gewicht und Bodendurchmesser sowie das Kundenurteil eines Fachportals. Eine Besonderheit gehört gleich hier hin: Bialetti führt für die Fiammetta auf der deutschen Herstellerseite keine eigene Produktseite, weshalb einige Werte nur über den Handel belegt sind.
Analyse
Was der Bi-Layer-Kessel wirklich macht
Induktion heizt das Kochgeschirr direkt. Ein Magnetfeld erzeugt im Boden Wirbelströme, die Wärme entsteht dort im Metall selbst. Voraussetzung dafür ist ein ferromagnetischer Boden, und genau den hat Aluminium nicht. Eine klassische Moka Express wird von einem Induktionsfeld deshalb gar nicht erst erkannt.
Die Fiammetta legt zwei Materialien übereinander. Unten sitzt der Edelstahlfuß, in dem die Wärme entsteht. Darüber liegt das Aluminium, das sie weitergibt. Aluminium leitet Wärme rund zehnmal besser als Edelstahl, und genau das ist der Grund für die Doppelschicht: Eine reine Edelstahlkanne wie die Venus braucht länger, bis der erste Tropfen kommt.
Bialetti begründet die Bauweise mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Das ist bei der Moka-Zubereitung mehr als ein Nebensatz: Steigt die Temperatur im Kessel ungleichmäßig, schießt das Wasser stellenweise heiß durch das Kaffeemehl und löst Bitterstoffe. Eine Schicht, die Wärme flächig verteilt, dämpft genau das.
Der Bodendurchmesser und die kleine Größe
Der interessanteste Unterschied zur Venus steckt in einer Zahl, die Bialetti nicht selbst ausweist. Die Venus ist in der 2-Tassen-Größe von der Induktionsfreigabe ausgenommen, weil ihr Boden nur 8,0 cm misst. Die Fiammetta kommt in derselben Größe laut Händlerangaben auf rund 9 cm und ist freigegeben.
| Kanne | 2 Tassen | Bodendurchmesser 2 Tassen | Induktion ab |
|---|---|---|---|
| Bialetti Fiammetta | 100 ml | rund 9 cm | 2 Tassen |
| Bialetti Venus | 85 ml | 8,0 cm | 4 Tassen |
| Bialetti Moka Express | 90 ml | keine Angabe | nur mit Adapterplatte |
Ein Zentimeter entscheidet hier über die Kaufbarkeit. Viele Kochzonen brauchen rund 10 bis 12 cm Auflagefläche, kleine Zonen kommen mit weniger aus. Neun Zentimeter liegen damit weiterhin im Grenzbereich: Auf einer kleinen Kochzone funktioniert die Fiammetta zuverlässig, auf einer großen Zone ohne Erkennungsautomatik für kleine Böden kann sie ignoriert werden. Wer unsicher ist, misst die kleinste Zone vor dem Kauf nach. Wie das mit Adapterplatte aussieht, steht unter Mokkakanne auf dem Induktionsherd.
Die Mengenfrage entscheidet über die Kanne
Die Fiammetta gibt es in genau zwei Größen: 100 ml als 2-Tassen-Ausführung und 150 ml als 4-Tassen-Ausführung. Gerechnet wird nach italienischer Espressotasse mit rund 45 ml.
Daraus folgt eine klare Grenze. 150 ml sind gut ein großer Becher Kaffee oder drei bis vier Espressi. Für einen Haushalt, in dem morgens zwei Leute je einen großen Becher trinken, reicht das nicht, und die Baureihe bietet nichts Größeres. Die Venus geht bis 460 ml, die Moka Express bis 800 ml.
Dazu kommt die Grundregel jeder Moka-Zubereitung: Die Kanne wird immer voll befüllt. Wer eine 4-Tassen-Kanne halb füllt, verschiebt das Verhältnis von Wasser zu Kaffee und bekommt eine dünne, oft bittere Tasse. Die Größe legt die Menge also fest, sie ist keine Obergrenze.
Das Brühprinzip und was in der Tasse landet
An der Zubereitung ändert der Materialmix nichts. Wasser kommt in den Kessel bis unter das Sicherheitsventil, Kaffeemehl locker in den Trichter, dann wird verschraubt und erhitzt. Der entstehende Dampf drückt das Wasser durch das Kaffeebett nach oben.
Der Druck steigt dabei nur so weit, bis das Wasser durch den Trichter passt. Bauartbedingt liegt er bei etwa 1,5 bar, ein Wert, den Bialetti für dieses Modell nirgends ausweist. Eine Siebträgermaschine arbeitet mit 9 bar.
| Zubereitung | Druck | Ergebnis |
|---|---|---|
| Handfilter, Filtermaschine | drucklos | dünn, klar, aromatisch |
| Bialetti Fiammetta | rund 1,5 bar | konzentriert, kräftig, dünne Schaumschicht |
| Siebträger, Vollautomat | 9 bar | dicht, mit stabiler Crema |
In der Tasse landet damit Moka-Kaffee: deutlich konzentrierter als Filterkaffee, mit vollem Körper und einer feinen Schaumschicht, die innerhalb weniger Sekunden zerfällt. Worin sich die Getränke sonst unterscheiden, steht unter Unterschied Espresso und Café Crema, welche Körnung dazu passt, erklärt Mahlgrad für den Espressokocher.
Der lackierte Aufsatz als Schwachstelle
Die Materialwahl hat eine Kehrseite. Der Aluminiumaufsatz ist lackiert, und Lack ist empfindlicher als blanker Edelstahl. Er nimmt Schläge übel, etwa wenn die Kanne beim Abstellen an den Rand der Spüle stößt, und er verträgt scharfe Reiniger schlecht.
Genau deshalb ist Bialettis Pflegevorgabe hier keine Formalie. Nur mit Wasser reinigen, ohne Reinigungsmittel, keine Spülmaschine. Bei einer Kanne mit Aluminium und Lack greifen alkalische Spülmaschinenreiniger beides an, die Folge sind stumpfe Stellen und ein metallischer Beigeschmack. Was sich mit der Zeit innen absetzt und wie es wieder herauskommt, steht unter Espressokocher reinigen.
Die Edelstahlkanne Venus ist an dieser Stelle robuster, weil sie keine Lackschicht hat, die abplatzen könnte. Sie kostet in der 4-Tassen-Größe rund 28 € und liegt damit sogar darunter, verlangt für die Induktionsnutzung aber eben mindestens diese Größe.
Die dünne Datenlage und wie damit umzugehen ist
Ein Punkt gehört offen benannt. Bialetti führt für die Fiammetta auf der deutschen Herstellerseite keine eigene Produktseite. Für Venus, Brikka und Moka Express gibt es dort Datenblätter, für dieses Modell nicht. Die Herstellerangaben stecken ausschließlich in der Beschreibung der Händlerlistung.
Damit fehlen drei Werte offiziell: Höhe, Bodendurchmesser und Gewicht. Die Händlerangaben nennen rund 15 bis 15,5 cm Höhe, etwa 9 cm Bodendurchmesser und rund 438 g für die 2-Tassen-Größe. Diese Werte sind plausibel und untereinander konsistent, sie tragen aber keine Herstellerunterschrift.
Unbrauchbar ist dagegen die Maßangabe in der Amazon-Listung: Sie führt in allen drei Richtungen 2 Zoll, was ein Platzhalterwert ist. Für die Planung des Stellplatzes gelten die Händlermaße aus dem Fachhandel.
Was die Kanne im Betrieb kostet
Die Rechnung fällt kurz aus, weil es außer dem Kaffee nichts zu bezahlen gibt. Für einen Bezug mit der 2-Tassen-Kanne gehen etwa 10 bis 12 Gramm Kaffee in den Trichter, bei der 4-Tassen-Größe rund 14 bis 16 Gramm.
| Zubereitungsart | Kosten je Portion | Zusätzlicher Abfall |
|---|---|---|
| Bialetti Fiammetta, 2 Tassen | 20 bis 24 Cent Kaffee | nur Kaffeesatz |
| Filterkaffee | rund 15 Cent Kaffee | Papierfilter |
| Kapselmaschine | 30 bis 45 Cent je Kapsel | Kapselhülle |
Dazu kommt der Strom für wenige Minuten Kochen. Entkalker, Reinigungstabs und Wasserfilter entfallen vollständig, weil es nichts gibt, worin sich Kalk festsetzen könnte. Das patentierte Sicherheitsventil beschreibt Bialetti ausdrücklich als leicht zu reinigen, es bleibt damit auch nach Jahren prüfbar.
Wo die Fiammetta an ihre Grenzen kommt
Drei Punkte sollten vor dem Kauf klar sein. Milchgetränke sind nicht vorgesehen, es gibt keinen Dampfstab. Wie Milchschaum trotzdem entsteht, steht unter Milchschaum ohne Milchaufschäumer.
Die Crema fehlt. Bei 1,5 bar löst sich zu wenig Kohlendioxid im Kaffee, um eine stabile Schaumschicht zu tragen. Wer sie ausdrücklich will, findet bei Bialetti die Baureihe Brikka mit einer Silikonmembran im Steigrohr.
Die Baureihe endet bei 150 ml. Wer regelmäßig für mehr als zwei Personen kocht, greift gleich zu einer größeren Kanne, statt zweimal hintereinander zu brühen.
Alternativen im Vergleich
| Gerät | Material | Induktion | Größen | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| Bialetti Fiammetta (dieses Modell) | Edelstahlfuß mit Aluminiumaufsatz | ab 2 Tassen | 100 und 150 ml | um 34 € |
| Bialetti Venus | 18/10 Edelstahl | ab 4 Tassen | 85 bis 460 ml | um 28 € |
| Bialetti Moka Express | Aluminium | nur mit Adapterplatte | 60 bis 800 ml | um 20 € |
| Bialetti Brikka | Edelstahl über Aluminium | ja | 2 und 4 Tassen | um 52 € |
Die Tabelle zeigt, wo die Entscheidung wirklich fällt. Die Fiammetta gewinnt genau dann, wenn eine sehr kleine Menge auf einem Induktionsfeld gebrüht werden soll. Für diesen Fall ist sie im Bialetti-Programm konkurrenzlos, weil die Venus in der 2-Tassen-Größe dort ausfällt und die Moka Express eine Platte braucht.
Sobald mehr als 150 ml gefragt sind, dreht sich das Bild. Die Venus deckt mit vier Größen bis 460 ml praktisch jeden Bedarf ab und kostet in der 4-Tassen-Ausführung sogar weniger. Wer Crema will, zahlt bei der Brikka rund 18 € mehr und bekommt dafür ein zusätzliches Druckventil.
Für wen sich die Kanne lohnt
Die Fiammetta passt zu Einzelpersonen und Paaren mit Induktionsherd, die kleine, kräftige Mengen brühen. Sie ist die einzige Bialetti, die in der 2-Tassen-Größe ohne Adapterplatte auf dem Feld steht, und dieser Punkt trägt den ganzen Kauf.
Der zweite passende Fall ist die Optik. Der flache Edelstahlfuß mit dem seidenmatten Aufsatz gibt es in Schwarz, Anthrazit und Rot, und für rund 34 € sieht das auf dem Tisch nach deutlich mehr aus. Als Geschenk für eine kleine Küche funktioniert die Kanne gut.
Weniger passend ist sie in drei Fällen. Wer regelmäßig mehr als 150 ml braucht, greift zur Venus oder zur Moka Express. Wer auf Gas oder Ceran kocht, spart mit der Moka Express rund 14 €. Und wer eine Kanne sucht, die auch nach Jahren unempfindlicher Behandlung standhält, ist mit blankem Edelstahl besser bedient als mit einem lackierten Aufsatz.
Fazit
Die Bialetti Fiammetta füllt eine echte Lücke: kleine Menge, Induktionsfeld, kein Zwischenteil. Für 25,99 € bekommst du einen Bi-Layer-Kessel aus Edelstahlfuß und Aluminiumaufsatz mit patentiertem Sicherheitsventil, wahlweise mit 100 oder 150 ml, in drei Farben. Verschleißen können nur Dichtung und Filtersieb, beide zusammen für unter 10 € als Set erhältlich.
Die Vorbehalte bleiben nüchtern: rund 1,5 bar ergeben eine dünne Schaumschicht statt einer stabilen Crema, die Baureihe endet bei 150 ml, der lackierte Aufsatz ist empfindlicher als blanker Stahl, und Bialetti hält für das Modell kein eigenes Datenblatt bereit. Wer allein oder zu zweit auf Induktion kocht, bekommt hier für rund 34 € eine Kanne für Jahrzehnte. Wer größere Mengen braucht, fährt mit der Bialetti Venus und ihren vier Größen besser.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Rund 34 € für eine induktionstaugliche Moka-Kanne, das ist das untere Ende des Marktes
- Schon die kleine 2-Tassen-Größe steht direkt auf dem Induktionsfeld, ohne Adapterplatte
- Der Aluminiumaufsatz leitet Wärme besser als eine reine Edelstahlkanne, die Kanne steigt schneller
- Kein Strom, keine Elektronik, keine Entkalkung: es gibt praktisch nichts, was ausfallen kann
- Dichtung und Filtersieb kosten wenige Euro und sind ohne Werkzeug tauschbar
- Drei Farben und ein flacher Edelstahlfuß, der auf dem Tisch nach mehr aussieht als der Preis vermuten lässt
Das spricht dagegen
- Der Brühdruck liegt bauartbedingt bei rund 1,5 bar statt der 9 bar einer Siebträgermaschine; eine stabile Crema entsteht dabei nicht
- Bialetti führt für das Modell keine eigene Produktseite auf der deutschen Herstellerseite, Maße und Gewicht sind nur über Händler belegt
- Die Größenauswahl endet bei 4 Tassen mit 150 ml, für eine Runde reicht das nicht
- Der lackierte Aluminiumaufsatz ist empfindlicher gegen Schläge und scharfe Reiniger als blanker Edelstahl
- Spülmaschine und Reinigungsmittel schließt Bialetti ausdrücklich aus
- Ein Bodendurchmesser um 9 cm liegt an der Erkennungsgrenze mancher großer Induktionszonen
Häufige Fragen
Was kostet die Bialetti Fiammetta?
Die schwarze 2-Tassen-Ausführung steht im Handel bei rund 34 €, im Preisvergleich sind einzelne Anbieter mit etwa 30 € gelistet, andere rufen bis zu 42 € auf. Die Spanne ist für ein Produkt dieser Preisklasse ungewöhnlich breit, ein Vergleich lohnt also. Anthrazit und Rot liegen auf demselben Niveau.
Funktioniert die Bialetti Fiammetta auf einem Induktionsherd?
Ja, und zwar in beiden Größen. Der Edelstahlfuß ist magnetisch, das Feld erkennt ihn ohne Adapterplatte. Das ist der wichtigste Unterschied zur Venus, deren 2-Tassen-Größe Bialetti wegen des kleineren Bodens von der Induktionsfreigabe ausnimmt. Sehr große Kochzonen erkennen einen Boden von rund 9 cm allerdings nicht immer zuverlässig.
Was ist ein Bi-Layer-Kessel?
Ein Kessel aus zwei Materialschichten. Bei der Fiammetta sitzt unten ein Edelstahlfuß, darauf ein Aufsatz aus lackiertem Aluminium. Der Stahl macht die Kanne für das Induktionsfeld sichtbar, das Aluminium leitet die Wärme schneller weiter als Stahl. Laut Bialetti sorgt die Doppelschicht für eine gleichmäßige Wärmeverteilung auf allen Induktionskochfeldern.
Welche Größen gibt es von der Bialetti Fiammetta?
Zwei: die 2-Tassen-Ausführung mit 100 ml und die 4-Tassen-Ausführung mit 150 ml. Gerechnet wird nach italienischen Espressotassen von rund 45 ml. Für zwei große Becher reicht die Baureihe damit nicht aus, dafür führt Bialetti die Venus mit bis zu 460 ml und die Moka Express mit bis zu 800 ml.
Was ist der Unterschied zwischen Bialetti Fiammetta und Venus?
Das Material und die Größenauswahl. Die Venus besteht komplett aus 18/10 Edelstahl und ist in vier Größen von 85 bis 460 ml erhältlich, dabei allerdings erst ab 4 Tassen induktionstauglich. Die Fiammetta kombiniert einen Edelstahlfuß mit einem Aluminiumaufsatz, steht schon in der kleinsten Größe direkt auf dem Induktionsfeld und endet bei 150 ml.
Welchen Mahlgrad braucht die Bialetti Fiammetta?
Mittelfein, also gröber als für den Siebträger und feiner als für Filterkaffee. Zu fein gemahlener Kaffee verstopft das Sieb und treibt den Druck im Kessel hoch, zu grober lässt das Wasser durchrauschen und ergibt eine dünne Tasse. Andrücken oder Tampern ist ausdrücklich falsch, der Trichter gibt die Menge selbst vor.
Darf die Bialetti Fiammetta in die Spülmaschine?
Nein. Bialetti gibt in der Produktbeschreibung an, die Kanne nach dem Gebrauch ausschließlich mit Wasser zu reinigen, ohne Reinigungsmittel und ohne Spülmaschine. Als Begründung nennt der Hersteller Schäden am Produkt und einen veränderten Kaffeegeschmack. Beim lackierten Aluminiumaufsatz ist das plausibel, weil alkalische Reiniger Aluminium und Lack angreifen.
Macht die Bialetti Fiammetta echten Espresso mit Crema?
Der Dampfdruck im Kessel erreicht bauartbedingt etwa 1,5 bar, eine Siebträgermaschine arbeitet mit 9 bar. In der Tasse landet Moka-Kaffee: kräftig, dicht und konzentrierter als Filterkaffee, mit einer feinen Schaumschicht, die schnell zerfällt. Wer bei Bialetti mehr Crema will, findet sie in der Baureihe Brikka mit zusätzlichem Druckventil im Steigrohr.
Welche Ersatzteile braucht die Bialetti Fiammetta?
Den Dichtungsring zwischen Ober- und Unterteil und das Filtersieb im Trichter. Bialetti führt ein Ersatzteilset mit drei Dichtungen und einem Sieb, das in der Kompatibilitätsliste ausdrücklich die Fiammetta nennt, für unter 10 €. Die Dichtung härtet mit der Zeit aus, erkennbar an seitlich austretendem Dampf.
Welche Maße hat die Bialetti Fiammetta?
Bialetti weist für das Modell weder Höhe noch Gewicht aus. Händler nennen für die 2-Tassen-Größe rund 15 bis 15,5 cm Höhe inklusive Knauf, etwa 11 cm Breite über den Griff und einen Bodendurchmesser von ungefähr 9 cm bei rund 438 g. Die Maßangabe in der Amazon-Listung mit 2 Zoll in allen drei Richtungen ist ein Platzhalterwert und unbrauchbar.